Meinung des Tages: Studie zeigt: Viele junge Menschen fühlen sich einsam – wie kann dem vorgebeugt werden & könnt ihr die Zunahme nachvollziehen?

Das Ergebnis basiert auf 363 Abstimmungen

Ich verstehe, dass junge Menschen sich einsamer fühlen, weil.. 80%
Verstehe nicht, warum junge Menschen sich einsamer fühlen, denn.. 10%
Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar.. 10%

115 Antworten

Von Experte Brain300 bestätigt
Ich verstehe, dass junge Menschen sich einsamer fühlen, weil..

Ganz kleiner Ausschnitt aus einem großen Ganzen:

Wir haben immer "Erstsemester Wochenenden" veranstaltet. Mit Essen, Campusführung, den eigenen Jahrgang kennen lernen, älteren Studenten die den frischen Studis tips geben. Campus Party, mehrere im Jahr, weitere Events.

Das ist mit Corona vollkommen eingeschlafen und meines Wissens an meiner alten Uni nicht wiederbelebt worden. Denn was sind denn nach 3 Jahren (6 semstern) kein Sozialleben noch an "alten Studis" da die es anders kennen? Statt dessen was ich so höre vor sich hin lernen online & zu Hause.

Klar ist das einsammer als vorher, aber hallo.

Was kann man da tun? Mehr Freibier und Gratis-Kondome auf dem Campus verteilen? ;-) Will ja sicher niemand, das wir alten Säcke was für die Jungen Leute organisieren (geschweige denn das wir im Beruf Zeit dafür hätten). Aber irgend wie muß man das wieder anstoßen.

Was ich so höre geht es vielen Vereinen auch so...

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

HentaiSama81  19.06.2024, 15:27

Es gibt mehr als Studierenden. Was ist den Jugendlichen in den Schulen? Mit denen die eine Lehre machen?

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matmatmat  19.06.2024, 20:06
@HentaiSama81
Es gibt mehr als Studierenden. Was ist den Jugendlichen in den Schulen?

Die Zeit ist bei mir jetzt 25 Jahre her, das kann und will ich nicht mit heute vergleichen, dazu fehlt mir das Wissen. Daher auch der einleitende Satz, daß es ein sehr kleiner Blick auf die Dinge ist in meinem Beitrag.

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realAscot  13.07.2024, 18:48
@HentaiSama81

Heutige Studenten sind das gesellschaftlich, was früher die Hauptschüler waren. Auch die klassische "Lehre" ist den Bach runter und sollten Jugendliche Abstand von nehmen. Lehre ist Handwerk und wer heute noch ins Handwerk geht, kommt entweder aus einem Familienbetrieb (was noch akzeptabel wäre) oder hat den Schuss nicht mehr gehört.

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Burritone  19.06.2024, 15:28

Kenne ich.Organisieren ein ,,Walk und Talk‘‘ damit man fachschaftsübergreifend Leute kennenlernen kann,weil sich ständig alle beschweren,dass man ja nie mal jemanden außerhalb seiner Fächer kennenlernt.

Jetzt rate mal wieviele letztes Mal da waren…

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matmatmat  19.06.2024, 20:07
@Burritone

3 und zwei davon haben nicht geredet sondern waren ständig am Mobiltelefon?

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CONTXT  19.06.2024, 17:19

Bei uns ging es damals wieder langsam über die einzelnen Fachschaften los, die sich nach und nach gebildet haben. Es sollte also eher aus dem internen kommen. Die Studis gehen erfahrungsgemäß gern zu Events, die von Kommilitonen organisiert werden.

Ich denke, hier muss man den Studierenden kommunizieren, dass sie es selbst in der Hand haben und – meiner Meinung nach – die Zeit in der Fachschaft auch super investiert ist. Ich war selbst 3 Jahre in der Fachschaft und habe Events organisiert, während Corona halt online, dann aber asap wieder vor Ort, als es wieder ging. Man lernt viel für sich selbst, lernt neue Leute kennen und kann Partys mit fremdem Geld organisieren – viel besser wirds nicht.

Von meiner Uni hab ich jetzt aktuell mitbekommen, dass das Veranstalten von Ersti Events etc. in die Hände eines Lehrbeauftragten gelegt wurde, der dann im Rahmen seines Moduls "Projektmanagement" Events mit den Studis hochzieht. Zumindest solange, bis wieder eine funktionierende Fachschaft zustande gekommen ist. Mittlerweile haben es die Studis wieder ganz selbst in der Hand und machen das soweit ich mitbekomme echt gut und nochmal deutlich besser, als ich damals :D

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matmatmat  19.06.2024, 20:09
@CONTXT

Das klingt nicht halb so selbstständig und demokratisch wie es mal war, aber auch weniger düster als das was ich vor einem jahr von meiner alten Uni mitbekommen habe. Vielleicht bekommen wir ja doch die Kurve :)

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katzimausi123  14.07.2024, 23:29

Studierende sind doch Konkurrenten um den Job! Hast du das immernoch nicht kapiert? So ist nunmal Deutschland. Da hilft auch keine oberflächliche Veranstaltung, die vorgaukeln soll, dass Alle beste Freunde sind. LOL

Du hast Deutschland/den Kapitalismus noch nicht kapiert oder tust auf blöd.

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Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar..

Ich denke dass das Thema der social distancing im Corona einen entscheidenden Faktor für die Einsamkeit der Menschen beigetragen hat. Dass Home-Office (welches 90% der Menschen welche kontaktfreudig sind ein Dorn im Auge ist) zumindest was meinen Bekanntenkreis betrifft.

und die ganze Aufklärung und rechtfertigung warum es unsozial ist mit einem Schnupfen rauszugehen oder gar arbeiten zu gehen.

ich sag mal von der anderen Seite aus, wenn es von Menschen als Zumutung angesehen wird, mit einer Erkältung trotzdem zur Arbeit zu gehen bzw in die Stadt zu gehen, und 5 Leute aufschreien wenn man in deren gegenwart Nießen muss, würde ich mich wundern wenn dir Menschen nicht vereinsamen würden.

als es kein Thema war dass man mal einen schnupfen hatte, und gesundheit gesagt wurde (statt heutzutage: „asozial“)

gab es in dieser Hinsicht weniger Probleme mit der sozialen Einsamkeit.


Sandkorn  14.07.2024, 14:04

Corona für die "soziale Einsamkeit" verantwortlich zu machen halte ich grundsätzlich für falsch. Das ist lediglich für viele nur ein billiger Vorwand. Man braucht doch nur mal schauen wieviel Zeit heutzutage ein Großteil der Jugendlichen tagtäglich am PC, Tablet oder Handy verbringt anstatt raus zu gehen und sich z. B. mit Schulfreunden, Kumpels oder anderen Gamern/Chattern zu treffen. Zuhause rumhängen (und evtl. zu kiffen) ist eben wesentlich bequemer.

Auch heutzutage wird man wegen eines Schnupfens oder Hustens nicht mehr blöd angemacht, das war hauptsächlich zu Hochzeiten von Corona so, aber die sind ja gottlob vorbei.

NEIN, die Zunahme kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

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Schaferr  15.07.2024, 16:24
@Sandkorn

Ich bin und war auch nir ein Mensch der Korona für mehr als eine normale Grippe hielt, letzte Woche war ich aber mit meiner Tochter einkaufen und hatte eine Hustenattacke bekommen als ich an einem Pärchen vorbeigelaufen bin, und die haben geflucht nachdem ich neben Ihnen angefangen habe zu husten.

ich denke daher sehr wohl dass es hier einen Zusammenhang gibt.

mit freundlichen Grüßen

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Cc241  16.07.2024, 05:53
@Schaferr

Naja kommt natürlich auf die Situation an, Sicherlich gibt es Menschen, die komplett übertreiben. Andererseits was heißt Hustenanfall, es sollte auch klar sein, dass man sich benehmen sollte und und auch an andere Menschen denken sollte, wenn eine Person mit Copd beispielsweise gerade schnell etwas einkaufen muss und dann wegen so einem Vollpfosten in der Hochzeit Corona mit bekommt, nur weil er meint, Ihm gehts ja gut.

Weiß ich nicht...

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Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar..

zu Punkt 1 es gibt eben Menschen, die überall sofort zu Hause sind, das geht bis zum Hansdampf in allen Gassen oder Partylöwen, es gibt den Superstar, dem die Frauen zu Füßen liegen, sobald das letzte Take am Set gemacht ist, geht er nach Hause und ist dort ganz alleine - andere sind gerne auch mal mit sich alleine und wollen ihre Ruhe haben: beide Type können einsam sein, denn sogar auf der Megaparty kann man sich einsam fühlen - genauso gut können sie sich auch so wohlfühlen, wie sie leben

zu Punkt 2 es gibt fast überall eine gesellschaftliche Hackordnung mit all ihren seelischen Grausamkeiten, die bestimmte Rangordnungen schafft und/oder ausgrenzt, sogen. Führungskräfte, die andere heruntermachen und auflaufen lassen, wenn diese etwas vorbringen, was den anderen in der Gruppe nicht passt - mangelndes Selbstbewusstsein erledigt dann den Rest - man zieht sich zurück

zu Punkt 3 nicht viel - denn diese Eigenschaften der Menschen kann man nicht abschaffen - man könnte die Vereine besser fördern, jedoch nicht in deren Strukturen eingreifen und die Politik muss aus dem Spiel bleiben: sie hat dort nichts zu suchen - der Herr Pfarrer übrigens auch nicht - sie können zwar auch Mitglied sein, jedoch keine Führungsrolle im Verein innehaben also keine Spinnereien bei der Gestaltung des Speisezettels im Vereinsheim oder den Gottesdienst vor jeder Veranstaltung - der Schwerpunkt in den Vereinen sollte auf der Gemeinschaft liegen, sodass auch jeder mitmachen kann, auch z.B. im Sportverein selbst wenn er nicht gerade ein sportliches Ass ist und schon gar nicht darf die ethnische Herkunft oder Religion eine Rolle spielen oder alles darauf abzielt, aus den eigenen Reihen einen Bundesligafußballspieler zu trimmen, also nur das Ansehen des Vereines erstes Ziel ist: das ist falsch

zu Punkt 4 ist eine unglaubliche und anmaßende Unterstellung: sie würde bedeuten, dass jeder, der etwas zurückgezogener lebt, automatisch eine radikale Gesinnung hat und alsbald zum Terroristen mutiert - das ist schon ziemlich unverschämt

zu Punkt 5 ich selbst ? nein - aber wird haben ja auch Familie = Kinder und Enkel und -man staune- wir haben gute Nachbarn, deren Einstellung "leben und leben lassen" ist - so kann man sehr gut miteinander auskommen und dazu ist noch nicht einmal ein jährliches Nachbarschaftsfest nötig

wir = mein Mann und ich

Ich verstehe, dass junge Menschen sich einsamer fühlen, weil..

1. Ich bin selbst 22 Jahre alt und fühle mich einsam. Mir gehts gleichzeitig auch gut dabei und trotz, dass ich Erzieher bin, gehts mir in sozialen Gruppen schlecht. Auf der Arbeit ist es in Ordnung, unter Gleichgesinnten bin ich sehr schüchtern und ängstlich. Ich habe nicht das Gefühl, dass es weniger ist, aber dass es zunimmt.

2. Ich denke es gibt einen Zuwachs, dass psychische Krankheiten angenommen/wahrgenommen und vob der Gesellschaft akzeptiert werden, wodurch sich mehr Leute outen. Ich war auch lange (6 Jahrr in Therapie). Viele fühlen sich unter Druck gesetzt (Ausbildung/Schule/Studium). Da bleibt wenig Zeit für soziales Miteinander. Gleichzeitig fühlt man sich, ohne rassistisch zu klingen, in einer Exklusion (Gegenteil von Inklusion) durch hohen Zuwachs von Migration.

3. Betroffene sollten mehr Zeit für Freizeit einplanen (Work Life Balance), Eltern, Pädagogen, etc. müssen aktiv werden, das Psychologie und Psychotherapeutenstudium muss gefördert werden, da es viel zu wenig davon gibt.

4. Ich denke nicht, dass Einsamkeit die Demokratie gefährdet.

5. Das Gefühl ist definitiv präsenter, aber nicht mehr vollständig, wie während der Pandemie.

Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar..

Ganz generell kann ich verstehen das sich Menschen einsam fühlen. Mir fehlen die Daten um hier den Schwerpunkt auf "das junge Menschen..." zu legen, daher andere Meinung.

Mir ist hier schlicht nicht klar warum es ausgerechnet die Altersgruppe 16-30 ist.

Homeoffice z.b. (weniger Soziale Interaktion als im Büro) ist mMn absolut ein Faktor bei den 20 bis 40+ Jährigen aber nicht unbedingt bei den 16 bis 18 Jährigen. Und es ist ein Faktor der seit Corona stärker zuschlägt als früher.

Online Dating als Faktor der Reales Kennenlernen ggf erschwert gibt es seit einiger Zeit und ist ebenso nicht auf die Altersgruppe fokussiert.

Corona bedingter Verzicht auf Vor-Ort Schule, Clubs, Vereine und Kulturelle Veranstaltungen ist wieder weg. Ein ggf in Folge der inflation gebliebener Verzicht (wg kleinem Geldbeutel) trifft wiederrum alle Altergruppen und nicht im besonderen die 16-30 Järigen.


DerSchnelle233  19.06.2024, 19:03

Ich vermute das liegt schlicht an der heutigen Zeit. Corona und co. ist nur ein kleiner Teil davon. Heutzutage geht es nur noch um Job und co. Alles wird teurer. Gemeinsame Aktionen mit Freunden, Familie, Partner werden weniger. Dazu werden weniger Kinder geboren. Viele entscheiden sich schon früh dazu keine Kinder zu bekommen. Eine eigene Familie zu gründen fällt dann also aus und auch damit steigt das Gefühl der Einsamkeit.

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dieLuka  19.06.2024, 19:15
@DerSchnelle233

Auch das erklärt nicht warum es ausgerechnet die Altersklasse ist. Druck fängt mMn früher an als mit 16, den merken auch 12 jährige schon und die Probleme mit Kindern Familie usw greifen absolut auch die ü30.

Ich bin Mitte 30 und bei uns war zu Schulzeiten "ihr werdet keine Rente mehr bekommen" schon kein neues Thema. Das werden die Akt 40 oder 45 jährigen wohl auch schon gehört haben und leben.

Und die Artikel die verlinkt wurden sprachen von steigerung seit corona in genau der Altersgruppe. Irgendwo da muss ja dann ein Faktor sein der primär diese Altersgruppe trifft. Mir ist nur nicht klar welcher das sein soll

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