Einrichtungsgegenstände und private Leistungen bei Vermietung absetzen?

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4 Antworten

Einrichtung wird über mehrere Jahre abgeschrieben.

Wenn Du auf das Angebot des pot. Mieters eingehen willst, biete ihm als Gegenleistung die Mietfreiheit für einen bestimmten Zeitraum an, der dem Gegenwert der Arbeitsleistung entspricht.

Vorteil für Dich: Du hast einfach weniger Einnahmen zu versteuern und damit auf einen Schlag die Arbeitsleistung abgeschrieben. Das Finanzamt fragt nicht danach, ab wann die Wohnung tatsächlich vermietet war. Den Vertrag macht man passend.

Beim Mieter spielt das aufgrund des niedrigen Betrages übers Jahr gerechnet steuerlich keine Rolle. Es wird kein fiktives Einkommen dafür angesetzt. Er hat sich seine Wohnung selbst hergerichtet und weil das etwas länger gedauert hat, ist er eben auch erst später eingezogen. So etwas ist ganz normal.

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Die Einrichtungsgegenstände kannst du als Ausgaben angeben, das ist kein Problem. Du musst sie zwar auf die Nutzungsdauer abschreiben, aber es geht.

Die Arbeit des Mieters fürs Streichen kannst du nicht absetzen. Nur das Material wie Farbe etc. In der Praxis wird es meistens so gehandhabt, dass man dem Mieter eine angemessene Zeit mietfrei (bis auf die Nebenkosten Vorauszahlung) wohnen lässt.

Aber es wäre zu überlegen ob das unbedingt klug ist. Denn nach der Rechtsprechung kann ein Mieter beim Auszug nicht zur Renovierung verpflichtet werden, wenn er die Wohnung unrenoviert bekommen hat. Daher ist es vielleicht besser,du übernimmst jetzt einmal die Renovierung selber, und dann ist der Mieter beim Auszug verantwortlich (sofern mietvertraglich so vereinbart).

Aber das liegt ganz bei dir, wie es dir lieber ist. Ich richte gerade auch eine Wohnung zur Erstvermietung her, und da habe ich ein besseres Gefühl, wenn der Mieter die Wohnung in perfektem Zustand bekommt.

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bwhoch2 09.10.2017, 19:30

Denn nach der Rechtsprechung kann ein Mieter beim Auszug nicht zur Renovierung verpflichtet werden, wenn er die Wohnung unrenoviert bekommen hat.

Bei einer möblierten Wohnung stellt sich das etwas anders dar. Man wird bei einer möblierten Wohnung in der Regel nicht davon ausgehen, dass ein Mietverhältnis viele Jahre lang dauert. Wer will schon gern über Jahre in "fremden Möbeln" wohnen.

Man richtet erst die Wohnung komplett her und ein und bietet sie dann auf dem Mietmarkt an. Bei der Rückgabe nach einem halben, 1 oder 2 Jahren, erwartet man schon, dass noch keine Renovierung fällig ist. Vor allem will man nicht, dass der Mieter alle Möbel rausräumt, schlecht renoviert und wieder einräumt und dann fängt man wieder an.

Lieber also komplett hergerichtet viel teurer als sonst renovieren und nach dem Auszug, wenn es notwendig ist, wieder selbst renovieren oder eben nur soviel ausbessern, dass der nächste es auch wieder schön findet. Das schont ganz erheblich die Einrichtung, die nicht besser wird, wenn sie in kurzen Abständen rumgeräumt und vielleicht sogar zerlegt werden muss.

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einkünftte aus vermietung und verpachtung musst du steuerlich ähnlich bewerten wie umsatzerlöse aus einem gewerbebetrieb.

nur der netto-überschuss ist steuerpflichtig, betriebskosten (sofern sie nicht vom mieter getragen werden) und investitionen kannst du mit einer einfachen einnahme-übeschuss-rechnung von der eingenommenen miete ("umsatz") absetzen.

für detailfragen wende dich am besten an einen steuerberater oder frage das finanzamt.


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User568246 09.10.2017, 17:07

Das ist mir bekannt, aber genau die Detailfrage habe ich ja hier gestellt. Danke trotzdem!

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Helmuthk 09.10.2017, 17:51

Das Finanzamt darf und wird keine Auskunft geben - ausgenommen die kostenpflichtige verbindliche Auskunft.

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