Einreiten anreiten Pferde?

6 Antworten

Ein Pferd ausbilden, sollte meiner Meinung nach nur ein Profi, den Pferdeausbildung ist noch mal was anderes, als "nur" zu Reiten. Bei einem guten Trainer wird ein Pferd weder vor Trense oder Sattel Panik bekommen/haben.

Gerade, wenn man schlechte Erfahrungen für das Pferd vermeiden oder ausschließen möchte, ist es doch meiner Meinung nach sinnvoll, diese sensible Arbeit entweder gleich einem Profi zu überlassen oder sich aber auf alle Fälle Unterstützung vor Ort zu besorgen. 

Die beste Absicht schützt den unerfahrenen Ausbilder nicht vor Fehlern. Hol dir die Tipps also bitte bei einem in der Pferdeausbildung erfahrenen Menschen vor Ort, der dich bei der Arbeit unterstützen kann, wenn du das Pferd schon nicht professionell ausbilden lassen möchtest.

Unsere Pferde stehen jetzt schon sehr lange Zeit in einem Trainings- und Ausbildungsstall. Hier - und auch in meinem reitenden Bekanntenkreis - sehen wir sehr deutlich die Auswirkungen von "irgendwie" Anreiten und professionell Anreiten. 

Ein Pferd gebisslos ein zu reiten ist absolut kein Thema. Wieso auch? Es lernt es ja gerade erst. Und das Sidepull z.b wurde ja speziell für das einreiten junger Pferde genutzt. Nun wenn du jetzt genau mit ihm machst und ihn am Boden gut vorbereitest, wirst du beim einreiten absolut keine Probleme haben. War bei mir zumindest so. Ich hab meinen 1 jährig gekauft und war jeden Tag bei ihm, hab ihn jeden Tag ne halbe Stunde aus der Herde geholt und gefüttert, geputzt, hufe sauber gemacht und ab und zu bin ich ein bisschen hin und her gelaufen und dann wieder zurück in die Herde. Mit zwei hab ich das ein bisschen gesteigert, mal bin ich spazieren gegangen und mal in den Roundpen für 10 min, da hab ich immer mal wieder was neues rein, Ball, Plane usw. Und wir haben uns die Sachen angeschaut. Ein bisschen führtrainig usw. Alles mit ruhe und ans Pferd angepasst. Und immer ein bisschen mehr, hab dann auch angefangen ihm Sachen auf den Rücken zu legen, Plane, Pad usw. Und so mit 3 Jahren habe ich ihn ab und zu gesattelt und bin mit ihm Spazieren gegangen oder als Handpferd mit genommen. Im Roundpen bin ich neben ihm hoch und runter gehüpft, hab mich aus Podest gestellt und ihn daran gewöhnt das ich höher bin, hab mich über ihn drüber gelehnt und gestreichelt. Das erste mal drauf gesetzt hab ich mich dann etwa mit 3,5, erst hab ich mich drüber gelegt und eine Freundin hat ihn geführt und dann hab ich mich kurz drauf gesetzt, gestreichelt und gelobt und dann das ganze beendet. Und dann bin ich immer wieder mal vom Podest aus aufgestiegen, kurz sitzen geblieben und wieder runter. Und dann bin ich nach 2 Wochen erst im Roundpen ein paar runden geritten und danach einmal um die Koppel geritten. Und nach etwa 5 Wochen bin ich dierekt mal alleine ins Gelände. Und er hat nie irgend welche Probleme gemacht. Jetzt ist er 4 und ich hatte ihn 2 Monate im Beritt und wir nehmen regelmäßig Unterricht bei dem Trainer. Und das klappt super.

Find ich gut.

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Ich würd ihm noch etwas Zeit lassen. Fang mit der Vertrauensarbeit an, wenn er 3 Jahre ist und lass ihn über Winter in seiner Herde und beginne mit der Gewöhnung an Sattel, Zaum und Gewicht erst im Frühjahr seines 4. Geburtstages.

Zudem ist wichtig, aus der Zäumung (hier evtl. ein Bosal zum Einreiten) und dem Sattel keine Tragik zu gestallten. Den Sattel kann man ohne weiteres mal als Anschauungsmaterial beiläufig beim Putzen oder so in Sicht-u. Riechweite des Pferdes ablegen/aufhängen, sodass das neue Sachen die dann auf dem Tier landen ihren (plötzlichen) Schrecken verlieren.

Bei allem, was du machst, mach es mit Bedacht und in Ruhe und gib ihm Zeit, Vertrauen in neue Dinge (Sattel, Zaum, Steigbügel, die an die Seite klopfen usw.). Um so stürmischer dein Pferd umso mehr Ruhe muss von dir kommen, sonst wirst du immer ein hibbeliges, unruhiges und somit auch  unkonzentriertes Tier unterm Sattel haben.

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