Einparken Nötigung?

Einparken Nötigung - (Recht, Auto, Verkehr)

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Im Prinzip war das eine Nötigung.

Allerdings wird der Hupende die Sache etwas anders darstellen. Falls dieser nun sagt, du hättest nicht gleich geblinkt und daher für ihn unerwartet stark gebremst, war das Hupen ein Warnsignal, das von der StVO durchaus gedeckt ist. Wann du genau geblinkt hast und wie stark du gebremst hast, wirst du im Zweifelsfall kaum beweisen können.

Daher kann ich dir nur raten, die Sache abzuhaken. Als Vielfahrer kommen mir solche Menschen täglich unter und ich rege mich schon gar nicht mehr auf. Es geht mir schlicht und einfach am ... vorbei.

Würden doch nur alle Nörgler und Belehrer auch so denken.

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Eigentlich ist es Nötigung, aber dies nachzuweisen dürfte nahezu unmöglich sein. Dein Gegner sieht die Sache wahrscheinlich etwas anders und sieht in Deinem Verhalten eine Nötigung. Aus Deiner Sicht hat der durch dichtes Auffahren Dich gehindert in eine Parklücke zu fahren und aus seiner Sicht hast Du unverhältnismässig stark gebremst und ihn durch Stehenbleiben an der Weiterfahrt gehindert. Was von Beidem nun war wird wohl keiner Seite nachgewiesen werden können.

Ich würde es einfach auf sich beruhen lassen, es würde sehr wahrscheinlich ohnehin zu Nichts führen. Sowas erleb ich tagtäglich und hab mich damit abgefunden dass Autofahrer irgendwie nicht richtig denken oder sehen können. Sogar wenn ein LKW quer auf der Strasse steht und der nur rückwärts in eine Einfahrt fahren möchte (was Anderes durch sein Rangieren evtl gar nicht mehr kann) worauf der weg wäre gibt es immer wieder Autofahrer die dann hinter dem bis ganz ran fahren, hupen und rummeckern (und dann so überhaupt nicht verstehen warum sie da weg sollen damit es weitergehen kann).

Wollte er dich zwingen weiterzufahren? Dann ist es Nötigung. Du hast den Blinker gesetzt und wolltest einparken. Du hättest ihn zur Rede stellen sollen und mit Anzeige drohen. LG

Nötigung durch Polizei, was hätte ich besser machen können?

Ich hatte gestern eine leider nicht ganz so schöne Situation und wollte mal fragen, was ihr an meiner Stelle getan hättet.

Folgende Situation:

Ich lebe in einer Kleinstadt, war zum Einkaufen aber in diesem Fall mehrere kleine Orte weiter entfernt. Diese kleinen Orte sind alle durch ein und dieselbe lange Landstraße miteinander verbunden. Es gibt also immer wieder Ortschaften (50 km/h) mit Landstraße (in diesem Fall 70 km/h) im Wechsel.

Ich fuhr aus dem ersten Ort raus, beschleunigte auf 70 km/h. Etwa 500m weiter war eine Ampel mit angrenzendem Rechtsabbieger. Die Ampel war rot, also bremste ich rechtzeitig ab. Noch bevor ich die Ampel erreichte, war sie wieder grün, ich konnte also zügig durchfahren und musste nur etwas im Tempo runter gehen, weil dort noch zwei Autos vor mir anfuhren.

Leider - nicht zu hören, es war leider recht windig - kam aber von rechts die Polizei mit Martinshorn und Blaulicht. Ich sah sie erst, als ich bereits auf der Kreuzung war. Sie waren geschätzt noch etwa 50m von der Ampel entfernt, es war also nicht eng, sodass sie mir fast reingefahren wären oder dergleichen.

Ich habe also wieder zügig auf die erlaubten 70 km/h beschleunigt. Hinter mir fuhr nun die Polizei mit Blaulicht und Martinshorn und fing an, die Lichthupe immer wieder zu betätigen. Leider gab es keine Ausweichmöglichkeiten nach rechts, ich habe nach Abbiegern Ausschau gehalten, aber es gab keine. Die Strecke war leicht kurvig, aber sehr übersichtlich. Es gab vereinzelt Gegenverkehr und die Polizei hat nicht überholt. Stattdessen hat sie weiterhin permanent die Lichthupe betätigt, Martinshorn und Blaulicht waren weiterhin eingeschaltet. Sie klebten mir regelrecht an der Stoßstange, sie waren nur etwa 2m hinter mir.

Die einzige Möglichkeit, die ich gesehen habe, war zu beschleunigen. Sie hielten ihren Abstand hinter mir dennoch bei, sodass ich irgendwann mit rund 100 km/h fuhr, während nur 70 km/h erlaubt waren.

Als sie endlich überholten, klebten sie direkt dem nächsten hinten dran, mit der gleichen Aktion. Für diesen PKW gab es aber zum Glück dann einen "rettenden Abbieger", sodass er die Polizei durchlassen konnte.

Als der nächste Ort kam, war dort eine dieser elektronischen Anzeigetafeln, die anzeigen, wie schnell man fährt. Während ich mit etwa 60 km/h noch immer zu schnell in den Ort einfuhr (ich war bereits am Bremsen), ist die Polizei vor mir mit 104 km/h durch gefahren. Bremslichter nicht aktiv, ob sie dennoch den Fuß vom Gas genommen haben, kann ich natürlich nicht beurteilen. Fakt ist, dass sie durch den Ort gerast sind. Glücklicherweise ist dieser Ort sehr klein und es herrscht dort kaum Verkehr.

So, nun meine Frage an euch: Was hätte ich besser machen können? Für mich gleicht diese Situation absolut einer Nötigung. Wäre ein Blitzer gekommen, wäre ich sicherlich geblitzt worden und hätte nun ne dicke Geldstrafe am Hals. Ich bin noch in der Probezeit. Egal wie dringend ein Einsatz ist, sie dürfen mich doch nicht durch sowas da mit reinziehen.

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