Einnahmeüberschuß oder doppelte Buchführung nach PBV?

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2 Antworten

Du hast im Grunde alles völlig richtig argumentiert; ihr seid buchführungspflichtig, wenn Ihr nicht zu den Ausnahmen des § 9 PBV (Befreiungen) gehört - das solltet ihr prüfen...

Die Versorgungsverträge werden mit Sicherheit gekündigt, denn ihr müsst Euch an die gesetzlichen Vorschriften halten. Die Pflegekassen haben auch ein Prüfungsrecht; zudem natürlich auch das Finanzamt.

Zudem dürften Bußgelder zu zahlen sein.

Befreiungen sind für uns nicht mehr zutreffend, sowohl was die Mitarbeiteranzahl als auch die Umsätze ohne Investitionskosten angeht. Aber noch mal was anderes, ist jemals seitens der Kostenträger die Buchhaltung geprüft worden? Die müssten denn doch schon einen konkreten Anlass hierzu haben. Routinemäßig kann ich mir das jedenfalls nicht vorstellen. Danke schon mal für Deine Antwort.

Der Totti

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@Tottilotti

Die Pflegekassen behalten sich immer ein Prüfrecht vor - dies kann also auch jederzeit erfolgen.

Das wird nicht regelmäßig durchgeführt (dazu fehlt alleine schon das Personal), aber das trifft irgendwann jeden einmal.

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Schau Dir dazu auch noch mal den § 9 der PBV an, der die Befreiungen von der PBV regelt.

http://www.gesetze-im-internet.de/pbv/BJNR152800995.html


Rechtsfolgen solltet ihr mit einem Anwalt oder Steuerberater besprechen.

Ich würd's ja machen, unser Vorstand scheint da aber beratungsresistent zu sein... Es ist frustrierend, wenn man sein Unternehmen schützen will und die Chefität nach dem "3-Affen-Prinzip" verfährt... Danke Der Totti

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@Tottilotti

Dann solltest Du vorsichtshalber Deine Meinung per Aktennotiz Deinem Vorstand schriftlich mitteilen, damit evtl. Spätfolgen nicht auf Dich zurückfallen.

Viel Erfolg!

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