Einmaliger Verdienst auf Rechnung: Wie versteuern?

2 Antworten

Es gibt klare Vorschriften, wie eine Rechnung, die das Finanzamt beim Rechnungsempfänger anerkennt aussehen muß und dazu gehört eine laufende, nachvollziehbare Rechnungsnummer sowie die Steuernummer des Auszustellenden sowie den Grund der Nichtausweisung von Mehrwertsteuer (meist Abschn.V §19 UStG, in diesem Fall §2, einmalige Tätigkeit ohne NAchhaltigkeit); ansonsten wird sie dem EMPFÄNGER nicht anerkannt und ggfalls muß er die MwST nachzahlen. Unser Unternehmen akzeptiert keine RE, wenn die Vorschriften zur Rechnungslegung nicht erfüllt sind (s. z.B. hier: http://www.akademie.de/fuehrung-organisation/recht-und-finanzen/tipps/finanzwesen/pflichtangaben-auf-rechnungen.html). Dies gilt auch für eine einmalige, nicht dem Unterhalt dienende Rechnung wie hier beschrieben. Die Steuerfälligkeit hängt vom übrigen, steuerpflichtigen Verdienst ab, bleibt dieser incl. dieser Rechnung unter dem Freibetrag bleibt der Verdienst steuerfrei. Nichtsdestotrotz ist die RE beim Finanzamt als Einkunft anzugeben.

Man muss zwischen kaufmännischen und steuerlichen Formvorschriften für eine Rechnung unterscheiden. Erstere sind von Bedeutung für die rechtlichen (vertraglichen) Beziehungen der Geschäftspartner, letztere für die Umsatzsteuer (genauer : für Entrichtung der Umsatzsteuer und Erstattung der Vorsteuer). Für die Umsatzsteuerpflicht ist dabei nicht die Gewinnerzielungsabsicht maßgeblich, sondern lediglich die Absicht, Einnahmen zu erzielen (§ 2 UStG). Da deine Tätigkeit aber nicht nachhaltig ist, greift die USt-Pflicht nicht (gleicher §).
Wichtig der Hinweis von Saarland : keine Ust. erwähnen, weder als Betrag, noch als Prozentwert, noch als Begriff.
§ 14 c Abs. 2 UStG : "Wer ... einen Steuerbetrag gesondert ausweist, ... schuldet den ausgewiesenen Betrag".
Einkommensteuerlich wäre das eine selbstständige Tätigkeit (je nach konkretem Inhalt der Arbeit käme evtl. auch gewerbliche Tätigkeit in Betracht). Aufgrund der Einmaligkeit könnte es auch zu den "sonstigen Einkünften" gerechnet werden. Das alles wäre zu versteuern. Da aber deine gesamten steuerpflichtigen Einnahmen unter dem Grundfreibetrag liegen, wird keine Steuer fällig und es besteht auch keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung (jedenfalls nicht aus diesem Grund).

Ich habe ein Gewerbe ohne Gewinnerzielungsabsicht, könnte ich Probleme mit dem Finanzamt bekommen?

Mein Fall stellt sich folgend dar: Ich habe ein Gewerbe angemeldet, da ich auf ebay im Rahmen eines ebay.shops Sachen anbiete. Mir wurde damals gesagt, wenn ich regelmäßig 10-20 Artikel im Monat anbiete, würde ich eventuell eine Abmahnung riskieren. Also wollte ich alles richtig machen und habe mir einen Gewerbeschein geholt. Beim Finanzamt habe ich mich auch persönlich vorgestellt und mir eine Steuernummer geholt. Die waren auch ganz entspannt und meinten ich müßte dann als Kleinunternehmer eine ganz normale Einkkommenssteuererklärung machen. . Dazu wurde ich jetzt auch für 2011 aufgefordert. Nach meiner Jahresbilanz mache ich allerdings ein dickes Minusgeschäft, da ich nur gebrauchte Kinderkleidung meiner Kinder und neu Kleidung meiner Kinder, die sie auch verschiedenen Gründen nicht getragen haben verkaufe. Kinderkleidung ist meine große Leidenschaft und so gebe ich viel viel mehr aus, als ich mit dem Verkauf der gebrauchten Sachen einnehme. Ich lese jetzt immer wieder von Liebhaberrei und das man eventuell einen enstandenen Schaden teuer bezahlen muss. Ich muss dazu sagen, das ich und mein Mann gar keine weiteren Einkünfte in Deutschland zu versteuern haben, da mein Mann in Dänemark arbeitet und sein Gehalt dort versteuert wird. Demnach senken wir mit meinem Gewerbe keine anderen Einkünfte und auch nicht das Steueraufkommen. Meiner Meinung nach entsteht so auch kein Schaden den ich begleichen müßte, oder? Ich möchte mein Gewerbe eigentlich nicht aufgeben, da wir die schönen Kleidungsstücke nicht in die Altkleidersammlung geben wollen und ich bei ebay auch rechtlich auf der sicheren Seite stehen möchte. Mein Geschäft wird niemals einen Gewinnerzielen, das war auch von Anfang an klar. Dies habe ich auch beim Gewerbeamt angegeben, die um die brisante Lage bei Ebay (Gewerbe oder nicht) wussten und mir den Schein gegeben haben. Auch beim Finanzamt hat keiner gesagt, das ich es lieber sein lassen sollte, da ich sonst Probleme bekomme. Ich wäre froh, wenn jemand ein Antwort darauf hätte, was nach meiner Abgabe dieser katastrophalen Bilanz passieren wird. Vielen Dank euch!

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Monatliches Gehalt und Abgaben ermitteln als Freiberufler...

Hallo zusammen...

ich habe da noch eine Frage wegen dem Thema Freiberuflichkeit!

Ich möchte mein erforderliches Monatsbrutto ermitteln, mit dem ich rechnen muss, damit ich über die Runden komme und um gleichzeitig abzuwägen, ob es sich für mich lohnen könnte als Freiberufler tätig zu werden.

Ich habe mir folgende Rechnung aufgestellt...

Mtl. Bruttoeinnahmen: EUR 5.000 abzgl. EUR 1.151 LSt. (IV) abzgl. EUR 63 SolZ. abzgl. EUR 103 KiSt ergibt mtl. EUR 3.683 nach Steuern

Jetzt muss ich aber noch an die Sozialabgaben denken: EUR 3.683 abzgl. EUR 775 (Krankenversicherung 15,5%) abzgl. EUR 110 (Pflegeversicherung 2,2%), abzgl. EUR 980 (Rentenversicherung gesetzlich 19,6%) abzgl. EUR 150 (Arbeitslosenversicherung 3%) ergibt mtl. EUR 1.668.

Vorsichtshalber denke ich auch mal an die Unfallversicherung (freiwillig bei der BG), die ca. EUR 300 jährlich beträgt und eine Berufshaftpflicht i.H. von EUR 250 jährlich, also zusätzlich im Monat ca. EUR 46, sodass ich unterm Strich noch EUR 1.622 netto in der Tasche hätte!

Ist meine Rechnung so richtig oder muss man anders rechnen???

Ich gehe davon aus, dass man als Selbstständiger (Freiberufler) natürlich alle Kosten selber tragen muss, so auch die vollen Beiträge zur KV oder Rente usw.

Wenn jemand gute Tipps hat, die in der Anfangszeit helfen, wäre ich sehr dankbar!

Kann man sich eigentlich von der Rentenversicherung (gesetzlich) befreien lassen und anstatt dessen lieber eine private Rentenversicherung abschließen, von der man u.U. mehr hat???

Und... der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist doch freiwillig, genauso wie der zur Unfallversicherung bei der zuständigen BG, oder???

Vielen Dank im Voraus

MfG

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Einmalige Nebentätigkeit ohne Gewerbeanmeldung? Unterschiedliche Angaben vom FA

Hallo, ich hoffe ich kann hier meine Situation und die daraus resultierende Problematik im folgenden klar genug darstellen ohne dass wichtige Angaben fehlen. Sollte dies der Fall sein macht mich bitte darauf Aufmerksam. Ich werde die Angaben schnellstmöglich ergänzen.

Ich bin Hauptberuflichin einem Handwerksbetrieb angestellt. Jahresbruttoeinkommen ca. 16.320,00 €/ Netto 12.178,68€ Jetzt hatte die Möglichkeit, in unbezahltem Urlaub meiner Hauptberuflichen Tätigkeit, über die letzte Woche einmalig 2700€ zu verdienen. Dafür muss ich eine Rechnung stellen/schreiben. Da ich mich schnell entscheiden musste, von einem Tag auf den anderen, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen konnte ich mich nicht vorher Informieren wie ich jetzt verfahren muss. Ich ging davon aus dass ich dann im Nachhinein ein Nebengewerbe anmelden würde und damit wäre die Sache gegessen. Ich hatte diese Woche ein Vorstellungsgespräch und nun steht warscheinlich ein Arbeitgeberwechsel bevor und dieser neue Arbeitgeber möchte nicht dass ich ein Nebengewerbe habe. Ich müsste also das Gewerbe anmelden und gleich, in ca. 2-3 Monaten, wieder abmelden. in dieser Zeit werde ich keine weiteren einnahmen aus dem Nebengewerbe haben. Das bedeutet ja dass ein Gewerbe im Grunde nicht gillt da keine Nachhaltigkeit besteht. Jetzt ist die Frage ob ich das ganze (einmaliges Nebeneinkommen) auch ohne Gewerbeanmeldung ordentlich versteuern und eine Rechnung stellen kann? Inzwischen war ich 2x beim FA und habe einmal dort angerufen und jedes mal unterschiedliche Aussagen erhalten.

Aussage 1: Eine Rechnung von Privat ist möglich. Ich muss die Einnahmen lediglich bei "sonstige Einkünfte" in der nächsten Steuererklärung angeben. Ich muss nat. ausweisen dass die Rechnung ohne Steuern gestellt wird.

Aussage 2: Eine Rechnung von Privat ist möglich. Ich muss die Einnahmen lediglich bei "sonstige Einkünfte" in der nächsten Steuererklärung angeben und ein formloses Schreiben ans FA schicken in welchem ich über diese Nebeneinkünfte informiere. Ich muss nat. ausweisen dass die Rechnung ohne Steuern gestellt wird.

Aussage 3: Eine Rechnung von Privat ist nicht möglich. Ich muss ein Nebengewerbe anmelden um eine Steuernummer zu erhalten welche auf JEDE Rechnung gehört.

Welche der Aussagen trifft auf mich zu bzw welche Regeln werden in meinem Fall angewendet? Wie hoch ist der zu erwartende Steuersatz?

Ich habe mich natürlich schon durch sämtliche Foren gelesen und bis jetzt keine eindeutige Aussage gefunden nach welcher ich guten Gewissens handeln kann. Sollte ich jetzt bei dieser Recherche etwas übersehen haben bitte ich um Entschuldigung, mir schwirrt mitlerweile der Kopf von den vielen, gegensätzlichen Angaben.

Für die Hilfe im vorraus vielen Dank!!

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Wie stelle ich korrekt als Privatperson eine Rechnung und wie führe ich die Steuern ab?

Hallo! Ich lege schon seit längerem auf (DJ), muss nun jedoch erstmals eine Rechnung stellen. Da ich das Auflegen vorerst nicht gewerblich betreibe, muss ich diese Rechnung als Privatperson stellen. Ich habe folgende Fragen:

  1. Muss ich diese Rechnung bzw. diese einmalige Tätigkeit beim Finanzamt vorher melden?
  2. Welchen Betrag muss ich auf die Rechnung schreiben ? Brutto Netto?
  3. Muss ich Steuern abführen? Und wenn ja, wie?
  4. Muss ich aufgrund dieser Rechnung eine Steuererklärung machen, und wenn ja wo führe ich diese Rechnung auf?
  5. Wieviel Geld darf ich auf dieser Rechnung ausweisen?

Ich wär jegliche Hilfe sehr dankbar, da ich momentan noch 17 bin und davon leider keine Ahnung hab.

Vielen vielen Dank!!!

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Auto über Firma leasen? Finanziell lohnenswert?

Hallo, vorab zu meinem Vorhaben. Ich bin von geiziger Natur und versuche immer meine Kostenpunkte zu minimieren. Ein großer Kostenpunkt ist mein Auto. Derzeit habe ich noch ein älteres Auto was sehr viel Sprit frisst und daher schaue ich mich nach Alternativen um.

Ich bin Angestellter und mein Weg zu Arbeit beträgt einfach 45 km. Ich bin am überlegen ob ich meinen Arbeitgeber bezüglich eines Firmenwagens ansprechen könnte (den ich privat und zum Weg zu Arbeit nutzen könnte). Ich habe mir mal ein Beispielmodell rausgesucht um es durchrechnen zu können:

Mercedes-Benz A 220 4MATIC

Kaufpreis ab Werk: 33.765,00 Euro

Leasing-Sonderzahlung 0,00 %: € 0,00

Laufzeit in Monaten: 48

Gesamtlaufleistung: km 100.000

Mtl. Leasingrate: € 487,17

Mtl. Rate Haftpflicht und Vollkasko ab: € 59,00

Mtl. Gesamtrate Business-Leasing plus(netto)*: € 546,17

Dazu habe ich mir einige Überlegungen gemacht, wo ich aber nicht alles verstanden habe. Daher meine Fragen:

  1. Die angegebene Versicherung von Mercedes ist HDI und wird mit einer Schadenfreiheitsklasse von 21-35 berechnet. Muss ich die Versicherung extra abschließen oder läuft das über die Firma oder direkt über die Leasingfirma? Dann könnten die Kosten für die Versicherung ja teilweise stark abweichen.

  2. Angenommen ich erhalte vom Arbeitgeber eine Tankkarte, mit der ich für den Firmenwagen tanken kann, fallen für mich dann nur noch steuerliche Kosten an? Oder fallen auch noch Kosten wie Reperaturen, KfZ-Steuer an?

  3. Gehalt liegt bei ca. 3500 Euro. Wird dies dann um die Leasingrate von 550 € minimiert und um das Tankvolumen von ca. 150 €? Dann würde sich mein Bruttogehalt auf 2800 Euro belaufen?

  4. Es gibt eine 1% Regelung und ein Fahrtenbuch. Mein privat gefahrener Anteil wird denk ich bei ca. 20% liegen, daher würde sich ein Fahrtenbuch sicherlich lohnen, oder?

  5. Wie hoch werden die steuerlichen Kosten sein? Meine Rechnung beim Fahrtenbuch wäre: 33.700 * 1 %= 337 € pro Monat zu versteuern. 337 € * 20 % = 67,40 € was ich wirklich versteuern müsste.

  6. Auf Frage 3 würde mein monatliches zu versteuerndes Einkommen nun statt 2800 € jetzt reell 2867,40 € betragen? Wobei mir bewusst ist das erstmal 3137 € versteuert wird und das ich das "zu viel versteuerte " über die Steuererklärung zurückholen kann.

  7. Ich habe gelesen das der Arbeitgeber einen steuerlichen Vorteil bei einem Leasing-Firmenwagen hat. Allerdings habe ich keine prozentuale Angaben gefunden. Was spart sich meine Firma bei diesem Beispiel? Das wäre vielleicht hilfreich in meiner Argumentation.

Ich weis ich habe sehr viele Fragen gestellt. Leider habe ich zu diesen Fragen keine 100%ige Antwort gefunden die ich auch verstanden habe. Vielleicht könnt ihr mir bei einigen Fragen weiterhelfen oder habt noch einige Tipps wo ich was vergessen habe zu bedenken. Ich DANKE euch vielmals!

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Minijob, Midijob und Selbstständig - welche Konstellation macht Sinn?

Ich habe einen Minijob bei Firma A (7 Std/Woche für 400€), der aber demnächst auf Midi (700€) erweitert wird.

Zusätzlich arbeite ich auf Rechnung für ein zweites Unternehmen B (momentan noch als Student über Österreich) und fange demnächst für eine dritte Firma C ebenfalls an, wo ich auf Stundenbasis Rechnungen schreiben werde.

Jetzt frage ich mich:

  • Was bedeutet das steuerlich für mich?
  • Ist es geschickt, auch für Firma A als Selbstständiger Rechnungen zu schreiben (statt Midijob)?
  • Habe ich trotz Midijob einen Freibetrag von 8600€ als Selbstständiger?
  • Wie hoch sind die Abgaben im Midijob, wenn ich Einkünfte aus Selbstständigkeit habe?
  • Sind Kranken- und Rentenversicherung günstiger über den Midijob oder als Selbstständiger?

Vielen Dank

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