Einmal hauen und fragen "Sag, wo er ist!" Ist das schon Folter?

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4 Antworten

wenn man betrachtet, was genau mit den menschen gemacht wurde, gibt es sicher unterschiede: wurde der mensch gefährlich oder dauerhaft verletzt oder nicht, dauerte das ganze lange oder nicht...

jedoch weiß das opfer nicht, was da noch alles kommt; sie ist völlig hilflos ausgeliefert. und daher ist die situation auch, wenn gar nicht viel passiert, belastend, möglicherweise traumatisierend und kann daher auch dauerhafte psychische spuren hinterlassen, die das leben des opfers fortan prägen.

möglich wäre z.b., dass sich ein traumatisiertes, panisches opfer nach einem einschüchterungsversuch durch die polizei suizidiert- weil es polizei an jeder ecke gibt und das opfer sich erneuten übergriffen entziehen möchte.

Ich muss meinen ganzen Vorrednern widersprechen: es gibt ja schon auch in Deutschland erlaubte härtere Verhörmethoden. Also scheint es ja schon Abstufungen zu geben, wobei die Grenze willkürlich festgelegt ist.

Da wäre die Sache mit dem Schlafentzug. Das ist natürlich verboten. Trotzdem gibt es auch in Deutschland Dauerverhöre, die den Befragten unter Druck setzen sollen.

Robco 12.08.2017, 14:31

Wenn durch den Rechtsanwalt angeführt wird, dass über längere Zeit und mit Druck vernommen wurde, führt das schneller als man "Belehrung" sagen kann zu einem Beweisverwertungsverbot...

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Nein. Es gibt keine Abstufungen.
Und nein: Körperverletzung ist und bleibt Körperverletzung.

Folter ist Folter. Da gibt es keine Abstufungen.

Auch Schlafentzug ist Folter, auch wenn man dem Delinquenten da nichts ansehen kann.

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