Einmal ein Opfer, immer ein Opfer?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Dita,

Immer Opfer? Nein, natürlich nicht!

Ich bin in letzter Zeit schon einige Male über Deine Fragen gestolpert, und Du scheinst immer die gleichen Probleme zu haben, das heißt, da ist etwas, mit dem beschäftigst Du Dich gerade sehr intensiv. Das ist gut so, denn genau so wirst Du mit der Zeit auch eine Lösung finden! Deine Fragen kenne ich auch, und ich habe mich genauso wie Du damit beschäftigt.

So wie ich Dich einschätze, bist Du im Grunde ein sehr friedlicher, freundlicher Mensch. Das ist auch gut so. Aber, Du musst Dir klarmachen, dass nicht alle Menschen so sind. Es gibt Zeitgenossen, für die ist es ein Spaß, anderen Menschen wehzutun und das Leben schwer zu machen. Das baut die auf, daraus schöpfen die ihren Selbstwert. Aber der ist sehr wackelig, denn tief in ihrem inneren sind sie unsicher und verletztlich. Das zeigt die Reaktion auf Dein ignorieren. Das hat sie verletzt, deshalb musste sie Dich bestrafen und hat Dich bei einem Freund schlecht gemacht, der Dich dann blockiert hat. Wenn der sich so beeinflussen lässt, ist er kein Verlust.

Aber zu Dir: einerseits reagierst Du verletzt und spielst auch Deine spielchen. Du ignorierst sie, und eröffest damit den Kampf. Du hast in der Vergangenheit immer wieder erlebt, dass sie Dich danach verletzt hat. Wenn Du jemanden ignorierst, dann wird er immer aggressiv reagieren. Du hattest in der Vergangenheit einen Konflikt mit dieser Frau, und wenn Du sie triffst hast Du auch noch nicht abgeschlossen, und wunderst Dich, dass der Konflikt gleich weitergeht. Da steckst Du schon noch mitten drin im Konflikt. Sicher ist es leichter, den Fehler bei Anderen zu suchen, aber Du hast halt auch Deine Fehler.

Weiterhelfen werden Dir zwei ganz andere Dinge: Du musst genügend Selbstbewusstsein aufbauen, dass Du derartige Attacken aushalten kannst. Selbstbewusst! Ohne zurückzuschlagen! Auch ohne zuerst zuzuschlagen. Einfach nett und freundlich sein. Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass Du sie nicht ändern wirst! Es gibt sehr viele Menschen, die so drauf sind. Wenn Du einfach immer nur sachlich und freundlich bist, wird sie Dir nichts mehr vorwerfen können. Ansonsten würde ich ihr einfach aus dem Weg gehen. Wie bisher auch. Machtkämpfe führen nicht weiter, die verlieren immer nur beide. Also warum Zeit und Energie verschwenden? Du leidest unter ihren Attacken, sie findet Spaß daran.

Wenn sie Dich direkt angreift, dann gibt es da schon Mittel und Wege, wie Du darauf reagieren kannst. Grundlage ist dann ein gesundes Selbstbewusstsein: Du nimmst zur Kenntnis, dass sie Dich angegriffen hat, und antwortest mit einem ein- oder zweisilbigen Kommentar! "Ach was!" "Tatsächlich!" "Echt!" und gut ist. Einfach nicht weiter darauf eingehen. Sie merkt, dass es Dir am Allerwertesten vorbeigeht und ihr teuflisches Lächeln verwandelt sich schlagartig in Ratlosigkeit! Sie wird das immer weiter probieren, deshalb ist es besser ihr schlicht aus dem Weg zu gehen, und es dabei zu belassen.

Und dann such Dir einfach Freunde und Menschen, die respektvoll mit Dir umgehen, beschränke einfach den Kontakt mit solchen Giftspritzen auf das absolut Nötigste. Die ändern sich erst, wenn sie massiv Probleme bekommen damit sie etwas ändern müssen. Und das wirst du nicht auslösen. Liegt daran, dass Du offensichtlich keine ausgebildete Therapeutin bist. Bin ich auch nicht. Und auf deren Niewo will ich mich auch nicht herablassen!

Dein Freund hat insofern Recht, dass es Menschen gibt, die Dich erst respektieren, wenn Du ihnen einen Baseballschläger durch die Fr*sse gezogen hast. Aber ganz ehrlich? Willst du das wirklich?

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit damit umzugehen: die Gewaltfreie Kommunikation. Ist zwar sehr standardisiert, aber trotzdem nicht so einfach zu lernen. Da konfrontierst du di3e Anderen mit ihrem Verhalten, mit genau dem, was jeder soeben beobachten konnte. Viele tun sich schon damit sehr schwer, die Realität zu akzeptieren. Und dann sagst Du, was das mit Dir macht, nennst selbstbewusst Deine Gefühle, die das erzeugt. Danach bittest Du den Anderen selbstbewusst darum was er tun kann, damit es Dir besser geht. Wenn Du Dich so offen mit Deinen Gefühlen zeigst, ist das eine äußerst starke Position. Du zeigst dem Anderen, dass Du ihn und sein Verhalten aushältst! Ohne aggressiv zu werden! Ohne verletzt zu sein.

Ist halt richtig schwierig. Weil Du akzeptieren musst, dass die Menschen sind, wie sie sind, und ihr Verhalten nicht bewusst gelernt haben, sondern an Vorbildern in ihrer Umgebung abgeschaut haben oder einfach durch Versuch und Irrtum gelernt haben. Und natürlich, irgendwann einmal wissen sie um die Wirkung und dann machen die das bewusst.

Zu Deinen Fragen: Wenn Du Andere ignorierst, dann eröffnest du den Kampf. Das wird also nicht wirklich eine Lösung bringen. Auch das ignorieren der Telefonanrufe wird nichts bringen, es sei denn Du gehst ran, und sagst denen, dass sie Dich in Ruhe lassen sollen.

Und nein, die Opfer sind den Tätern alles andere als gleichgültig, warum denn die Mühe und Zeitverschwendung, wenn die Opfer gleichgültig wären. Nein, die Täter geniesen das Leiden der Opfer. Die brauchen das, das ist ihr Lebenselexier. Es gibt für Dich nur die Möglichkeit, das zu erkennen, einzuordnen und zu akzeptieren. Sobald Du aufhörst zu glauben, dass die sich ändern werden, wirst Du anders mit denen umgehen. Du wirst ihr wahres Wesen erkennen, und nicht mehr erwarten, dass sie anständig werden. Von da an wirst Du völlig anders mit ihnen umgehen. Ihre Angriffe werden ins leere laufen, weil Du nicht mehr erwarten wirst, dass sie sich anständig verhalten werden, sie können das auch gar nicht! Und sie wollen es auch nicht.

Würde mich nicht überraschen, wenn Du eine Therapie brauchst, um das zu lernen.

LG

Hallo Barney,

Danke für deine ausführliche Antwort. Das Ignorieren habe ich neuerdings, also letzte Woche, angefangen. Danach war ja 1/2 Jahre Ruhe.

Ich habe mich für das Ignorieren entschieden, weil ich in der Vergangenheit gemerkt habe, daß Reden nicht viel hilft. Ich erhielt Anrufe, wo sie von dem Handy eines Bekannten anrief, ging dann natürlich davon aus, er wäre das. Da wurde mir dann ein Strick aus verschieden Dingen gemacht, meine Mutter wurde beleidigt und sie will am Ende nichts davon gesagt haben.

Ich hätte einfach auflegen sollen, anstatt mich in diese Opferrolle zu begeben. Ein Beispiel von vielen und letztlich tut das auch garnicht mehr zur Sache.

Ich wollte ihr nie den "Kampf" ansagen, habe einfach entschieden, es macht keinen Sinn. Es ist nur ein Spiel wo es um Macht und Kontrolle geht und diese Macht und Kontrolle habe ich auf das ganze Eingehen in der Vergangenheit verloren.

Ich denke aber ich verstehe dich richtig. Ich habe eben auch meine Anteile und mich auf eine eher unreife Art und Weise zur Wehr gesetzt - weil ich es nicht besser konnte.

Und wie du schon sagtest, die Blockierung dieses Bekannten/Freundes wie auch immer, kommt nicht so ganz zufällig. Deswegen die Zusammenhänge. Ich stehe bei manchen Menschen wegen den Ausraster schon doof dar, weil sie immer sehr subtil vorging und eben auch auf das Umfeld einwirkt(e).

Wir sind Erwachsene Menschen und natürlich wünscht man sich da eine normale Kommunikation auf Augenhöhe. Die ganze Geschichte fing auch eher schleichend an. Mehrere Grenzüberschreitungen und immer sagte sie den anderen, sie wolle mit mir reden - bis dann die nächste Intrige stattfand.

Eben eine Ansammlung von endlosen Vorfällen, diese so viel Energie rauben und irgendwann habe ich mir gesagt, ich schlage zurück und setze mich nicht mehr damit auseinander.

Und wenn wir bei dem Thema Selbstwert und Selbstbewusstsein sind, weiß ich dass sie nicht die selbstsicherer Person ist, die sie vorgibt zu sein. Getrieben davon alles mögliche daran zu setzten an Aufmerksamkeit zu erlangen. Erhielt ich in der Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit, so musste das korrigiert werden.

Ich habe mich sehr viel mit Narzissmus, toxischen Menschen, Psychopathie etc. auseinandergesetzt und zwar wird Ignorieren nicht als einzige Lösung beschrieben, dennoch scheint sie eine zu sein und ich habe überlegt, welche die beste für meine Situation zu sein scheint.

Besser wäre es, wenn es mir egal wäre, aber das ist es (noch) nicht. Ich ging soweit mich von Menschen zu distanzieren, die mit ihr zu tun haben und ein Telefonnummerwechsel steht in nächster Zeit an.

Was mich bei dieser Begegnung mehr verletzt hat, war irgendwie ein Schamgefühl. Ich bin wütend auf mich und das ich mich näher mit einem Freund von ihr eingelassen habe. Jetzt nicht sexuell oder so - wobei er nicht abgeneigt gewesen war. Ich habe ihm kennen gelernt wo sie eben auch war (die beiden kannten sich) und was ich nicht wusste war, dass er mich benutze um sie eifersüchtig zu machen. Das hat sich eben alles erst später rausgestellt und nun habe ich mit ihm seit 1 Jahr keinen Kontakt mehr, weiß aber das beide "wieder" in Kontakt stehen.

Das war eben auch so eine schwierige Situation für mich weil ich ihm vertraut und geglaubt habe. Er hat mir immer versichert mit ihr abgeschlossen zu haben usw. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was er ihr erzählt haben könnte und ob sie DESWEGEN acht.

Im Endeffekt ist mir schmerzlich klar geworden, dass auch er ihr ähnlicher zu sein scheint als ich wahrhaben wollte und diese Wut auf mich, die werde ich nicht mehr los!!!

Zum Thema: T H E R A P I E

Vor einem Jahr war ich noch in Behandlung. Meine Therapeutin sah es ähnlich, dass es sich bei dem Mann nur um ein Spiel ging, sie hat es nur anders formuliert. Das ich eben auch Dinge hinterfragen und wachsamer werde. Das sie Recht hatte wusste ich spätestens, nach der Erkenntnis als ich wusste, dass beide wieder in Kontakt stehen - obwohl sie wie er sagte schwer krank, schizophren usw. ist. Er machte sich eben lustig. Und alleine die Tatsache zu wissen, dass er so abfällig wie er über sie auch über mich sprechen wird.

Nun bin ich etwas vom Thema abgeschweift, aber wenn du bis hierhin gelesen hast, erkennst du sicherlich, wie schwierig eben die Gesamtsituation ist.

Ich denke andererseits, man lernt nie einen Menschen ohne Grund kennen. Man zieht das an was man ausstrahlt und mir wird klar, was das eigentlich auch alles mit mir zu tun hat.

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@Dita80

Hallo dita,

da hast Du ja schon einiges gelernt. Zumindest vom Verstand her. Aber ich verstehe jetzt besser, wo ich mich noch nicht klar genug ausgedrückt habe.

Jeder Mensch, ganz ohne Ausnahme, möchte beachtet und respektiert werden. Wenn das nicht erfolgt, dann wird absolut jeder Mensch zumindest ärgerlich. Das ist so, daran kannst du nichts ändern. Was Du ändern kannst, ist, wie Du damit umgehst. Es ist klar, sie ist, wie sie ist, und sie wird sich ohne Grund nicht ändern. Und Du wirst sie auch nicht ändern. Deshalb sehe ich nur den Weg, dass Du freundlich zu ihr bist, wenn Du sie triffst, nichts persönliches redest, und Dich möglichst schnell von ihr verabschiedest. Einfach jedem Kontakt aus dem Weg gehen. Und durch Deine freundlichkeit reizt Du sie nicht unnötig. Mehr kannst Du nicht machen.

Unter halbwegs normalen Menschen wäre der richtige Weg, miteinander zu reden. Auf Augenhöhe, mit gegenseitigem Respekt. Aber das geht mit manchen Menschen eben nicht. Die wollen immer alles unter Kontrolle halten. Und ja, natürlich hast Du das richtig erkannt! Da steckt eine tiefe Angst und Verunsicherung dahinter. Solche Menschen haben kein Selbstbewusstsein. Aber in aller Regel sind das selbst nur Opfer. Wurden in ihrer Kindheit schlecht behandelt, haben einen Minderwertigkeitskomplex. Und so haben sie diesen Kontrollzwang entwickelt, mit dem sie ihre eigene Unsicherheit einigermaßen erträglich gestalten können. Dieses Kontrollverhalten haben sie in der Regel von ihren Eltern gelernt. Am Vorbild. Hintergrund ist die Autoritäre Erziehung. Die geht grundsätzlich davon aus, dass Kinder böse sind und dass sie nur durch Strafe auf dem richtigen Weg gehalten werden können. Das wird so von Generation zu Generation weitergegeben. Die Kinder erfahren das in ihrer Erziehung und verinnerlichen das. Und dann geben sie es an ihre Kinder weiter. Der Mechanismus ist bekannt und ein alter Hut. Die Informationen darüber sind frei zugänglich, jeder kann sich informieren. Alle haben eine große Klappe, sie würden etwas von Psychologie verstehen, und wissen nur die Methoden, mit denen sie Anderen maximale Gewalt antun können. Psychologische Untersuchungen zeigen aber ein ganz anderes Bild: Grundsätzlich ist das ursprüngliche Motiv eines Menschen immer eine positive Idee. Durch die verquere Art der Erziehung lernt er aber, den Anderen als schlecht wahrzunehmen und ihm Gewalt anzutun. Das ist ein in sich geschlossenes System, das sich dann wieder selbst erklärt. Wenn man genau hinschaut, dann ist es unsinnig. Hält einer Überprüfung nicht stand. Das ist hinreichend erforscht und belegt. Wer sich da wirklich damit beschäftigt hat, kommt um diese Erkenntnis nicht herum.

Aber genau diese gelernte, falsche Einstellung führt dazu, dass gegenseitiger Respekt nicht möglich ist. Die Mechanismen stammen noch aus der Kaiserzeit, und sind noch Heute wirksam. Das kostet unsere Wirtschaft jährlich Milliarden. Erst langsam beginnt in einigen wenigen Unternehmen ein Umdenken. Und im zwischenmenschlichen Bereich ist das natürlich das Selbe.

Es tut mir leid für Dich, dass Du so benutzt wurdest. Ich kann verstehen, wie schmerzlich das ist. Die Beiden haben offensichtlich ein Problem miteinander. Sie führen einen Machtkampf. Eine ebenbürtige Partnerschaft ist das nicht. Er versucht, sie unter Kontrolle zu bekommen, indem er sie mit Dir eifersüchtig macht. Sie lässt ihren Frust and Dir aus. Machtkämpfe verlieren immer Beide. Immer. Unter diesen Umständen würde ich der Beziehung keine allzulange Dauer prognostizieren. Vielleicht tröstet Dich das ein klein wenig. Die enorme Scheidungsrate erklärt sich genau so.

Das mit der Opferrolle würde ich nicht so dramatisch sehen. Sicher, es ist kein ganz einfacher Weg, das Selbstbewusstsein so zu entwickeln, dass Du mit den "Seltsamkeiten der Menschen" leben kannst. Das kann sehr Schmerzlich sein, hast Du aj selbst erlebt. Aber wenn Du Dich einmal mit der Thematik auseinandergesetzt hast, dann kannst Du verstehen, warum die Anderen so sind, wie sie sind. Es hilft nichts es ihnen nachzutragen. Wie hreißt es schon in der Bibel?

Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!

Du musst Dich dem ja trotzdem nicht aussetzen. Manche reagieren schon gereizt, wenn sie merken, dass Du ein gesundes Selbstbewusstsein hast. Da merken sie dann nämlich, dass ihre althergebrachten Tricks und Methoden nicht funktionieren. Und das macht sie aggressiv.

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@Barney123

Wenn sie schizophren ist, dann leidet sie offensichtlich unter diesen 'Gemeinheiten, die sie aber offensichtlich selbst mitlebt. Für den Auslöser von Schizophrenie gibt es das Vulnerabilitäts-Stress Modell, bei dem die Verletzlichkeit einer Person als einer (von Mehreren Faktoren) gilt, dass diese Krankheit ausgelöst wird. Wie respektvoll die miteinadner umgehen, siehst Du ja daran, dass sie sich gegenseitig eifersüchtig machen müssen und er über sie lacht. Sei froh, dass Du den armseligen Typen los bist. Lass Dich von seinem Gerede nicht beeinflussen, Du musst Deinen eigenen Wert kennen. Such Dir Freunde, die Dich so respektieren wie Du bist.

Es gibt, und es wird es immer geben, Menschen, die Ihren Frust an Anderen auslassen müssen. Dann kommen sie sich toll und stark vor. Den Hintergrund der Erziehung habe ich Dir ja oben beschrieben. Damit musst Du leben lernen. Du kannst die Menschen nicht ändern. Die haben das nicht anders gelernt. Es wird immer Menschen geben, die einen Fehler an Dir finden. Notfalls erfinden sie halt einen. Sie mögen Dich nicht? Wie sagte doch Horst Eberhard-Richter so schön?

Ist das Gefühl nur stark genug, spielen Fakten keine Rolle mehr!

Also lass es, Du wirst die Beiden nicht ändern. Wie singen doch die Ärzte in "Lasse redn"?

Drum lebe glücklich und zufrieden, das ärgert sie am Meisten!

LG

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@Barney123

Richtig. Es geht sich um die Kontrolle. Die beiden sind zwar nicht zusammen weil er sich seine Ex warm hält ( Nähe und Distanz Problem ) jedoch ist davon auszugehen, dass da was gelaufen ist - was letzendlich auch EGAL ist. Seine Ex hat er im Gegensatz zu ihr unter Kontrolle weil sie der unterwürfige idealisieriende Part ist.

Mit dem Selbstbewusstsein ist eben so eine Sache. Ich wage zu bezweifeln, dass irgendjemand von uns ( den beschrieben Personen ) wirklich Selbstbewusst ist und wir alle mehr oder weniger eine schöne Kindheit gehabt hatten und dadurch negativ geprägt wurden. Man könnte sagen, es ist eine Art Spiel, dieses eben durch Machtkämpfe und On/Off Beziehungen geprägt ist. Der andere Mensch wird zu einer Droge. Diesen Entzug hat dieser Mann in mir wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Idealisierung zu Anfang ausgelöst.

Wie wir wissen, bleibt es nicht bei der Idealisierung sondern es übergeht zur Abwertung. In dieser Abwertungsphase habe ich mich monatelang befunden und kämpfe immer noch mit den Folgen. Ebenso wurde ich Opfer von den ganzen Eifersuchtsdramen, wobei ich ausdrückte, er solle dies sein lassen. Gehört aber zum Spiel und was zum Spiel gehört, dass bleibt auch im Spiel!

Setzt man sich mit der Realität auseinander, so wird einem klar, dass das alles nur ein Spiel war und es gegenwärtig immer noch eines ist. Was hingegen aussagekräftig ist, ich habe zwar mit mir spielen lassen, ihm aber nicht zum Gewinner gemacht. Das es ein Spiel war, wusste ich erst nachher. Sind Menschen erstmal aus der Bildfläche so hat man viel Zeit und alles wird auf einmal so ersichtlich klar.

Ein Teil von mir, findet keine Ruhe. Der Heilungsprozess ist nicht überstanden. Diese Bekanntschaften haben mich an das eigene innere Kind erinnert, ohne es zu wissen, waren diese Begegnungen das was ich immer schon kannte.

Eine Youtuberin sagte mal die Zeit mit "toxischen" Menschen ist nach Lichtjahren zu berechnen. Daher kommt es einen so lange vor und der Heilungsprozess dauert bei manchen Menschen, daher auch so enorm lange. Geheilt ist man erst, wenn man das Gefühl der Gleichgültigkeit erreicht hat. Wenn ich ihm zufällig begegne, empfinde ich das Gefühl von Hass und Ablehnung, ähnlich wie bei ihr. Er vermittelt eher den Eindruck, ich hätte nie exestiert durch seine sehr überzeugende Ignoranz. Man sieht keinen Gesichtsausdruck der irgendwas an Gefühlen vermittelt - kalt und leer.

Vielleicht ist das die Bestrafung, wenn wir schon beim Thema sind? :-D

Es wird sicherleich einfacher und die Jahre vergehen. So wie ich davon überzeugt bin, dass es einen Grund gab, dass diese Menschen in meinem Leben nicht mehr exestent sind.

In meiner Phantasie stelle ich mir einen würdevolleren Abgang vor, weil ich so schwach und hilflos gewirkt habe. Auch wenn mir das egal geworden ist, bin ich ein Stückchen weiter.

Ich sollte ihnen nicht zu viel Macht zusprechen. Letzendlich sind es auch nur Menschen, die Opfer ihres eigenen Spiel`s wurden. Nur ein Bewusster Mensch ist sich dem im Klaren. Ein Spiel ist aber aus meiner Sichtweise vergänglich und kann nicht auf ewige Zeiten gespielt werden. Es kommen neue Spielfiguren dazu und nicht jeder will als Verlierer rausgehen.

Als ich meine Therapeutin frage, warum Menschen spielen sagte sie nur:

  • Das Leben ist aufregend!
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@Dita80

Hallo Dita,

Ja ich verstehe Deinen Schmerz. Du wolltest etwas Gutes, hattest Erwartungen und Hoffnung, und wurdest bitter enttäuscht, weil die Anderen nur gespielt haben und ihnen egal war, was mit Dir ist. Sie sind auf Dir herumgetrampelt. Rücksichtslos. Was die untereindnder machen, sollte Dich aber nicht weiter interessieren. Sie leiden offensichtlich selbst darunter und werden krank. Das kannst du nicht ändern. Du kannst Dich nur um dich kümmern und schauen, dass es Dir wieder gut geht. Solange sie Dir nicht verständlich klar machen, dass sie sehen, welche Fehler sie gemacht haben und Dich in Zukunft besser behandeln wollen, wirst Du nicht davon ausgehen können, dass sich ihr Verhalten ändern wird. Es sieht nicht so aus, als ob sie verstanden hätten, wie sie auf Dir herumgetrampelt sind. Rücksichtslos. Diese Machtspielchen sind ein Muster. Sie können nicht anders. Das heißt aber, sie werden es immer wieder so machen. Nachtragen macht keinen Sinn. Aber Du sollst glücklich werden. Auf der Welt leben mehr als 7,5 Mrd Menschen. Da werden auch welche dabei sein, die anständig zu Dir sind. Eric Berne schreibt in "Spiele der Erwachsenen", dass derjenige, der bei den Spielchen nicht mitmacht, der Spielverderber ist, und nicht gelibt wird. Er empfiehlt trotzdem, diese Spielchen nicht mitzuspielen, weil sie destruktiv sind.

Alles gute und LG

Barney

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Danke für den Stern

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Hi,

du bist ihr auf gar keinen Fall gleichgültig, dass sieht man ja schon am Aufflammen ihres Interesses, wenn sie dich von weitem sieht.

Es gibt zwei Möglichkeiten, man wird über den Zeitraum, in dem das kein Thema war, auch reifer, standfester und selbstsicherer, als dass man sich den Kindergarten weiter gefallen lasen müsste oder sich in die alte Situation, in der sie ihre Macht ausspielen konnte, zurück zwingen ließe. Cool bleiben und sie ignorieren oder ihr eine ballern, dass sie die Sterne sieht, mit ihren glänzenden Augen, wenn du zierlich bist, es gibt Freunde vom Typ "laufender Schrank", die erledigen so etwas gerne. Ich würde die Schl.... einfach ignorieren und gut ist, jeder Gedanke daran verschwendet, wäre Zeitvergeudung. Gruß, Cliff

Ich finde deine Einstellung und deine Verhaltensweise gut.

Zeig ihr, dass sie keine Macht mehr über dich hat, tritt selbstbewusst auf und ignoriere sie weiterhin.

Zum Glück musst du sie nicht mehr oft sehen, LG.

Tolle Antwort....wie stets Knuddler

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Das hast du schön geschrieben. LG

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Das würde ich auch unterschreiben.

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●Wenn jemand gemobbt und beleidigt wird, und das Opfer es einfach ignoriert und mit den Tätern nichts zu tun haben möchte.

Oder

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Vielen Dank.

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