Einlauftrichter Lalousie: Gemeinschaftseigentum? Sondereigentum?

4 Antworten

Fenster sind immer gemeinschaftliches Eigentum; Jalousien auch.

Das sagt aber ebensowenig über die Kostentragungspflicht des Sondereigentümers aus, wie die Vergangenheit. Es gibt kein Recht auf ein Unrecht, oder einfacher formuliert: Wenn es vor 6 Jahren falsch war, kann man heute keinen Anspruch darauf begründen.

Daher solltest du den Rat von @Tabaluga1961 befolgen und in der Gemeinschaftsordnung (ugs. auch Teilungserklärung genannt) nachlesen, ob bezüglich des Fensters oder der Jalousien Regelungen getroffen wurden, welche die Kostentragung auf den Sondereigentümer abwälzen.

Am einfachsten ist es jedoch, wenn du beim Verwalter nachfragst auf welcher rechtlichen Grundlage er zu seiner Schlussfolgerung kommt, dass der Sondereigentümer die Kosten zu tragen hätte. Das erspart dir zumindest die Sucherei.

PS: Versuche dich beim nächsten mal kürzer zu fassen. Dein Vortrag ist viel zu langatmig.

Das ist mir zu wirr. Fenster sind doch immer gemeinschaftliches Eigentum. Und Rückbuchung erfolgt doch über das Geldinstitut, oder? ... und was wurde in der TE vereinbart?

ich meine die Lamellen aussenseitig, die in fester Führungsnut heruntergelassen werden. Ich nutze immer das Wort "Jalousien"; sind das denn "amtlich" Rolläden"?

Reparatur bzw. Austausch mangelhafter Fenster in einer Eigentumswohnung - wer trägt die Kosten, Eigentümer alleine oder Gemeinschaft?

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Wie soll ich vorgehen, damit die Fenster repariert oder besser ausgetauscht werden? Wer zahlt den Austausch oder Reparatur, die Eigentümergemeinschaft oder ich?

Grüße

Peter

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Rohrbruch Wasserleitung Sondereigentum ,wer haftet?

Folgende Sachlage Bin Eigentümer und wohne selbst in der Wohnung. Laut der Teilungserklärung sind alle Leitungen vor dem Wasserzähler Gemeinschaftseigentum und alles nach dem Wasserzähler Sondereigentum. Mal angenommen bei mir in der Wohnung platzt das Kaltwasserrohr und die Bude steht unter Wasser, wer haftet bzw.welche Versicherung haftet für den Schaden bei mir und eventuell bei den Nachbarn unter mir.? Unsere Hausverwaltung hat natürlich eine Gebäudehaftpflicht, nur haftet die wenn der Bruch hinter der Wasseruhr ist? Vielen Dank LG lnflckg

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Verjährung einer Restkaufpreisforderung

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vor 3,5 Jahren habe ich in einem neu gebauten Mehrfamilienhaus eine Eigentumswohnung gekauft. Aufgrund von Mängeln in meinem Sondereigentum und aufgrund von Abnahme - und Gewähleistungsmängeln im Gemeinschaftseigentum habe ich die letzte Rate (3,5%) noch nicht überwiesen.

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Danke

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Kann man mir den Ersatz von Kosten, die ich für das nur vom Sondereigentum meiner Wohnung erreichbare Gemeinschaftseigentum aufgewendet habe, verweigern?

Vorab: Wie wohl in den meisten WEG-Anlagen trägt auch bei uns die Gemeinschaft die Reparatur (Auswechslung) von Fenstern, Balkontüren und Balkonen bei den einzelnen Wohnungen.

Ich habe die Wohnung 2015 gekauft und bis 2016 saniert. Die Fenster waren 2005 getauscht und in gutem Zustand. Die Balkontüren jedoch waren aus 1990 oder etwas älter und von schlechter Qualität. Daher ließ ich vor dem Wechsel die gesamte Eigentümerversammlung 2015 samt Verwalter über die Baustelle gehen, und sagte ihm, ich wolle die 2 Balkontüren austauschen. Er nannte mir sogar den Fensterbauer, den er immer beauftragt. Das ist eigentlich nebensächlich und auch nicht so zu verstehen, dass man den dann auch nehmen muss. Es geht eher darum, dass der Verwalter mein Anliegen durch diese Antwort verstanden hatte.

Die Balkontüren sind sehr hoch (ca. 2,80 Meter, Altbau) mit Oberlicht und befinden sich in der Küche. Die Oberlichter waren nicht kippbar, nur die Türen selbst. Aus Wetter-, Wohnungsklima- und Sicherheitsgründen wollte ich auch die Oberlichter kippbar haben (die Türen wären dann immer zu, weil Luft durch die Oberlichter kommt, und somit einbruchs- und wettergeschützt).

Ich ließ die Türen nun für 4.500 Euro machen. Mein Antrag an die Versammlung war, mir dafür 1.500 Euro zu erstatten, da

  • ich eine Verbesserung (kippbares Oberlicht) hatte einbauen lassen, die die Gemeinschaft - auch aus meiner Sicht - nicht zu tragen hat,
  • die Lebensdauer der Türen mit 26 Jahren noch nicht vollständig erreicht war, so dass ein Wechsel noch nicht nötig war (auch wenn die Türen total wackelig waren), und
  • ich nicht mehrere Angebote eingeholt hatte (was der Verwalter aber auch nicht getan hätte).

Die Versammlung 2016 war einstimmig dagegen; der Verwalter argumentierte auch dagegen. Ich gab zunächst klein bei. Nun, im Folgejahr, lassen sich andere laut Einladung zur Versammlung im Juli 2017 ihre Fenster und Balkongeländer machen für die Umlage, zu der ja auch ich laufend einzuzahlen habe. Es handelt sich eben um Gemeinschaftseigentum. Vermutlich wird es denen bewilligt, weil die Gewerke noch älter sind, und weil sie eben nicht selbst tätig geworden sind.

Die Frage: Hat die Versammlung 2016 missbräuchlich gegen mich entschieden? Ist mir eine Erstattung nicht schon aufgrund der Teilungserklärung zuzusprechen, über die nicht abgestimmt werden kann? Ich habe mich ja schon auf ein Drittel beschränkt. Ich komme mir ein bisschen blöd vor, dass ich für die Sanierung am Haus etwas getan habe, ohne anteilig entschädigt zu werden, und trotzdem nun für die Gewerke der Gemeinschaft an den anderen Sondereigentumen mit zahlen muss. 

Hätte eine Klage Aussicht auf Erfolg? Mein Problem: Ich hatte nie einen schriftlichen Antrag eingereicht.

Vielen Dank für Antworten aus dem juristischen oder Wohnungswirtschafts-Umfeld!

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