Einkünfte aus Vermitung und Verpachtung oder aus Gewerbebetrieb?

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4 Antworten

Also die Vermietung ist eine Sache und die Photovoltaikanlage die andere:

!.) Den Fragebogen musst du ausfüllen, weil du ein Gewerbe (und zwar mit der Photovoltaikanlage) eröffnet hast. Die voraussichtlichen Einnahmen und der voraussichtliche Gewinn beziehen sich also auf dieses Gewerbe. Zudem ist dieses Gewerbe umsatzsteuerpflichtig.

2.) Die Vermietung läuft wie bisher. Daran ändert sich nichts und sie gehört auch nicht zum Betriebsvermögen. Allerdings musst du die Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung (Einnahmen abzgl. Werbungskosten) in dem Fragebogen angeben, wo die Einkünfte abgefragt werden.

3.) Ebenso gilt das auch für andere Einnahmequellen (z.B. Arbeitnehmertätigkeit, Rente, Kapitalerträge...). Das alles muss angegeben werden, damit das Finanzamt eine Vorausberechnung der Einkommensteuer und ggf. der Gewerbesteuer (letzteres wird wohl eher nicht anfallen, da die Gewinne zu niedrig sind) durchführen kann und evtl. Vorauszahlungen festsetzen kann.

Also ich muß die geschätzen Einkünfte in Summe angeben. Aber unter 7.5 "Steuerbefreiung" nix eintragen? Und dann in den USt-Voranmeldungen?!?

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@werwiesowarum

Genau. Die geschätzten Einkünfte sind nach Art in Summe unter Punkt 3.1. anzugeben.

Unter 7.5. und 7.6 kreuzt du dann "nein" an.

7.7 nach "vereinnahmten Entgelten".

Und die Dauerfristverlängerung unter 7.8 kannst du beantragen, wenn du willst, dann hättest du einen Monat länger Zeit die Voranmeldung abzugeben. Allerdings muss hierfür noch eine extra Vorauszahlung geleistet werden (ein Elftel der Umsatzsteuervorauszahlungen des Vorjahres). Diese wird dann immer mit der Dezembervoranmeldung verrechnet. Da du erst in 2009 begonnen hast, beträgt diese Vorauszahlung 0,00 €. Diese muss dann jedes Jahr neu beantragt werden, wenn man die Umsatsteuervoranmeldungen monatlich abzugeben hat.

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...also, so ist es. Daumen hoch.

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Die Immobilie gehört nicht zum Betriebsvermögen. Es sind ganz normale V+V-Einkünfte. Gewerblich sind die Einkünfte aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage, mehr nicht.

Das hieße, ich erwähne diese Umsätze im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung nicht? Und zwar deswegen, weil sie NICHT zum Betriebsvermögen gehören? Hab ich das richtig verstanden?!

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@werwiesowarum

Ja, so heißt es. Dazu müßtest du aber das betriebsvermögen in der Eröffnungsbiulanz auflisten müssen.

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@Indy72

...also, aua.
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Was denn für eine EB? Ich sehe hier hinsichtlich der Photovoltaikanlage keinen Kaufmann. Selbst wenn er Kaufmann wäre, so würde die Vermietung nicht in diesen Bereich fallen und deshalb wäre an dieser Stelle ein Hinweis auf eine EB ebenso flashc.

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...also, bitte trenne mal geistig und moralisch die Umsatzsteuer von den Ertragsteuern.
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Wenn du deine umsatzsteuerfreien Umsätze angibst, hat das KEINERLEI Auswirkung auf die ertragsteuerliche Betrachtung. Halte dich hier an die bisher gegebenen Antworten.
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Eigentlich (!) müsste jeder Wohnungsvermieter eine Umsatzsteuererklärung abgeben, denn die Vermietungsleistungen unterliegen dem UStG (sind aber steuerfrei). Aber hier geht EDV vor Gesetz: Ein Finanzamtsbeamter würde blöd gucken, wenn da eine UStE reinkommt, wo er das U-Kennzeichen nicht gesetzt hatte.
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Aber WENN das U-Kennzeichen gesetzt wurde, weil du andere Umsätze hast, kannst du die steuerfreien nicht einfach weglassen.
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Aber nochmal: Bitte, schlag daraus keinen Bogen zum Ertragsteuerrecht. Es ändert sich durch die Photovoltaikanlage NICHTS an der Vermietung.
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(In Worten: nichts)

Also:

  • Mieteinnahmen sind nicht zwingend Umsatzsteuerpflichtig.

  • Solltest du USt-Pflichtig geworden sein, dann kommst du auch in den Genuss des Vorsteuerabzugs.

  • Du kannst bei Finanzamt beantragen, die Voranmeldung nicht monatlich, sondern jährlich oder vierteljährlich abzugeben. Vielleicht wird dem statt gegeben.

Vermietungseinkünfte sind grundsätzlich nicht umsatzsteuerpflichtig, nur in Ausnahmefällen und auch nur dann, wenn man es beantragt.

Im Jahr und im Folgejahr der Betriebseröffnung ist dieser Antrag nicht möglich, da man in diesen beiden Zeiträumen verpflichtet ist die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abzugeben. Und danach hängt es von der Höhe der Umsatzsteuervorauszahlungen vom Vorjahr ab.

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@Maddie12

Das ist mir klar. Mir gehts darum, ob in den Umsatzsteuervoranmeldungen, egal in welchem Rhytmus, Angaben zu den Vermieteinkünften zu treffen sind?

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@werwiesowarum

...also, nein.
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Nur in der Umsatzsteuererklärung.
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@Maddie: Nein, die Umsatzsteuerpflicht (sowie du das meinst) beantragt man nicht. Man erklärt sie. Das heißt, man schafft Tatsachen, und das FA hat sie hinzunehmen. Ist bei Wohnungen aber nur selten möglich, guxtu 27 (2).

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