einkommensteuervorauszahlungen schon im ersten Gründerjahr?

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6 Antworten

Vorweg: "Vorsteuer" ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer, es geht hier um "Einkommensteuervorauszahlungen" (EStVz).

Wenn Du keine weiteren Einnahmen hast, kannst Du gern die 10.000€ angeben, aus der wirst Du keine EStVz leisten müssen, weil keine oder nur geringe Steuern fällig werden werden.

Ist es eine Nebentätigkeit, werder Dir wohl 2500-3000 als 
EStVz aufgebrummt werden, deshalb solltest Du vorsichtiger mit Deinen Prognosen sein, dabei aber im Hinterkopf behalten, dass die Steuern aus den auflaufenden Gewinnen noch zu zahlen sind.

Es ist eine unangenehme Situation, eine kräftige Nachzahlung für das Vorjahr leisten zu müssen und gleichzeitig die Vorauszahlungen für ein bereits halb vergangenes aktuelles Jahr.

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Kommt drauf an was du im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angegeben hast.

Wenn du mit einem 6-stelligen Gewinn kalkulierst wird wahrscheinlich eine Vorauszahlung festgesetzt.

Zahle ich dann dennoch Vorsteuer, obwohl ich nichts eingenommen habe?

Und du schmeißt Umsatz- und Einkommensteuer durcheinander. Ich denke nicht, dass du überhaupt ein Gewerbe anmelden solltest bevor du das Thema nicht gerafft hast.

Einkommensteuer hat nichts mit deinen Betriebseinnahmen zu tun, sondern mit dem Ergebnis (Gewinn/Verlust) nach Abzug der Betriebsausgaben.

Bei der Umsatzsteuer ist bezüglich Vorsteuer entscheidend ob du Kleinunternehmer bist oder regelbesteuert.

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Ich musste im ersten Jahr keine Vorauszahlung leisten. Wenn du aber bereits über Einnahmen verfügst und diese grob schätzen kannst, solltest du lieber Vorsteuer zahlen als zu viel Steuernachzahlung auf einen Schlag.

Du kannst den geschätzten Umsatz jederzeit beim Finanzamt korrigieren und so die Vorauszahlung beeinflussen.

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Kommentar von Lullumatz
15.07.2017, 15:56

Ok Danke, soweit ich weiß ist der Steuerfreibetrag bei 8.820. Kann es sein das Du dann in diesem Steuerfreibetrag lagst? Einnahmen habe ich keine.

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Wenn Du im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung entsprechende Angaben über Deine voraussichtlichen Einkünfte machst, dann werden auch Einkommensteuervorauszahlungen festgesetzt werden.

Deine Schätzung sollte trotzdem möglichst realistisch sein! Sollte sie sich nach ein paar Wochen als unzutreffen erweisen dann reicht in der Regel ein Anruf beim Finanzamt, um die Vorauszahlungen anzupassen oder aufzuheben.

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am besten Einspruch einlegen. Das haben die bei mir auch schon gemacht. Die Steuervorauszahlung wurde dann auf 0 gesetzt.

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Kommentar von Lullumatz
15.07.2017, 16:28

Also muss ich dennen sagen das ich im ersten Jahr keine Vorauszahlungen tätigen möchte?

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Wenn du sowieso im ersten Jahr keine großen Umsätze machen wirst, dann wirst du keine Vorauszahlungen machen müssen. Am Ende des Jahres machst du dann die Steuererklärung und darauf bezahlst du die Steuern. Diese Zahlen dienen dann als Grundlage für die Vorauszahlungen ab dem zweiten Jahr.

Leg dir auf jeden Fall etwas zurück für die Steuerzahlung im ersten Jahr.

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Kommentar von Lullumatz
15.07.2017, 15:59

Sprich, ich muss im ersten Jahr lediglich eine Steuererklärung abgeben und ab dem zweiten Jahr fallen dann Vorsteuer an, anhand der einnahmen im ersten Jahr.

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Kommentar von Helefant
15.07.2017, 17:33

Wie, geht's jetzt tatsächlich um die Umsatzsteuer?

Die Einkommensteuer ist vom Umsatz unabhängig. Sie wird festgesetzt wenn das Finanzamt von bestimmten Einkünften ausgeht, unabhängig davon ob diese dann erzielt werden oder nicht.

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