Einkommensteuer - Betriebsprüfung

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4 Antworten

Wenn Dein zu versteuerndes Einkommen steigt, dann steigt ja auch der Steuersatz. Somit auch der Grenzsteuersatz. Die 25 % sind wahrscheinlich zur groben Orienierung schon einigermaßen brauchbar. Je mehr aber das Einkommen sich verändert, desto mehr wird das Ergebnis am Ende die 25 % übersteigen.

Ok also sind die 25% als Höchstsatz zu sehen?

Beispielrechnung:

Einkommen: 20.000 € vor der Betriebsprüfung Durchschnittsbelastung: 15,03 %

Nach der Betriebsprüfung wurde das Einkommen auf 25.000 € erhöht Durchschnittsbelastung: 18,02 % (Berechnt über: https://www.bmf-steuerrechner.de)

Erhalte ich jetzt einen komplett neuen Steuerbescheid mit 18,02% oder nimmt das Finanzamt die 5000€ und besteuert diese pauschal mit 25%?

Wäre über eine Antwort nochmal sehr dankbar!

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@audianer1977

Du bekommst einen neuen Steuerbescheid. Darin wird die Einkommensteuer auf der Basis der 25 T€ berechnet. Damit - so die 18,02% stimmen - in der Höhe des Durchschnittssteuersatzes. Die darauf festgesetzte Steuer abzüglich der bereits geleisteten Steuerzahlungen ergibt die Nachzahlung laut Außenprüfung. Daraus kannst Du Dir dann Deinen Grenzsteuersatz für die 5 T€ errechnen.

Pauschalierungsmöglichkeiten können sich ergeben, wenn im Bereich des Lohnes bestimmte Fehler gemacht wurden.

In allen Fällen ist es besser sich steuerlich beraten zu lassen. Denn wenn hier ein um 25% höheres Einkommen entsteht kann man als Betroffener ja froh sein, dass der Betriebsprüfer von einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung absieht.

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Wird jetzt das zusätzliche Einkommen wirklich mit diesem Grenzsteuersatz berechnet der bei ca. 25% liegt?

Wie kommst du darauf? Dein Gewinn wird also höher sein, damit steigt dein zu versteuerndes Einkommen und das wird ganz normal tariflich versteuert.

Unter der Steuerberechnung steht folgender Satz: Wenn Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen um 100€ senken könnten, würde dies eine Steuerentlastung von 25€ ergeben. Durschnitssteuersatz: 13.21 % Grenzsteuersatz: 25 %

Für mich klingt dies so, dass jetzt das zusätzliche Einkommen mit 25% versteuert werden muss.

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@audianer1977

Google doch einfach mal nach "Grenzsteuersatz", "Durchschnittssteuersatz", vllt. verstehst du es dann.

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Für die Einkommensteuer gibt es 2 Begriffe: Durchnittssteuersatz und Grenzsteuersatz.

Ein Beispiel: Zu versteuerndes Einkommen 40.000,00€, allein stehend, also Grundtabelle.

Die Einkommensteuer beträgt 9.007,00 €. Das ist ein Durchschnittssteuersatz von 22,5% und ein Grenzsteuersatz von 36,1 %.

Beim Durchschnittssteuersatz werden der Grundfreibetrag und die unteren Progressionsstufen mitgerechnet. Der Grenzsteuersatz gibt den Steuersatz für die letzten Euro an. Daher wirkt sich jede Erhöhung des zu versteuernden Einkommen immer auf beide Steuersätze aus.

Soweit die Erhöhung nicht den Bereich des Grenzsteuersatzes übersteigt - ja.

Da der Grenzsteuersatz bis zur Höhe des Spitzensteuersatzes aber steigen kann - nein.

Trotzdem bietet der Grenzsteuersatz natürlich einen guten Anhaltspunkt zur Schätzung.

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