Einkommenssteuererklärung bei krankengeld und weihnachtsgeld, Nachzahlung?

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2 Antworten

Grundsätzlich:

Beim Progressionsvorbehalt wird auch ein Einkommen unter dem Grundfreibetrag besteuert,obwohl dieser an sich steuerfrei ist. Übersteigt nämlich das Steuersatz-Einkommen den Grundfreibetrag, kann ein besonderer Steuersatz berechnet werden, der dann auf das zu versteuernde Einkommen angewendet wird – und zwar auch dann, wenn dieses unter dem Grundfreibetrag liegt.

Für den BFH ist das verfassungsgemäß, da sich der Grundfreibetrag ja
bereits bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes ausgewirkt hat (BFH-Urteil vom 9.8.2001, III R 50/00, BStBl. 2001 II S. 778). Wenn bereits das Steuersatz-Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, ergibt sich kein besonderer Steuersatz. In diesem Fall führt der Progressionsvorbehalt zu keiner Steuerbelastung.

Es muß also das Steuersatzeinkommen berechnet werden:

Arbeitslohn + Krankengeld = Steuersatzeinkommen

Bei Dir:

Du hast allerdings noch Glück:

Die 600 € Arbeitslohn sind geringer als der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 € (= Jahresbetrag - wird nicht gezwölftet) und daher sind die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit NULL und damit wird der Progressionsvorbehalt nicht angewendet.

Du mußt eine Steuererklärung einreichen - die Steuerfestsetzung wird NULL sein.

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Dieser Betrag liegt deutlich unter dem Steuerfreibetrag von etwas mehr als 8.000€ - also keine Erklärung notwendig

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Kommentar von madnessmel
22.02.2016, 16:38

Auch wenn ich davor immer eine gemacht habe? Aber es ist ja zu versteuerndes zusätzliches Einkommen neben dem Krankengeld quasi

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