Einkommenssteuer , getrennt oder gemeinsam veranlagen?

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5 Antworten

für mich ist es unverständlich, was an dem Satz "'Ersparnis bei Zusammenveranlagung" nicht klar ist .....

Bei einer Einzelveranlagung (getrennte Veranlagung gibt es nicht mehr) wird jeder mit der Grundtabelle besteuert.

somit "darf" die Person mit der Steuerklasse 3 (i.d.R.) eine erhebliche Summe nachzahlen, da durch die Steuerklasse 3 zuwenig Steuern abgeführt ...

die Person mit der Steuerklasse 5 darf sich über eine Erstattung durch das Finanzamt freuen, da zuviel Steuern abgeführt.

lt. dem hochgeladenem Bild ist die Zusammenveranlagung um über 500 € günstiger als die jeweiligen Einzelveranlagungen ...

Selbstverständlich gibt es Konstellationen, wo die Einzelveranlagungen zu einer Steuerersparnis führen können

Die gewählten Steuerklassen haben nicht wirklich was mit der Veranlagungsart zu tun. Wenn das tatsächlich Eure Einkomen sind, dann ist die Steurklassenzuordnung B = 3 und A = 5 schon richtig. Und gem. dieser Tabelle wäre eine gemeinsame Veranlagung besser. In den meisten Fällen ist das auch so.

Die Optimierung getrennte- oder gemeinsame Veranlagung hängt von der Ausnutzung bestimmter Freibeträge (z.B. Werbungskostenfreibetrag) und der Zuordnung von anderen absetzbaren Kosten ab. Z.B. ob ihr die Kosten einem der beiden fest zu 100% zuordnen könnt oder besser hältig aufteilt etc.

Du merkst  schon, das ist keine einfache Rechnung die man mit einem Blick auf Deine Tabelle machen kann.

Kauf Dir ein Steuererklärungsprogramm, dort wird nach Eingabe alller Daten die optimale Veranlagungsart vorgeschlagen. Das kann man bei der Abgabe der Steuererklärung entscheiden, unabhängig von der Wahl der Steuerklasse.

noch eins: man hat immer die Möglichkeit der Steuerklassenwahl 4/4. Das macht aber nur Sinn, wenn beide ähnlich viel verdienen.

In Deinem Beispiel ist der Einkommenunterschied so groß, daß 4/4 deutlich mehr Abzüge bringen würde.

Eine gemeinsame oder getrennte Veranlagung kann man immer bei der Steuererklärung wählen, egal ob 4/4 oder 3/5.

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Ehegatten können zwischen der Einzelveranlagung (§ 26a) und der Zusammenveranlagung (§ 26b) wählen, wenn

1. beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig im Sinne des § 1 Absatz 1 oder 2 oder des § 1a sind,

2. sie nicht dauernd getrennt leben und

3. bei ihnen die Voraussetzungen aus den Nummern 1 und 2 zu Beginn des

Veranlagungszeitraums vorgelegen haben oder im Laufe des

Veranlagungszeitraums eingetreten sind.

Quelle §26 EStG

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