Einkommen meiner Frau bei meiner Unterhaltspflicht interessant?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Tochter ist noch minderjährig, dadurch trifft für dich noch eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit" zu, nach der Du verpflichtet bist, jeden zumutbaren Job anzunehmen, ggf. auch noch einen Nebenjob, um wenigstens den Mindestunterhalt für das Kind leisten zu können. Würdest Du das verweigern, könnte dir ein "fiktives Einkommen" angerechnet werden (was Du erzielen könntest durch einen Vollzeitjob entsprechend deinen Fähigkeiten, deiner Ausbildung...), nach dem der fällige Unterhalt errechnet würde.
http://www.familienrecht-direkt.de/allgemein/gesteigerte-erwerbsobliegenheit-und-fiktive-einkunfte-aus-zumutbarer-nebentatigkeit.html

Das Einkommen deiner Ehefrau wird nicht angerechnet, da sie der Tochter gegenüber nicht unterhaltspflichtig ist.
Allerdings ist die Frau dir gegenüber unterhaltspflichtig (im Rahmen des "Familienunterhaltes"), sollte ihr Einkommen entsprechend hoch sein... wobei aber auch der Unterhalt für Euer gemeinsames Kind berücksichtigt werden muss... , könnte dies zur Herabsetzung deines Selbstbehaltes führen...
Ein "eigenes Gesetz" dazu gibt es nicht, aber verschiedene Urteile dazu, u.a. vom BGH (s. hier: familienrecht-deutschland.de/Startseite/news/BGH__Reduzierung_des_Selbstbehalts_durch_gemeinsame_Haushaltsfuehrung), auf die sich bei prozessen berufen wird....

Sollte die Tochter sich bereits in einer Ausbildung (Lehre) befinden, so würde ihr eigenes Einkommen (abz. des ausbildungsbedingten Freibetrages) zur Hälfte auf den Barunterhalt angerechnet werden.

Erstens: Du bist verpflichtet, alles zu unternehmen, um zumindest den Mindestunterhalt für Deine Tochter zahlen zu können. Du darfst Dich also nicht mit einem 500,- Euro-Job zufriedengeben, sondern musst zusehen, dass Du ausreichend verdienst um den Mindestunterhalt zahlen zu können.

Du darfst deshalb in Deiner neuen Ehe auch nicht die Rolle des Hausmanns übernehmen. Der Unterhalt für Dein Kind ist wichtiger als die eigene Lebensplanung.

Zweitens: Normalerweise beträgt der Selbstbehalt gegenüber einem Kind 1.000,- Euro. Allerdings kann dieser Selbstbehalt reduziert werden oder sogar ganz auf 0,- Euro reduziert werden, wenn der Unterhaltsflichtige verheiratet ist und der Ehegatte seinen Lebensunterhalt scherstellt. Wenn Deine rau also ein normales oder sogar gutes Einkommen hat und davon Deine Kosten zahlt, brauchst Du keinen Selbstbehalt.

Im Ergebnis wirst Du wahrscheinlich nicht darum herumkommen, den Mindestunterhalt zu zahlen.

mabachi 28.11.2013, 21:20

Das ist mir alles bekannt, danke. Gibt es einen Rechner wo man das ausrechnen kann oder irgendwelche Formeln ?

0

klar geht das..muss nur beantragt werden

mabachi 28.11.2013, 21:02

Wer muss das wo und wie beantragen ?

0
DFgen 29.11.2013, 07:18

Nein, das kann nicht einfach mal "beantragt werden".... Eine Herabsetzung des Selbstbehaltes kann nur durch ein Gericht entschieden werden und ist immer eine "Einzelfall-Entscheidung".

0

Was möchtest Du wissen?