Einkauf in Großhandelsmärkten

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5 Antworten

Ich verstehe Dein Problem nicht. Außerdem ist die Produktpalette in vielen Bereichen sogar kleiner als in einem Endverbrauchermarkt und die Preise auch schon ohne Umsatzsteuer höher. Was z.B. ein Teil der Erklärung für Kiosk- und Tankstellenpreise ist.

Großmärkte übernehmen eine wichtige Funktion im Rahmen der Lieferkette. Von der Fabrik bis zum Endverbraucher werden die Waren verteilt. Dabei ist es aufgrund von unterschiedlichen Arbeitsweisen für die Industrie angenehmer den Groß- als den Einzelhandel zu beliefern.

Dabei geht es gar nicht mal um andere Verpackungsgrößen.

Außerdem ist das auch eine gewisse Schutzfunktion für gerade kleine Einzelhändler. Die Verkaufspreise halten viele Großhändler unter Verschluss. Sehr gutes Beispiel Getränkegroßhändler. Da ist richtig mit denen zu reden, bevor die Ihre Verkaufspreise auf den Tisch legen. Und das ist auch richtig so.

Beim Sortiment garantiert der Großhandel in der Regel die ganze Jahr Lieferbarkeit. Das ist für den Radio- und TV-Verkäufer die da auch einkaufen ebenso wichtig, wie für die Gaststätte, die keine saisonalen Produkte anbietet.

Der Einkauf mit der dortigen Kundenkarte hat für mich als Unternehmer einen enormen Vorteil. Ich erhalte immer eine ordnungsgemäße Rechnung. Sämtliche Waren zu Netto-Preisen. Interessiert doch den Endverbraucher eher der Brutto-Betrag.

Auch die Betreuung der Kunden ist auf die Bedürfnisse der anderen Zielgruppe abgestellt. Dabei ist es dann umso verwunderlicher, dass gerade bei den Küchenwerkzeugen "Haushaltsschrott" angeboten wird. Damit kann kein Koch arbeiten.

Diese Artikel wenden sich daher tatsächlich an die Wiederverkäufer. Daher der Sinn. Und ein Koch kauft zu Beginn der Lehrzeit seine Messer. Mein Bruder hat glaube ich in den letzten knapp 40 Jahren kaum ein Messer austauschen müssen. Daher würden solche Produkte dort zu lange liegen. Die Fläche muss aber Umsatz bringen.

Da der Großhandel eine besondere Funktion in der Warendistribution übernimmt, da bekommt er von den Herstellern auch besondere Preise.

Es kann kaum verhindert werden, dass Gewerbetreibende auch für den eigenen Konsum da einkaufen. Aus eigener Erfahrung: Diese Einkäufe stören den Ablauf erheblich, obwohl sie wahrscheinlich einen guten Anteil des Umsatzes ausmachen.

Hoffe das die Sache mit der Funktion und der Beratungszielsetzung etwas Helligkeit gebracht haben.

Jede Gewerberteibende sollte ein Konzept und eine Zielgruppe habe. Wenn sich ein Unternehmen, wie z.B. die METRO, sich auf den Großhandel spezialisiert hat, dann ist es doch deren Sache und Freiheit !

Und Großhandel heißt nun mal KEIN Einzelhandel, sprich Verkauf nur an Wiederverkäufer. Und Wiederverkäufer sind nun mal auch Gewerbetreibende und keine Privatpersonen... Das kleine Gewerbetreibende bei dieser Gelegenheit sich auch mit Waren eindecken, die sie für den eigenen Verbrauch nutzen ist Nebensache eines Großhändlers.

Würde die METRO jeden hineinlassen, wäre sie kein Großhandel mehr, sondern nur noch ein großer Supermarkt bzw. ein Kaufhaus.

Natürlich hat jedes Unternehmen eine Zielgruppe, aber es kommt wohl nur selten vor, daß ein gewisser Kundenkreis explizit ausgeschlossen wird. Meist regelt sich das ohnehin von selbst. Ein Autohersteller will z.B. mit sportlichen Kleinwagen auch eher jüngere Käufer ansprechen, aber wird das Modell letztlich jedem verkaufen, der es möchte. Also z.B. auch einem älteren Herrn.

Und wenn sich METRO mit seinem Angebot ausschließlich an Wiederverkäufer richtet und es auch nur gewollt ist, daß diese dort einkaufen, dann sollten eben auch alle anderen Gewerbetreibenden, die KEINE Wiederverkäufer sind, dort ausgeschlossen werden. Gewiss ist aber auch nicht alles, was man dort kaufen kann, ausschließlich zum Wiederverkauf gedacht.

Jedenfalls gibt es hier keine Kontrolle, denn METRO verfolgt den Weg der bei ihnen gekauften Waren ja nicht nach. Und so werden diese Märkte eben auch von kleinen Gewerbetreibenden "missbraucht", indem sie sich und evtl. auch Freunde und Bekannte billig für den Privatgebrauch mit diversen Lebensmitteln in speziellen Packungsgrößen eindecken, die man so teilweise auch in kleinerer Form nirgendwo anders bekommt.

Und da verstehe ich eben nicht den Sinn dahinter bzw. ich ärgere mich über diese Ungleichbehandlung, weil hier einerseits zwar den Privatkunden der Zutritt verwehrt ist, aber trotzdem jeder genau weiß, daß unter der Hand sehr viel für private Zwecke dort eingekauft wird.

Gerade bei Ärzten oder Rechtsanwälten ect. sehe ich z.B. nicht, inwiefern diese Personen "Wiederverkäufer" wären.

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Natürlich hat jedes Unternehmen eine Zielgruppe, aber es kommt wohl nur selten vor, daß ein gewisser Kundenkreis explizit ausgeschlossen wird. Meist regelt sich das ohnehin von selbst. Ein Autohersteller will z.B. mit sportlichen Kleinwagen auch eher jüngere Käufer ansprechen, aber wird das Modell letztlich jedem verkaufen, der es möchte. Also z.B. auch einem älteren Herrn.

Und wenn sich METRO mit seinem Angebot ausschließlich an Wiederverkäufer richtet und es auch nur gewollt ist, daß diese dort einkaufen, dann sollten eben auch alle anderen Gewerbetreibenden, die KEINE Wiederverkäufer sind, dort ausgeschlossen werden. Gewiss ist aber auch nicht alles, was man dort kaufen kann, ausschließlich zum Wiederverkauf gedacht.

Jedenfalls gibt es hier keine Kontrolle, denn METRO verfolgt den Weg der bei ihnen gekauften Waren ja nicht nach. Und so werden diese Märkte eben auch von kleinen Gewerbetreibenden "missbraucht", indem sie sich und evtl. auch Freunde und Bekannte billig für den Privatgebrauch mit diversen Lebensmitteln in speziellen Packungsgrößen eindecken, die man so teilweise auch in kleinerer Form nirgendwo anders bekommt.

Und da verstehe ich eben nicht den Sinn dahinter bzw. ich ärgere mich über diese Ungleichbehandlung, weil hier einerseits zwar den Privatkunden der Zutritt verwehrt ist, aber trotzdem jeder genau weiß, daß unter der Hand sehr viel für private Zwecke dort eingekauft wird.

Gerade bei Ärzten oder Rechtsanwälten ect. sehe ich z.B. nicht, inwiefern diese Personen "Wiederverkäufer" wären.

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Jedes Unternehmen hat mal klein angefangen. Würde man die Möglichkeiten kleiner Betriebe schon zu Beginn derartig beschränken würde der Markt seine Dynamik verlieren.

Mag sein, aber es gibt auch viele Gewerbetreibende, die immer klein bleiben werden, weil es auch teilweise von der Art ihrer Tätigkeit abhängt. Und ich finde die Aufnahmekriterien dieser Großmärkte daher etwas merkwürdig, wenn jeder kleine Mini-Gewerbetreibende da einkaufen kann, dies aber nur relativ selten tut und dann auch nicht viel mehr einkauft als es jeder andere Privatkunde auch tun würde.

Ich kenne so manche Leute, die auch ein "Gewerbe" betreiben, aber ständig knapp bei Kasse sind und ich mich frage, was die eigentlich genau machen. Aber überall groß aufschwätzen, daß sie im Großhandel einkaufen dürfen!

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Jeder, der einen Gewerbeschein besitzt, kann nun mal dort einkaufen! Lass dich nicht von den niedrigen Preisen täuschen, da kommen noch die 7 bzw. 19% Mehrwertsteuer dazu!

Das ist mir schon klar, nur frage ich mich, warum dort auch solche Gewerbetreibende einkaufen dürfen, an die sich der Großteil des dortigen Angebotes überhaupt nicht richtet. Meinen bisher einzigen Besuch in einem dieser Märkte hatte ich so in Erinnerung, daß es dort fast ausschließlich Lebensmittel in sehr breitem Sortiment und überwiegend in größeren Verkaufseinheiten als in den normalen Supermärkten gibt.

Das Angebot richtet sich also in erster Linie an Gastronomiebetriebe, aber zugelassen sind ALLE Gewerbetreibenden, die aber in vielen Fällen dieses Angebot keineswegs in diesem Umfang benötigen (Handwerker, Ärzte, Rechtsanwälte, Versicherungsagenturinhaber ect.)

Jeder, der sich auch nur in kleinstem Umfang selbständig macht, ist ein Gewerbetreibender, aber braucht er dann plötzlich dieses Angebot der Großmärkte?

Das ist es eben, was ich nicht verstehe.

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"warum lässt man dann nicht auch "normale" Kunden rein?"

weil die dort massen verkaufen wollen

Der Kleinstgewerbetreibende kauft aber auch keine Massen!

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