Einigungsgebühr in der HÖHE VON 776€?

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13 Antworten

Gegen die Gebühr kannst Du nichts tun. Die ist gesetzlich der Höhe nach festgelegt. Ich komme zwar gerade "nur" auf 773,5 €, aber die letzten drei Euro werden sicherlich auch begründet sein. Das Geld wirst Du auch erst einmal zahlen müssen.

Du kannst Dir allerdings überlegen, ob Du Deine Anwältin wegen schlechter Beratung auf Schadensersatz verklagst. Sie hat 100 % für Dich eingeklagt, obwohl klar war, dass diese Klage keine Aussicht auf Erfolg hat. Die Erfolgsaussichten schätze ich aber ehrlich gesagt nicht besonders hoch ein. Zum einen musst Du die falsche Beratung beweisen. Zum anderen ist der Anwältin ein gewisser Ermessensspielraum einzuräumen. Aus prozesstaktischen Gründen macht es vielleicht sogar Sinn 100 % einzufordern, wenn man weiß, dass die Sache ohnehin in einem Vergleich endet.

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Ganz grundsätzlich gilt das RVG. Das ist eine Gebührentabelle und die Einigungsgebühr fällt nach deiner Schilderung definitiv an.

Wenn die Anwältin dir hier etwas in den Kopf gesetzt hat, mag das so sein. Aber das Ergebnis ist nicht verwunderlich. Denn es entspricht dem Schadensrecht, dass du den tatsächlich angerichteten Schaden ersetzt bekommst. Das bedeutet: Bezahlte 15tsd € abzgl. des damals vorhandenen Wertes. Mit der Pauschale bist du eigentlich gut bedient, denn du hast nun ja 8500€ und das Auto, was du immer noch verkaufen kannst. Aus anderer Sicht argumentiert (wenn du das Auto zurückgegeben hast) musst du für den gebrauch der 55tsd € und der Verschlechterung aufkommen und kriegst also nur die Differenz erstattet.

Meiner Meinung nach kannst du sogar noch froh sein, denn nach 55tsd KM ist es je nachdem, was das für Unfallspuren waren, überhaupt nicht gesagt, dass die schon von Anfang an da waren bzw. beweisbar da waren.

Ansonsten sei drauf verwiesen, dass hier auch eine Straftat vorliegen könnte. Wenn also der Verkäufer eindeutig von dem Unfall wusste und je nachdem, was das für ein Unfall war, könnte er sich auch des Betrugs strafbar gemacht haben. Dann hättest du ggf. mit einer Strafanzeige gegen en Verkäufer eine Genugtuung.

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Saki93 28.06.2016, 09:01

Ich gebe mein Auto ab und bekomme 8.500€.

Froh ? wäre ich von Anfang an von meinen Anwalt gut beraten worden, hätte ich keine 6.000€ Gerichtskosten und jetzt die angebliche Einigungsgebühr.

ich hätte vlt. für ein Beratung was gezahlt, jedoch könnte ich mein Fahrzeug weiter verkaufen und hätte mehr davon.

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mepeisen 28.06.2016, 09:13
@Saki93

6000€ Gerichtskosten bedeutet, dass du die ganzen Gutachterkosten bezahlst?

Dann war das am Ende wohl doch nicht so eindeutig, dass der Verkäufer Schuld hatte, dass er also wissentlich einen Unfallwagen verkauft hat.

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Ich weiß ja nicht mit welcher Vorstellung Du zur Anwältin gegangen bist.

Wenn Du das Auto 55.000 km gefahren hast, war es ja wohl in der Funktion nicht eingeschränkt, sondern es handelte sich um den merkantilen Minderwert durch den Unfallschaden, der verschwiegen worden war.

Also hätte der Wagen beim Verkauf keine 15.000,- kosten dürfen, sondern je nach Schaden vermutlich zwischen 10.000,- udn 12.000,- (grobe Schätzung.

Hättest Du den Schaden eingeklagt, wäre:

1. Die Aussicht besser gewesen, das zu bekommen

2. die Gebühren geringer gewesen (streitwert nur 5.000,- höchstens)

3. Du hättest das Auto noch, was Dir 55.000,- km gute Dienste geleistet hat.

Entweder hast Du die romantische Vorstellung gehabt ein Auto was Du 55.000 km gefahren hast, einfach gegen Rückzahlung zurück geben zu können (illusorisch), oder Deine Anwältin hat Dir das gesagt, was ich mir aber kaum vorstellen kann, denn dafür gibt es bestimmt keine Fundstelle in der Literatur.

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Saki93 28.06.2016, 09:24

Naja ich sage es mal so, sie meinte was auch richtig war, dass wir eine große Chance haben werden "viel" da rauszuholen zu können.

Mein Ärgernis war, das sie Abgeltungsregelung bei Gebrauchsfahrzeugen nicht seit gestern in Gesetzgebung besteht.

Sie hätte mich doch Informieren können, ich hätte es dann abgestritten und ein Gerichtsweg ausgeschlossen.

Das meinte ich mit "Abzocken".

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wfwbinder 28.06.2016, 09:29
@Saki93

Vermutlich habt Ihr aneinander vorbei geredet.

Ich bin kein Anwalt, habe nur Jura studiert und bin in Wirtschafts-Steuer-Gesellschaftsrecht spezalisiert.

Das Ding hätte dir nach meinem oben geschilderten Vorgehen, jeder in der Art geschaukelt.

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Einigung oder Vergleich - da zahlt jeder seinen Anwalt alleine. Gerichtskosten werden geteilt. 

Wenn man Fahrzeuge nutzt ist auch eine Entschädigung fällig. Du bist 55000 Km gefahren, in welcher Zeit? manche brauchen dafür Jahre. 

Anhand deiner Daten kannst dir die Kilometerpauschale ausrechnen. 

Gebühren anhand des Streitwertes

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uni1234 28.06.2016, 09:01

Einigung oder Vergleich - da zahlt jeder seinen Anwalt alleine. Gerichtskosten werden geteilt.

In dieser Pauschalität ist diese Aussage falsch. Die Parteien können selbst darüber entscheiden, wie sie die Kostenverteilung regeln wollen. Eine Seite kann alles zahlen, man kann die Kosten teilen oder man überlässt dem Gericht sogar die Entscheidung nach § 91a ZPO.

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Die Anwältin wurde für dich tätig. auch die Regelung mit der gegnerischen Partei wurde durch die Anwältin betreut bzw. von dieser erzielt. somit ist die Einigungsgebühr vollkommen in Ordnung.

Auch der Betrag für die Auskünfte per Email ist in Ordnung, oder würdest du kostenlose Auskünfte erteilen?

bytheway:

ich bin mir ziemlich sicher, dass die Anwältin zu keinem Zeitpunkt eine vollständige Erstattung des Kaufpreises erwähnt hat

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Saki93 28.06.2016, 08:41

Ja, aber mich da richtig zu beraten und zu sagen Hr XXXXXXX schauen Sie folgendes wird passieren wenn wir Gerichtlich vorgehen, hat Sie auch nicht gemacht.

bytheway:

Ich würde bei meinen Kundenstamm niemals für 2 Mail's 290€ verlangen? bei der frage.

Ob meine Kündigungsschreiben damit es Rechtswirksam ist, am 31.xx oder am 01.xx ausgeschrieben werden soll.

ingesamt 4 Zeilen, hat Sie geantwortet.

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wurzlsepp668 28.06.2016, 08:46
@Saki93

wenn du mit Beratung Geld verdienst, wirst du def. nichts kostenlos tätigen ......

und sie HAT Auskunft auf deine Fragen gegeben, die anscheinend auch nichts mit dem Gerichtsverfahren zu tun hatten ....

warum soll das kostenlos sein?

und, bytheway: ich bin mir ziemlich sicher, dass die Anwältin auf die Konsequenzen im Gerichtsverfahren hingewiesen hat ...... die wurden entweder nicht richtig verstanden oder wollten nicht gehört werden

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wurzlsepp668 28.06.2016, 08:51
@wurzlsepp668

bytheway:

ich habe über einen Rechner die Anwaltskosten eingegeben ...

die Anwältin hätte eine Einigungsgebühr mit 975 € zuzüglich Mwst berechnen dürfen .....

(bei einem Streitwert von 15.000 €)

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Anwälte leben davon, dass sich Menschen nicht normal einigen können. Vor einem Gericht sollte man nie erwarten, dass es um die persönlich angenommene Gerechtigkeit geht. Es geht nur um einen Streitabschluss auf der Basis der Entscheidung eines Dritten.

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Saki93 28.06.2016, 08:32

Keiner greift meine Frage richtig auf :/ ich hab vlt. zu interessant rum erzählt, meine Frage war is Sie/ Er berechtigt so hohe Einigungsgebühr zu verlangen.

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Wenn du einen Rechtsanwalt beauftragst, der die bei der Klärung behilflich ist, ist doch klar, dass er oder sie ein Honorar verlangen. Und das Anwälte nicht billig sind, ist ja allgemein bekannt.

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Saki93 28.06.2016, 08:32

Keiner greift meine Frage richtig auf :/ ich hab vlt. zu interessant rum erzählt, meine Frage war is Sie/ Er berechtigt so hohe Einigungsgebühr zu verlangen.

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TheAllisons 28.06.2016, 08:36
@Saki93

Du kannst davon ausgehen, dass die Gebühr gesetzmäßig ist, aber wenn du das anzweifelst, musst due entweder das Gesetz studieren oder dir einen neuen Anwalt leisten

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In dem Moment, wenn du die Anwältin beauftragst für dich tätig zu werden, verlangt diese auch Geld für ihre Arbeit. Wenn du mit dem Gebrauchten Fahrzeug nach dem Kauf 55 000 Kilometer gefahren bist, kannst du nicht verlangen, dass dir der volle Kaufpreis zurückerstattet wird. Das dürfte doch klar sein. Hier wird ein Betrag in Abzug gebracht, der sich Abgeltungspauschale nennt. Je mehr Kilometer ein Auto auf dem Tacho hat, umso mehr verliert es an Wert. Das Einigungshonorar richtet sich nach dem Streitwert. Wenn du deiner Anwältin Mails schreibst und sie daraufhin tätig werden muss, fallen ebenfalls Gebühren an. Für jeden Brief, für jede Beratung verlangen Anwälte Geld. Wenn du glaubst, dass die Anwältin von dir zuviel Geld verlangt hat, dann kannst du dich bei der Anwaltskammer beschweren und die Rechtmässigkeit der Forderungen überprüfen lassen.

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Dachtest du der Anwalt macht das umsonst? Du bist mit den 700 Euro noch gut davon gekommen

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Saki93 28.06.2016, 15:01

Das ist mir jetzt klar geworden, aber trotz allem hätte Sie mich besser in diesen Thema beraten können.

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Ja, ist er.

Ihr habt euch außergerichtlich geeinigt und somit zahlt jede Partei sineen Anwalt selber. Das solltest du aber gewusst haben.

Das du nicht die Volle Kaufsumme erstattet bekommst hätte dir auch klar sein müssen, denn du bis da ja schon 55.000 km mit gefahren. diese werden da natürlich als Nutzung abgerechnet.

Somit ist es völlig in Ordnung, was deine Anwältin da gemacht hat.

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Saki93 28.06.2016, 08:30

Das war mir da noch nicht klar, ich habe es ja nicht gewusst. Sie hat am Anfang mir alles schön geredet vonwegen du bekommst viel zurück bla bla, und jetzt hat Sie ihre Anwaltskosten ja schon bekommen ( in den Gerichtskosten die der Gegner gezahlt hat).

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Deepdiver 28.06.2016, 08:31
@Saki93

Gerichtskosten und Anwaltskosten sind zweierlei Dinge.

Das Gericht bekommt Geld und der Anwalt auch.

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wurzlsepp668 28.06.2016, 08:34
@Saki93

bei einigermassen logischem Denken sollte klar sein, dass der Kaufpreis bei Nutzung von 55.000 km (!!) nicht erstattet wird ....

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Wie die meisten bereits richtig aufgeführt haben, greift hier das RVG und dort die Gebührentabelle.

https://dejure.org/gesetze/RVG/Anlage_1.html

Und hier kannst dus nachrechnen:

https://anwaltverein.de/undefined

Ich komm zwar nur auf 760€ aber evtl ist da noch keine MwSt. o.ä. veranschlagt...

Also ja, der Einigungsbetrag ist rechtens, vor dem 01.08.2013 hieß er Vergleichsbetrag (wobei ich mir dabei jetzt nicht 100% sicher bin). Aber im Endeffekt gabs das schon immer...

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Du kannst froh sein, daß Du mit 776€ davon gekommen bist.

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Saki93 28.06.2016, 08:33

Froh? also ist Sie/ Er berechtigt ?

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mepeisen 28.06.2016, 08:49
@Saki93

Ja. Es gilt für die Anwaltsvergütung das RVG. Und selbiges sieht die Einigungsgebühr durchaus vor für das Mitwirken an einer Einigung.

Ob und was die Anwältin dir eingeredet hat, lässt sich kaum irgendwie nachweisen.

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