Einige Unklarheiten zur Novelle "Carmen" von Prosper Mérimée?

2 Antworten

En close bouche, n'entre point mouche. = In einen verschlossenen Mund dringt keine Fliege ein. = Quatsch nicht zu viel, dann verquatscht du dich auch nicht.

Epoche: 19, Jahrhundert.

Stil- schwer zu sagen... ich würde sagen realistisch...

Mériméee war Denkmalschützer und als solcher sehr viel unterwegs, und so kam er eben in verschlafene Gegenden und erzählte von dort Geschichten, manchmal auch als magischer Realismus (aber nicht in Carmen).

Ich habe zu der Geschichte ein ambivalentes Verhältnis.

Denn sie scheint häusliche Gewalt zu rechtfertigen, so nach dem Prinzip: José ermordet Carmen nur deshalb, weil sie ihn so schrecklich provoziert hat... und überhaupt wollte er gar nichts von ihr, sie hat angefangen..

Dieser José-Maria verstärkt den Eindruck: Carmen verliebt sich in einen Mann, der überhaupt keine Qualitäten hat. Er ist untreu, er schlägt sie, er ist eifersüchtig, er ist überhaupt egoistisch - und genau auf diese Typen steht Carmen - je mehr er sie quält, desto mehr liebt sie ihn...

Und in diese Richtung geht auch Carmens gelassenheit: selber schuld, dass sie ermordet wurde, sie hätte ja auch davon laufen können, sie wollte es nicht anders...

d.h. alles zielt letztlich darauf ab, die Rollen von täter und Opfer zu vertauschen...

Genauso auch die Tatsache, dass Don José sich am Schluss stellt... er wollte das alles ja eigentlich nicht...

Und ich bin mir eben nicht sicher, ob das die Perspektive von Don José ist, der sich als Opfer fühlt und selbst bemitleidet, oder ob der Autor diese Auffassung teilt...

Carmen will selbstbestimmt handeln. Deshalb hilft sie, wenn sie jemanden liebt.

Die Geliebte von José-Maria ist von ihrem Geliebten abhängig und nimmt deshalb alles hin, was er tut.

Don José akzeptiert Carmens Selbständigkeit nicht, sieht dann aber, dass er die getötet hat, die ihm am wichtigsten war.

Wenn das dir nicht ausreicht, musst du weiter fragen; denn sonst würde die Erklärung mehr Zeit erfordern, als ich jetzt aufbringen kann.

Welche Bedeutung hat der Songtext "weiße Stellen" von Wirtz?

Hallo an Alle, wie ist folgender Songtext von Daniel Wirtz zu verstehen?

Weiße Stellen Lyrics

Die Konturen sind verschwommen wieder ne Nacht mit zu viel von Allem der Blick verbogen, und meine Augen brennen Seh mich im Spiegel hinterm Tresen, frag mich bin ich zu wenig von dem gewesen was ich hätte sein können

Ob ich alles was ich habe jede einzelne Farbe aufgetragen hab oder die Leinwand auf die ich mein Leben male zum Schluss zu viele weiße Stellen hat

Die Stimmung ist im Keller ich seh die unbestellten Felder das Brachland der vergangen Nacht die Gedanken sie entgleiten wenn fremde Substanzen durch den Schädel reiten und alter Zweifel neu entfacht

Ich frag mich

ob ich alles was ich habe jede einzelne Farbe aufgetragen hab oder die Leinwand auf die ich mein Leben male zum Schluss zu viele weiße Stellen hat

Weiße Stellen hat...

ob ich alles was ich habe jede einzelne Farbe aufgetragen hab oder die Leinwand auf die ich mein Leben male zum Schluss zu viele weiße Stellen hat.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?