Einige Fragen zur Vorbereitung fürs Physik-Studium

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2 Antworten

Hallo,

keine Sorge, anspruchsvoll sollte es werden ;)

Wenn du dich in der Physik ein wenig weiterbilden willst kannst du dir den Tipler holen (ein Riesenbuch das sehr viel vom Studienanfang abdeckt und recht anschaulich ist). Wenn du dir insbesondere das erste Semester einfacher machen willst kannst du dir auch direkt Bücher zur Mechanik holen (wir hatten den Demtröder in Experimental- und den Nolting in theoretischer Physik). Hier würde ich dir aber fast empfehlen zu warten was dein Prof empfiehlt - oft sind die Vorlesungen an ein bestimmtes Buch angelehnt und mit dem ists dann deutlich leichter neben der Vorlesung mitzulesen.

Wenn du wirklich etwas nützliches tun willst dann konzentrier dich mehr auf die Mathematik als auf die Physik. Auch wenns etwas trockener ist wirst du damit vermutlich am meisten Probleme haben. Nicht mal unbedingt mit den richtigen Mathevorlesung sondern einfach mit der in der Physik benötigten Mathematik. Wiederhole Ableiten und Integrieren so gut es geht, schau dir die trigonometrischen Funktionen an, mach dich vielleicht schon mal mit Polar- und Kugelkoordinaten vertraut etc.

Ein Buch das mich in den ersten Semestern dauernd begleitet hat war http://www.amazon.de/Rechenmethoden-Studierende-Physik-ersten-Jahr/dp/3827424550. Für ein Lehrbuch nicht allzu teuer und meiner Meinung nach sehr verständlich geschrieben. Sowohl zum Selbststudium vorher als auch als Nachschlagwerk während des Studiums (wie war noch mal die Koordinatentransformation in Kugelkoordinaten? etc) sehr gut geeignet. Nach den ersten Semestern wird es weniger relevant weil das dann einfach alles sitzt, aber im ersten Jahr ist es wie versprochen eine sehr große Hilfe.

Viel Spaß beim Studium!

mfg
Ennte

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Kommentar von chucknils
14.06.2014, 00:59

Erstmal vielen Dank für deine umfangreiche Antwort. Ich hatte mich die Tage schon einmal mit meinem Physik-Lehrer unterhalten, der mich ebenfalls darauf hinwies, ich müsse während des Physik-Studiums mit einem erheblichen Mathe-Anteil rechnen. Da er gleichzeitig mein Mathe-Lehrer ist, und dementsprechend meine Fähigkeiten in Mathe einzuschätzen weiß, sagte er mir, ich hätte seiner Meinung nach ganz gute Chancen, diesen vergleichsweise sehr schwierigen Studiengang zu meistern.

Trotzdem werde ich deinen wertvollen Rat befolgen und an meinen Mathe-Kenntnissen arbeiten, das hatte ich zwar prinzipiell sowieso vor, aber da es wichtiger zu sein scheint, als anfangs gedacht, werde ich mich da gleich doppelt reinhängen.

Außerdem vielen Dank für die beiden Buch-Tipps, die werde ich mir direkt morgen holen und dann kann es richtig losgehen. ;) Ich bin schon richtig gespannt, aber andererseits bin ich auch froh, dass ich noch ein Jahr Zeit hab, mich vorzubereiten. :)

Gruß

Chucknils

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Die Standardlektüre dürfte wohl das Werk von Giancoli sein:

http://www.amazon.de/Physik-Lehr-%C3%9Cbungsbuch-Pearson-Studium/dp/3868940235

Ansonsten wirst du zum Einstieg nicht viel finden -denn du wirst ja später viele Teilbereiche durchnehmen und bestimmte Bücher für Thermodynamik, Mechanik, ... haben :)

Was auch wichtig ist ist natürlich Mathematik, was auch einen großen Teil vom Studium ausmacht :3

Da würde ich bspw. das empfehlen:

amazon.de/dp/3827423082

Studierst du denn reine Physik oder ne Fachrichtung?

Lg

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Kommentar von chucknils
14.06.2014, 01:31

Vielen Dank für deine Buch-Empfehlung, das ist ja wirklich ein gewaltiger Wälzer :) Dass ein erheblicher Teil der Physik die Mathematik ist, war mir zwar prinzipiell klar, aber ich wusste nicht, dass es so viel ist. Mir wurde auch gesagt, dass ein gewisser Prozentsatz an Physik-Studenten an fehlenden Mathematischen Kenntnissen bzw. fehlendem mathematischem Verständnis scheitert. Scheint also nicht gerade einfach zu sein, wenn man mal davon ausgeht, dass niemand, der bei klarem Verstand ist, ein Studium in Physik in Erwägung zieht, der nicht sehr gut in Mathe ist.

Ich hatte bis jetzt den Studiengang "allgemeine Physik" im Fokus, aber das ist eine Sache, die bis jetzt noch nicht sicher fest steht. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann sind die möglichen Einsatzfelder für Physiker zu vielfältig, als dass ich einen sicheren konkreten Berufswunsch nennen könnte, würde ich gefragt werden. Ballistik wäre zum Beispiel eine Sache, die mich reizen würde.

Ist es zum Beispiel dafür denn notwendig, sich schon im Studium für eine Fachrichtung zu entscheiden? Kann man nach dem Bachelor "allgemeine Physik" denn seinen Master in einem Fachgebiet machen?

Gruß

Chucknils

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