einige chemische fragen

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4 Antworten

zu1): Weil Essigsäure eine stabile Verbindung ist, sich in Wasser gut löst und zum Teil zum Acetatanion und Oxoniumion dissoziieren kann.

Kohlensäure in der ersten Dissoziationsstufe hat theoretisch eine ähnliche Säurestärke wie Essigsäure (= Bereitschaft ein Proton abzugeben -> google mal pKs -Wert). ABER. Kohlensäure ist eine instabile Verbindung und in Wasser nur als Hydrogencarbonat ( Oxonium beständig. Die Rückreaktion wäre zu CO2 und Wasser, wobei das Reaktionsgleichgewicht sehr weit links liegt ( pH Wert-Abnahme führt zu einer weiteren Verschiebung nach links). Der pKs-Wert der Kohlensäure ist als Konsequenz wesentlich höher als der der Essigsäure und deswegen ist die Essigsäure eine stärkere Säure.

zu 2): Kommt auf die Säure an: von einer negativen Ladung bei HCl / Cl- zu 3en bei H3PO4 / PO4--- ....

Bei organischen Verbindungen wird es komplizierter - hängt dann z.B. von der Anzahl der Carboxygruppen am Molekül ab; als relativ einfache Verbindung, die auch als Tetra-anion vorkommt wäre EDTA / Ethylendiamintetraacetat zu nennen....

Hi Analytiker !

Zu Deiner Frage bezgl. Schwefelsäure: Die Antwort ist prinzipiell dieselbe. Bei Schwefelsäure kommt dazu, dass sie eine noch stärkerer Säure ist als Essigsäure.

D.h. sie dissoziiert sehr leicht und gibt die Protonen noch eher ab.

Auch unabhängig vom Löslichkeitsverhalten ist Schwefelsäure immer noch stärker als Kohlensäure, d.h. sie gibt ihre Protonen eher / vollständiger ab.

Der Grund dafür ist schwerer zu benennen; Die Elektronegativitätsdifferenzen in den Anionen sind ähnlich, ebenso die Molekülgröße.

Meiner Meinung nach liegt der Unterschied in verschieden hohen Hydrationsenthalpien begründet. Will heißen, dass Sulfat/Hydrogensulfationen wesentlich leichter hydratisieren und die resultierenden Hydrathüllen stabiler sind - die Hydrationsenthalie wäre also negativer als die von Kohlensäure und der Gesamtenergiezustand niedriger, was per se auch stabiler heißt.

Der Grund dafür könnte in der Molekülstruktur liegen (tetraedrisch bei Sulfat und trigonal-planar bei Carbonat) und in einer höheren Zahl von mesomeren Grenzstrukturen beim Sulfat.

Grüße PJ

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  1. Kohlensäure ist wesentlich stärker, nur kann man sie nicht wie Essigsäure in beliebiger Konzentration (bis 100%) darstellen. Ihre Salze bilden zwar ganze Gebirge, aber die Kohlensäure selber existiert nur zu etwa 0,01% in Wasser (in dem Kohlendioxid gelöst ist). Gäbe es sie in entsprechender Konzentration, wäre Kohlensäure eben so stark wie Salz- oder Schwefelsäure. 2. Drei (Phosphorsäure).

Okay das heißt Kohlensäure ist eigentlich stärker ?

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@Analytiker96

Richtig. Bei gleicher Konzentration ja. Essigsäure ist eine schwache Säure, weil sie sie ihren Wasserstoff (H⁺- Ion) nur sehr zögerlich abspaltet, Kohlensäure dagegen (zumindest den ersten) sehr leicht.

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Wenn du 1 Liter Essigsäure mit 1x10^8 Litern Wasser verdünnst, dann ist sie schwächer als 1 Liter konzentrierte Kohlensäure ;-)

Es gibt keine konzentrierte Kohlensäure.

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Dann rein aus Interesse würde ich dir sagen, das du dich ins Thema einlesen solltest. Willkommen in der Forschung.

von mir hier auch ein Willkommen in der Forschung

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@Tennox

ich habe das nur deshalb geschrieben damit der support meine frage nicht löscht :-D

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