eingliederungsvereinbarung unterschrieben ?

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5 Antworten

Ja, Du kannst dagegen klagen.

Da du ja nichts darüber gesagt hast, was das für eine Maßnahme ist, wie alt du bist und mit welcher Ausbildung / Arbeitserfahrung / Schulabschluss du so daherkommst, ist es kaum möglich zu sagen, ob eine Maßnahme Sinn machen würde oder nicht.

Für noch sehr junge Leute mit einem schlechten Schulabschluss und wenig Chancen auf eine Ausbildung können derartige Maßnahmen sehr wohl Sinn machen.

Außerdem: das JC hat das Recht, dich in eine Maßnahme zu schicken, wenn das wichtig ist für eine bessere Integrierbarkeit in Beruf oder Ausbildung.

Du willst Geld vom Amt, im Gegenzug hast du die Pflicht, alles dir mögliche zu tun, um deine Arbeitslosigkeit möglichst bald und möglichst dauerhaft zu beenden. Und wenn eine Maßnahme dabei helfen könnte, dann hast du sie anzunehmen. Immerhin hast du den ganzen Tag Zeit - da werden 6 Stunden täglich ja machbar sein.

Wogegen willst du klagen? Klagen kann man, wenn einem Unrecht getan wird. Davon kann ja wohl keine Rede sein. 

Und 5 Bewerbungen im Monat sind ja auch irgendwie ein Lacher ... du verfügst über Internet zur Stellenrecherche ... wieso dann nicht mindestens 3 pro Woche?

Wenn man erst einmal ein Anschreiben und einen Lebenslauf hat, dann muss man ja bei nachfolgenden Bewerbungen nicht so tun, als müsse man das Rad zum zweiten Mal erfinden. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum Leute zwischen dem Finden einer ausgeschriebenen Stelle und dem Absenden einer Bewerbung mindestens eine Woche brauchen.

Und seine Dokumente entweder ein paar mal kopiert vorrätig zu haben oder eingescannt auf dem Stick (wenn man selbst nicht drucken kann) - das kann ja alles nicht so schlimm sein.

Warum dann 5 Bewerbungen im Monat? Vom Wunsch, wieder zu arbeiten, überzeugt das nicht wirklich.

meine sachbearbeiterin und ich hatten vereinbart das mir keine maßnahmen aufgedrängt werden dürfen nur alleine aus diesen grund habe ich die egv die wir ausgemacht haben wo drin steht das ich nur bewerbungen schreiben soll unterschrieben ist das wirklich so schwer zu verstehen ? die egv hätte ich sonst niemals unterschrieben aber da wir das abgemacht haben das mir keine maßnahmen aufgedrängt werden dürfen wenn ich das unterschreibe und mir trotzdem eine maßnahme angedreht wird von mein neuen sachbearbeiter ist das nicht rechtens und deshalb frage ich ob ich dagegen klagen kann oder die egv widerrufen kann andererweise hätte ich den verwaltungakt auf mich zu kommen lassen den ich widerrufen hätte

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@donblock2

Das mag genau das Problem sein: die erste Sachbearbeiterin hat vielleicht deine Argumente GEGEN jede Art von Maßnahmen aus menschlicher Sicht verstanden und wollte dir einen Gefallen tun.

Letztlich sagt der Gesetzgeber in den Arbeitsvorschriften zum "Fordern und Fördern" aber ganz klar, dass die Verbesserung der Integrierbarkeit in vielen Fällen durch die Teilnahme an einer entsprechenden Maßnahme gegeben ist und damit dem leistungsbezieher durchaus zuzumuten.

Es gibt ein oder zwei akzeptierte Gründe, mit denen man eine solche Teilnahme ablehnen kann und selbst das meist temporär.

Da du aber von solch einer Begründung für deine Ablehnung nichts geschrieben hast, denke ich, dass es bei dir nicht zutrifft.

Da dich eine solche Maßnahme nicht an der Jobsuche hindert und du eine Maßnahme für eine beginnende Tätigkeit von einem Tag auf den anderen abbrechen kannst, brauchst du schon eine gute Argumentation.

Und nun kommst du an einen Sachbearbeiter, der so eine "god will" -Entscheidung deiner früheren Sachbearbeiterin nicht mittragen will. Muss er auch nicht. Er kann zumindest überprüfen, ob deine ablehnenden Gründe von damals noch zutreffen und kann befinden, dass diese nicht mehr gegeben sind.

Was machst du dann?

Ich bin ziemlich sicher (immerhin jahrelang mein Arbeitsfeld), dass der Verzicht auf eine Maßnahmeteilnahme nur unter sehr engen Grenzen hätte in der EGV stehen dürfen.

Ich versteh dich allerdings so, dass in der EGV NICHTS stand bezüglich Maßnahmen. Allerdings eben auch nichts verneinendes.

So - und nun wärst du u.U. in der Beweispflicht, dass deine frühere Bearbeiterin dir so etwas zugesichert hat. Bist du dir sicher, die würde das bestätigen, auch wenn sie dann ganz akribisch erklären müsste, WARUM sie eine solche Zusage macht?

Und noch mal: wogegen willst du denn klagen? Dass der Neue nicht bereit ist, diese Kann-Regelung in deinem Sinne anzuwenden?

Das ist eben das Hinterhältige an solchen "Kann, aber muss nicht"- Entscheidungen: der nächste entscheidet anders und ist nicht verpflichtet, genau so zu entscheiden, wie der andere zuvor.

Es gibt doch längst Urteile, die besagen, es bedürfe gar keiner EGV - das Jobcenter könne dich auch ohne EGV in eine Maßnahme zuweisen. Und könnte dich - sofern eine Rechtsfolgenbelehrung erfolgt ist - auch sanktionieren, wenn du dich grundlos weigerst.

Ich denke, das wird dir auch jeder Anwalt erzählen.

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Du sollst nicht nur 5 Bewerbungen/Monat schreiben, sondern minimum 5 Bewerbungen/Monat schreiben. 

Da du Zeit hast, kannst du auch 5 Bewerbungen/Tag schreiben.

Und was spricht dagegen nicht an einer Maßnahme teil zunehmen ?

Du hast den ganzen Tag Zeit und spricht nichts dagegen.. 

Du kannst an einer Maßnahme Teilnehmen, und trotzdem Bewerbungen schreiben. Hast du dann eine Stelle, kannst du von jetzt auf gleich die Maßnahme verlassen.

Versuchen kannst du es aber ich glaube nicht, dass es viel bringt. Wenn du Geld willst musst du das wohl machen, wenn du keine Kürzungen bekommen willst.

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