Welchen Einfluss haben Philosophen auf die Wissenschaft?

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3 Antworten

Aristoteles steht so ziemlich am Anfang der einzelnen Wissenschaften, war selbst als Wissenschaftler tätig. Seine Wirkung reicht bis ins Mittelalter als Autorität in der Scholastik. Descartes und Bacon gehören dann in eine Kategorie von Personen, die Wege suchen, sich aus der festgefahrenen Scholastik zu befreien und mit ihren Gedanken Wissenschaftler ermuntern, sich nicht von der Scholastik und der Kirche an die Kette legen zu lassen (hier sollte auch Nikolaus von Kues nicht vergessen werden). Für Popper ist das alles "Geschichte". Er ist Zeitgenosse unserer modernen Wissenschaft und mit vielen herausragenden Wissenschaftlern persönlich bekannt und im Gedankenaustausch. Das ist ein Geben und Nehmen. Aber auch er erfährt Widerspruch z.B. von Feyerabend oder Kuhn, die Poppers Wissenschaftstheorie für zu idealistisch, zu praxisfremd halten.

"So etwas" setzt sich vor allem nicht allein durch. Die modernen Ideen stehen einander in Konkurrenz gegenüber; sie stehen aber auch in Konkurrenz zu neuentdeckten alten und antimordernen Ideen; diese Gesamtkonkurrenz nennt man Postmoderne.

Die Wissenschaft und ihre Methoden haben sich nicht nur gewandelt, sondern zum Teil auch wieder zurückgewandelt sowie in verschiedene Richtungen gewandelt.

Dass die Philosophie dafür entscheidend ist, liegt hauptsächlich an der menschlichen Erkenntnis, die nicht mit allen Erkenntnismethoden gleichgut zurechtkommt.

Popper hatte ja auch ein anderes, ausgereifteres Wissen, ausgerichtet am aktullen Stand, genau wie Descartes und Aristoteles.

Welchen Einfluss haben Philosophen auf Wissenschaftler? Philosophen sind Theoretiker der Wissenschaft, ihr Interesse beruht auf der Fähigkeit komplexe Theorien im Kopf zu verarbeiten, ein Wissenschaftler muss seine Neugier bewahren und versuchen sie zu befriedigen, denn hierauf beruht die Forschung.

Ein Philosoph gibt im besten Fall, den Input, die Anregung zum eigenständigen denken. Er ist der Fragesteller "Warum und wieso" ist Wasser Nass. "Warum und wieso" sucht der Mensch den Sinn des Lebens. "Warum und wieso" zerstört sich der Mensch seinen Lebenraum.

Definition von Philosophieren? "Du, da hat einer etwas getextet, Popper heißt der. So wie der die Wissenschaft betrachtet, das finde ich viel cooler. Ich betreibe Wissenschaft nur noch nach seinen Grundsätzen und so."

Das ist Denken, für andere übernehmen.

Ein Wissenschaftler ist kein Philosoph, der Fragen an andere stellt, er sucht auf die Fragen eine Antwort, dabei muss er die Fähigkeit zum Philosophieren (nachdenken) haben, sonst ist der Antrieb nur der Ehrgeiz nach Ruhm und Mammon. Hier findet dann aber wiederum keine Wissenschaft mehr statt, sondern nur eine weiterentwicklung, weiterverbesserung.

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