Einer unserer Mitarbeiter ist Jude. Wir haben kein Problem damit, allerdings ist ein anderer Mitarbeiter politisch sehr rechts orientiert.?

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9 Antworten

Als Arbeitgeber hast Du natürlich auch eine Sorgfalts- / und Sicherungspflicht zur Aufrechterhaltung eines für jeden Mitarbeiter zumutbaren und sicheren Arbeitsbetriebes zuletzt auch in Deinem eigenen Interesse.

Du musst also zunächst erst einmal versuchen, eine Schlichtung unter absolut ernstzunehmenden Argumentationen beider Parteien wahrzunehmen, anzustreben und letztlich sinnvoll zu erreichen.

Erst wenn keinerlei Schlichtung zwischen den strittigen Mitarbeitern möglich wäre, so müsstest Du als verantwortliche Ombudsperson weitere Mittel der Schlichtung / Wiederherstellung des innerbetrieblichen Friedens anstreben und notfalls massiv durchsetzen.

Das kann von Ermahnung über Versetzung in differenzierte Arbeitsbereiche / Schichten bis hin über Abmahnung und notfalls personenbedingter Kündigung der wirtschaftlich / betrieblich "schädigenderen" Partei gehen.

Dabei musst Du aber auch stets im Hinterkopf behalten, dass Du als Arbeitgeber ein Schutzbeauftragter auch für Menschenrechte und mögliche Diskriminierung bist und dementsprechend auch zur Konfliktbeilegung bis gar Schutz jedes Betriebsmitgliedes  verpflichtet.

Hoffentlich findest Du eine ( gerecht / salomonische ) Lösung für beide Parteien ohne Aussprache einer Abmahnung oder gar Kündigung.

Versuche der "offensiveren" Partei zumindest klarzumachen, dass Du Streitigkeiten und insbesondere Diskriminierung in DEINEM Betrieb nicht dulden wirst und notfalls geeignete ( personalrechtliche ) Massnahmen treffen müsstest.

Vermutlich machen beide Parteien ihre jeweilige Arbeit vergleichbar gut und es stehen " nur " ethnische Argumentationen im strittigen Thema. Dann MÜSSTEST Du bei absoluter Uneinsichtigkeit / fruchtloser Versuche der Beilegung den aggressiveren Part der Streitigkeit mit härteren bis notfalls härtesten Mitteln belegen.

Denn DAS ist elementarer Bestandteil Deiner gesetzlichen Fürsorgepflicht, wenn sich keine anderweitige Schlichtung erzielen lässt.

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Also erst mal müßte man klären ob er ihn angreift weil er Jude ist, oder ihn angreift weil er menschlich oder fachlich eine Katastrophe ist.
Wenn es wegen der Religion ist:
1. abmahnen
2. keine Besserung: raus!

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Ich würde den Mitarbeiter, der den anderen aufgrund seiner Religion beleidigt verwarnen und wenn nötig rausschmeissen...

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Eher den rechts Orientierten rausschmeißen, denn ihn wieder von Anti-Semitismus weg zubekommen ist wohl schwieriger.

Bzw Vermahnen und mit Kündigung drohen falls dies im Rahmen des Gesetzes abläuft

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Verbreiten einer  rechten Gesinnung ist ein Kündigungsgrund , auch wenn es im nichtbetrieblichen Bereich gemacht wird u.a. auf Facebook

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Hätte ich ein Wort mitzureden..würde ich ihn abmahnen und im Widerholungsfall die Kündigung aussprechen..mit der Begründung: Störung des Betriebsfriedens!

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Zum Betriebsrat gehen. So etwas geht überhaupt nicht. Euer Geschäftsführer ( Chef) sollte sich dessen annehmen und auf keinen Fall einfach weg gucken!!

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Mitarbeitergespräch führen und damit konfrontieren.

Wenn es nicht fruchtet -> Abmahnung & Rechtliche Schritte einleiten, da es unter Rassendiskriminierung fällt.(Wenn es Personen bzw Herkunftsbezogenes angreifen ist.)

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Kommentar von WetWilly
02.11.2015, 16:35

Es handelt sich nicht um "Rassendiskriminierung", sondern um Diskriminierung um der Religion willen.

"Juden" sind, im Gegensatz zur Nazi-Ideologie, keine "Rasse" sondern Angehöriger einer Religionsgemeinschaft.

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In der Tat:
Wenn es klare Zeichen dafür gibt, dass die Angriffe wegen des Jüdischseins stattfinden, dann stört das nicht nur den Betriebsfrieden ( und wäre damit arbeits- und zivilrechtlich zu ahnden). Es ist dann schlicht strafbar, und ein duldender Arbeitgeber macht sich mit strafbar!

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