Einen wunderschönen Samstagmorgen! Haltet ihr Fahrtauglichkeitsüberprüfungen für sinnvoll?

42 Antworten

Guten Morgen!

Ich bin hier zwiegespalten. Sinnvoll wäre es für manche Senioren sicherlich ------> andererseits gibt es aber auch sehr rüstige Autofahrer, so bin ich mit meinem Opa, er fuhr bis er 87 war bin ich etwa immer solide und sicher gefahren, bis zum Schluss auch im Stadtverkehr und auf der Autobahn im Mercedes 230E (W124), unfallfrei war er sowieso unterwegs. Er hörte auf, nachdem der 230E im Jahr 2012 nach 23 Jahren und 270000 Kilometern hauptsächlich wegen schweren Rostschäden nicht mehr über den TÜV ging und er der Meinung war, sowieso kein eigenes Auto mehr zu benötigen. Den Führerschein behielt er, gefahren ist er seitdem nicht mehr. Er lief seitdem zu Fuß oder irgendeiner von uns war immer da, der ihn fuhr, Probleme gab es keine. Auch mein Großonkel, der mit 84 Jahren starb, war bis zum Schluss ein versierter Fahrer, der sogar typische "Rentnerkratzer" niemals an seinem ausladenden 5er-BMW hatte. Will sagen, es gibt "solche und solche".

Allerdings stellt sich mir viel mehr die Frage, ob solche Tests in Zeiten, in denen die allgemein um sich greifende Politikverdrossenheit den Ton angibt, überhaupt reell durchzuführen sind. Die Partei bzw. der Politiker, dessen Mund so etwas entfließt und der daran denkt oder es, wie es im Jargon semi-seriöser Medien heißt Tests "fordert", schießt sich doch damit endgültig selber ab. Das weiß jede Partei, deswegen ist man da sehr zurückhaltend. Gerade die älteren Leute wählen noch halbwegs loyal und gehen treu zur Urne, die will man nicht vollends vergällen.

Zudem muss es ein adäquates Gegenprogramm geben und man muss Konzepte für den "ländlichen Raum" finden, den Politiker immer so hoch loben und dann doch vergessen, sobald sie gewählt wurden: Auf dem Land eiert Opa Heinz oft wirklich nur deswegen bei grenzwertiger Verfassung an der Grenze zur Fahruntüchtigkeit (und das oft wissentlich!) bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag in seinem Kadett durch die Gegend, weil er keine Alternative hat, die Kinder nicht vor Ort sind und ihm nix Anderes bleibt als selbst zu fahren. Wenn es von den Kommunen und der Politik entsprechende Gegenentwürfe gibt und der ÖPNV auf dem Land besser aufgebaut wird bzw. man dort nicht jeden Meter fahren muss, sehe ich hier eine Chance für Tests und Überprüfungen, an denen jemandem am Ende der Schein ggf. entzogen wird oder ihm nahegelegt wird, drüber nachzudenken ob es sein müsse. Ansonsten nicht. Wenn man bspw. dem Opa seinen Kadett wegnimmt, versauert er daheim und kommt nicht mehr raus, baut geistig komplett ab und stirbt früher oder später. Mit dem Auto verliert man oft das letzte Tor zur Welt & der coole Opa, der Internet hat und ein Smartphone sowie die liebevolle Familie in der Villa, ist allenfalls im Werbefernsehen das gültige Bild eines Senioren. In der Realität überwiegt der Typ, den ich beschrieben habe.

Eine Chance sehe ich in Nachbarschaftshilfevereinen, wie sie sich aktuell immer häufiger gründen, aber auch diese Angebote müssen sich erst mal etablieren. Da kann man in 5-10 Jahren mal drüber reden und muss schauen, wo man steht.

Junge Risikofahrer in ihren getunten, oft viel zu schnellen Kleinwagen halte ich für viel gefährlicher als den typischen Opa, der 25 Jahre lang mit seinem Kadett vertraut ist und 2000 Kilometer im Jahr abspult in einem Raum, den er wie seine Westentasche kennt und das auch nur bei Tageslicht. Ich war dieses Jahr beruflich bedingt auf einer Tagung eines Vereins für kommunale Kriminalprävention, wo auch das kritisch thematisiert wurde. Kam dieses Jahr auch bei einem Unfall vorbei, Ursache war Smartphonespielerei, stand sogar so in der Zeitung; die junge Frau war 27 Jahre alt. So etwas leistet sich kein Senior. Man sollte auch mal die jungen Fahrer in die Pflicht nehmen, bevor man auf die Alten schimpft.

Außerdem gilt es aus meiner Sicht zu bedenken, was mein Großonkel immer sagte: Er stand diesen Tests neutral gegenüber, hatte aber seine eigene Ansicht. Diejenigen, die jetzt die Tests fordern, werden eines Tages auch alt sein und sind dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die ersten, die sich dagegen sträuben und der Meinung sind, noch perfekt fahren zu können. Wir bleiben nicht ewig jung und die heutigen Alten waren, wie wir sind...

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Vielen Dank für deine Meinung und noch einen angenehmen Samstag! :)

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@Chumacera

Danke dir auch!

Noch was am Rande, meinen alten Audi 100 kaufte ich damals von einem Mann, der mit 74 Jahren seinen Führerschein freiwillig abgegeben hat. Er bekam dafür aber auch eine kostenlose Bus- und Bahnfahrkarte auf Lebenszeit, weswegen er sich überhaupt vom eigenen Auto verabschiedet hat. Ich bin mir sicher: Wenn es solche Lösungen gibt, denken Senioren schon eher mal drüber nach.

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@rotesand

Ich lebe in einer Großstadt und habe mein Auto vor einigen Jahren ersatzlos abgeschafft. Die Gründe dafür waren, dass es hier einen perfekt funktionierenden Nahverkehr gibt und dass mir das Auto bei Erledigungen in der Stadt wie ein Klotz am Bein hing. Erst suchte ich einen Parkplatz, den ich auch noch teuer bezahlen musste, um dann wieder zu dem Parkplatz zurückzulaufen, um zur nächsten Erledigung zu fahren. Alles ging dann von vorn los. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich ohne weite Wege zurück legen zu müssen überall in der Stadt hin komme. Was die weiten Laufwege betrifft, war das mit dem Auto parkplatzbedingt anders. Da ich sehr selten aus der Stadt heraus muss, war das für mich die beste Lösung und auch die Preiswerteste, denn eine Monatskarte ist billiger wie die Unterhaltskosten für das Auto und es entstehen auch keine Folgekosten. Ich habe diesen Schritt nie bereut. Wenn ich die Stadt unbedingt mal verlassen muss, gibt es auch noch S-Bahnen, die DB und Fern-Busse.

Auf dem Land kommt man ohne Auto nur schwer aus.

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Zudem muss es ein adäquates Gegenprogramm geben und man muss Konzepte für den "ländlichen Raum" finden

Ein sehr wichtiger Punkt, den du hier anführst!

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@zippo1970

Ich mache mir darüber immer wieder mal Gedanken. Ich kenne einige "Rentner vom Land", die in ihrem Ort keinerlei Einkaufsmöglichkeit haben; die Kinder oder erwachsene Enkel leben in der Stadt oder können Opa nicht rumfahren, weil sie berufstätig sind, man will den Nachbarn nicht zur Last fallen und Busse sowie Bahnen gibt es nicht. Was bleibt jemandem da anderes übrig, als das eigene Auto, wenn man nicht auf der Strecke bleiben möchte?

Bevor es auf diese Frage keine Antwort gibt - und da muss die Politik tätig werden, und das sage ich, obwohl ich sicher kein Stammtisch-Schimpfer bin - kann man diese Tests nicht anordnen.

Denn es gibt nicht nur Großstädte, sondern auch Orte, in denen tatsächlich tote Hose herrscht und in denen Busse nur die Schüler abholen und wieder bringen, dahingehend zu Unzeiten verkehren oder in riesigen Zeitfenstern: Da müsste der Opa um sechs Uhr aus dem Haus und käme um 13-14 Uhr wieder daheim an, nur weil er mal eben kurz zum Aldi im Nachbarort oder zum Hausarzt fahren muss... bringt's das? Ich finde, dass das weit über der Grenze des Zumutbaren ist. Bevor Politiker das abtun, sollen sie das erstmal selbst erleben und ich bin sicher: Sobald ihre eigene alte Mutter davor stünde, wäre das Geschrei groß.

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Guten Morgen Dir!

andererseits gibt es aber auch sehr rüstige Autofahrer

Ja, die gibt es auch, ohne Frage, aber denen schadet so ein Test ja auch nicht, sie bestehen ihn und dürfen weiter fahren.

den "ländlichen Raum" finden, den Politiker immer so hoch loben und dann doch vergessen,

Dem stimme ich komplett zu. Gerade auf dem Land, nehmen wir den Ort wo meine Mutter wohnt - 3 1/2 km zur nächstgelegenen Bushaltestelle, wo dann der Bus alle paar Stunden mal fährt (also eigentlich nur dann regelmäßig, wenn Schule ist). Nächster Supermarkt/Bäcker/Fleischer mind. 8 km entfernt (weil in den Dörfern sowas nicht mehr existiert). Ohne Auto ist das schlicht und ergreifend mit einkaufen nicht machbar - außer man ist wirklich gut zu Fuß oder mit Fahrrad..., da muss es eine Alternative geben).

Eine Chance sehe ich in Nachbarschaftshilfevereinen, wie sie sich aktuell immer häufiger gründen, aber auch diese Angebote müssen sich erst mal etablieren

In dem Dorf meiner Eltern wurde über ein privatbetriebenes und vom Dorf bezahltes Bürgertaxi (also der Kleinbus sollte bezahlt werden, die Benzinrechnung auch, der Fahrdienst sollte ehrenamtlich sein) für Alte nachgedacht, aber es ist letztlich an irgendwelchen rechtlichen/bürokratischen Hürden und dem Geld gescheitert, frag mich nicht an welchen Hürden, so genau war ich da nicht drin involviert, ich wohne da ja auch schon lange nicht mehr - meine Eltern werden also irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft zu so einem "Opa Heinz" werden, weil keiner von uns in der Nähe ist.

. Diejenigen, die jetzt die Tests fordern, werden eines Tages auch alt sein und sind dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die ersten, die sich dagegen sträuben

Sicherlich kann es passieren, aber dann wäre es doch besser, wenn dieses trotzige Alte-Ich dann wenigstens einen Riegel vorgeschoben bekommt, selbst wenn es mir dann nicht gefällt. 100 mal besser, ich fluche aufs System, als ich fahre andere Menschen und mich selber tot.

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Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüß dich herzlich aus einem wohl sonnig, aber endlich auf 26 Grad abgekühlten Wien.

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Bist Du auch bei defekten Brensen zwiegespalten ?

Was meinst du wohl wie egal es dem Radfahrer ist ob er wegen schlechter Bremsen oder fast Blind ohne Reaktionsvermögen über den Haufen gefahren wurde ?

Bei Sicherheitsfragen bin ich sowas von kompromisslos !

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Einen wunderschönen Samstagvormittag an alle GF.net-Nutzer,

eine sehr interessant Frage, welche ich mir persönlich auch schon sehr oft gestellt habe.

Nun, wir brauchen uns nichts vormachen, es gibt 60-Jährige die extrem unsicher fahren und auf der anderen Seite kenne ich einen alten Mann, der bereits über 90 Jahre ist und noch sehr souverän Auto fährt. Bei dem könnten sich viele Junge noch eine Scheibe abschneiden.

Tatsache ist dann schon, dass die Aufmerksamkeit und vor allen Dingen die Reflexe im Alter nachlassen. Es kommt auch vor, dass die Betroffenen dies selbst mitbekommen und dementsprechend reagieren. Kenne hier einige ältere Leute, die bereits freiwillig den Führerschein abgegeben oder auch so mit dem Autofahren aufgehört haben.

Die Gegenseite sind aber uneinsichtige Autofahrer, die überhaupt nicht mehr mitbekommen, dass sie ein Verkehrsrisiko darstellen.

Wenn es sich dann nur um Sach.- oder Blechschaden handelt, ist das ja noch zu akzeptieren, aber spätestens bei Unfällen mit Verletzten oder sogar Toten, sieht es schon ganz anders aus. Wenn man dann erst reagiert, ist es leider zu spät.

Meistens ist es dann auch so, dass die älteren Leute auf die eigenen Kinder oder Angehörigen nicht hören, sondern erst dann reagieren, wenn ein Fremder zu dem Thema was sagt.

Aus dem Grund finde ich es eher begrüßenswert, wenn Autofahrer/innen ab einem bestimmten Alter regelmäßig die Fahrtüchtigkeit unter Beweis stellen müssen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass ein Arzt dies am Besten beurteilen kann, liegt falsch, denn die haben bestimmt keine Zeit sich eine halbe Stunde auf den Beifahrersitz zu begeben, um die Fahrtüchtigkeit zu bestätigen...

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Vielen Dank für deine Meinung und noch einen angenehmen Samstag! :)

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@Chumacera

Nichts zu Danken, wünsche Dir und dem Rest der Community ebenso einen angenehmen sowie nicht zu heißen Samstag...

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Guten Morgen Dir!

Meistens ist es dann auch so, dass die älteren Leute auf die eigenen Kinder oder Angehörigen nicht hören, 

JAAA, leider! Ich kann nur hoffen, das bald überall Kreisverkehre hingebaut werden, denn vor Kreisverkehren (diese neumodische Erfindung, überall werden die Dinger gebaut...) hat meine Oma Angst und überall wo einer ist, fährt sie nicht mehr, sondern kommt da halt nicht hin oder fährt mit dem Bus...

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@guitschee

Ohje. Wie ist das dann eig. wenn sie mal z.B. durch ne Umleitung auf einen Kreisverkehr kommt und keine Möglichkeit mehr hat diesen zu umgehen? O_O

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@Etter

Sie fährt nur in der Gegend, die sie (vermeintlich) kennt, fährt zum Teil Umwege um Kreisverkehre - weil sie ja weiß, wo die sind - sie hat wirklich noch nie einen benutzt - ich habe eine Krise bekommen, als ich irgendwann mal rausfand - ich war gefahren! und sie sollte mir den Weg sagen, dass sie mich einen 4 km Umweg hat fahren lassen, weil sie mich nicht durch den Kreisverkehr gelotst hat!... (und ich finde Kreisverkehre wirklich gut!!!) - und wenn sie mal in so eine Situation geraten sollte - nun mir grausts dann vor ihrer Reaktion und der Gefährdung der anderen Autofahrer - bisher aber noch nie passiert...

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Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüß dich herzlich aus einem wohl sonnig, aber endlich auf 26 Grad abgekühlten Wien.

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Guten Morgen liebe Chumacera,

guten Morgen Rest der Welt,

.

ja, diese Dinge halte ich für sinnvoll...zumindest, was das Seh- und Reaktionsvermögen angeht.

Ab Führerscheinerteilung sollte beides überprüft werden...anfangs vielleicht alle 5 Jahre ...später öfter.

Eine Brille soll schon so manchem geholfen haben^^

.

Habt alle einen wunderbaren Tag!

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Vielen Dank für deine Meinung und noch einen angenehmen Samstag! :)

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Guten Morgen, liebe Schnecke - ein kleiner Teil vom Rest der Welt wünscht dir einen angenehmen Tag und sendet liebe Grüße

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Guten Morgen! Man könnte das mit einem Erste Hilfekurs verbinden, auch den sollten Menschen öfter machen müssen, finde ich.

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Servus liebe Gabi, Walter wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüß dich herzlich aus einem wohl sonnig, aber endlich auf 26 Grad abgekühlten Wien.

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Guten Morgen, meine liebe kleine Schnecke,

schön von Dir zu lesen und ich hoffe, das auch Deine gute Antwort auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

https://www.google.de/search?q=Schnecken+vorsichtig+auf+Autobahnen&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiXytHhlObcAhWMDewKHcimC2kQ_AUICigB&biw=1168&bih=657#imgdii=3e-YL1blimKYRM:&imgrc=2SL9xJm73tZiiM:

Sei aber bitte immer vorsichtig auf Autobahnen, wenn Du dabei bist diese mit Deiner so lieben "Schneckenfamilie " gerade zu überqueren.*schmunzel*

Noch einen ganz lieben Gruß an Dich und gute Wünsche dafür, das Du die Hitze auch gut überstehen kannst, von Deinem Plawöpfchen

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Guten Morgen! Kann Mobbing durch das eigene Schicksal erklärt werden?

Guten Morgen!

Die heutige Gugumo-Frage möchte ich mit einer wahren Geschichte eröffnen.

Ich kannte mal jemanden, der an einer früheren Arbeitsstelle - in einer Zeit, in der das Wort Mobbing noch unbekannt war - fast 10 Jahre lang fertig gemacht wurde bis jenseits der denkbaren Grenze. Er hat die Hölle auf Erden erlebt.

Dieser Mann war seit seiner Genesung und einem beruflichen Wechsel zum Niederlassungsleiter fortan unausstehlich und extrem aggressiv, diffamierte und behinderte Kollegen und Untergebene wo er konnte und ließ sie gern im Beisein von Kunden mit Genuss komplett runterlaufen, mitunter bis Tränen flossen. Die Person, die ihn zuvor am meisten und am tiefsten gemobbt/gekränkt hat, hatte er besonders gefressen; er hat sie über Jahre hinweg subtil in aller Öffentlichkeit bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit schlecht gemacht und diffamiert, bis sie selbst psychisch labil war, zunächst in Behandlung ging, sich kaum noch aus dem Haus traute weil man im Ort nicht ihr als junger, zugezogener, nicht im Gesellschaftsleben präsenter Frau, sondern dem "mächtigen" angesehenen und in allen Vereinen präsenten, älteren Mann glaubte (zumal der nicht gelogen hat in dem, was er über sie erzählt hat, aber teilweise stark übertrieb) und wegziehen musste, weil sie es in der Region nicht mehr aushielt. Selbst da machte er sich bemerkbar und hat die Frau am Tage ihres Auszugs/ihrer Wohnungsauflösung vor ihrer Wohnung erwartet, mit gönnerhaften Sprüchen "feierlich großmütig verabschiedet", ihr emotional den Gnadenstoß versetzt und sich dann noch diebisch drüber gefreut, diese Widersacherein selbst in die Knie gezwungen und leiden gesehen zu haben.

Wie seht ihr das? Ist es legitim oder durch irgendetwas zu rechtfertigen oder zumindest nachvollziehbar, wenn ein jahrelang Gemobbter den Spieß rumdreht?

Meine Ansicht dazu: Eigentlich ist so etwas durch nichts zu entschuldigen und meine persönliche Maxime ist frei nach Heinrich Nordhoff, der mal Chef von VW gewesen ist "man wird nicht dadurch besser, wenn man andere schlecht macht" -----> aber man kann es, wenn man sich in die Person, die so etwas tat hineinversetzte/ihre Vorgeschichte kennt und auf sich wirken lässt zumindest aus menschlicher Sicht ein Stück nachempfinden, wenngleich ich es auf keinen Fall gut heiße: Es gibt auch andere Mittel und Wege, Mobber zu bekämpfen.

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Einen schönen Donnerstag euch allen :-)

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Quellen

[1] Kübler, Hans-Dieter: Kommunikation und Medien. Eine Einführung. Münster: LIT Verlag, 2003.

[2] Sickmann, Philipp: Mediennutzung von Jugendlichen. Immer online, nie mehr allein. Berlin: Der Tagesspiegel, 2014.

[3] Blaß, Simone: Verblöden Kinder am PC? t-online.de, 2012. Im Internet: https://www.t-online.de/leben/familie/erziehung/id_59917854/verbloedung-durch-digitale-medien-manfred-spitzer-im-interview.html (zul. abgerufen am 13.02.2019)

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