Einen Tag krank (wg. Migräne) ohne Krankmeldung - AG ruft bei KK an

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2 Antworten

Du solltest mit deinem AG abklären, ob du auch für einen Tag eine AU benötigst, wenn ja musst du auch wenn du weißt dass es Migräne ist, zum Arzt gehen.

Der AG darf bei der Krankenkasse anrufen, er darf aber nur fragen, ob du wegen der gleichen Krankheit innerhalb der Letzten 6 Monate schon krankgeschrieben warst (allerdings hattest du ja gar keine AU), dabei geht es um die Lohnfortzahlung. Er darf aber nicht erfragen warum du krank bist, bzw darf die Krankenkasse keine Auskunft geben.

Allerdings finde ich die Vorgehensweise deine AGs etwas komisch.. Entweder zahlt er so für de Tag Lohnfortzahlung oder fordert einen Krankenschein an.

Ich glaube aber nicht, dass du jetzt noch für den 22.8. einen AU bekommst.

Übrigens, wenn du öfters unter starker Migräne leidest, kann das unter Schwerbehinderung fallen.. Zumindest habe ich das schon mal mitbekommen.

EvyGruettner 08.09.2014, 12:03

Mein AG will für einen Tag keine Krankmeldung, wollt er noch nie... deswegen wundert es mich auch ein wenig... Wenn mein AG eine Krankmeldung gewollt hätte, hätte man mir das gleich sagen müssen.. ich bin jetzt seit 3 Jahren hier und hab noch nie wegen einem Tag eine Krankmeldung abgegeben und seither war es nie ein Problem und seither hat mich auch noch nie die KK angeschrieben.

Nee, ne AU bekomm ich sicher nicht nachträglich ausgestellt, darf der Arzt ja auch gar nicht... die Frage ist nur, ob ich mir ein Attest holen soll und das beim AG abgegeben soll. In der Hoffnung, dass sowas dann nicht mehr passiert. Ich kann während eines Migräne-Anfalls nicht zum Doc, ich hab Kreislaufprobleme, Übelkeit, das volle Programm halt... da kann ich nur liegen... mit einem Attest wäre ich halt mehr oder weniger abgesichert...

Ich hab in den "Bestzeiten" 1-3 Migräne-Anfälle im Monat, kann aber auch sein dass ich mal drei Monate gar keine Migräne hab, und "nur" Kopfweh, aber da geh ich auch arbeiten, ich kann nur bei Migräne unter keinen Umständen arbeiten...

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faiblesse 08.09.2014, 12:20

Ich bin mir sicher, wenn dein Arzt weiß, dass du unter Migräne leidest, es ausreicht, wenn du danach, also wenn die Symptome abgeklungen sind, zum Arzt gehst, er dir dann auch eine Krankschreibung gibt.

Der Anruf bei der KK macht eigentlich nur wegen der Lohnfortzahlung Sinn, denn wenn du innerhalb von 6 Monaten an 42 Tagen wegen dem gleichen krank bist, ist er bei der Lohnfortzahlung raus. Dann gibt es ab dem43. Tag Krankengeld.

Da du für einen Tag keine AU brauchst, macht das alles irgendwie keinen Sinn.

Wenn du aber so häufig und so heftig unter Migräne leidest, solltest du das mal mt dem Arzt besprechen. Ich weiß nicht, ob man da ein Attest bekommen kann, was dann für alle krankheitstage zählt.

Ich kenne es nur von einer Freundin, in deren Betrieb war auch ein Mitarbeiter, der mindestens einmal im Monat wegen Migräne 1-3 Tage ausfiel. Er bekam wohl deswegen einen Scherbehindertenausweis über 50 % Vorteil für ihn: besonderer Kündigungsschutz, 5 Tage mehr Urlaub Vorteil für den Arbeitgeber: ein anrechenbarer Platz bei der Ausgleichsabgabe.

Wie gesagt, dies wurde mir nieder erzählt, aber vielleicht lohnt es sich, dass in deinem fall mal abzuklären.

Und vielleicht solltest du generell mal mit deinem AG darüber sprechen. Wie ihr das zukünftig händelt.

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Grundsätzlich gilt: Ab dem ersten Tag ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Ist dies nicht der Fall, greift die Lohnfortzahlung nicht und es muss dann Freizeitguthaben eingebracht werden. Du giltst dann diesen Tag zwar als entschuldigt, aber nicht als "Krank". Somit wäre auch die Nachfrage des AG nicht rechtens.

EvyGruettner 08.09.2014, 12:04

Also hätte er rein theoretisch nicht bei der KK anrufen dürfen, weil ich ja offiziell nicht krank geschrieben war?

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Nightstick 08.09.2014, 13:08

@cheyenne02, das ist leider falsch (==> siehe § 5, Absatz 1, Sätze 2 und 3 Entgeltfortzahlungsgesetz) !

Ich zitiere: "... Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."

Berechtigt heißt: Er kann, muss aber nicht!

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Nightstick 08.09.2014, 13:16
@Nightstick

Wenn (in diesem Fall über die Monate) schon AU-Bescheinigungen vorliegen, kann der Arbeitgeber selbstverständlich bei der Krankenkasse anrufen, um zu prüfen, ob er Lohnfortzahlung leisten muss.

Wenn keine AU vorliegt, ist das natürlich Quatsch!

Und der Krankenkasse sollte es eigentlich nicht erlaubt sein, ein Mitglied dazu aufzufordern, sich eine Krankmeldung zu beschaffen. Das ist Sache des Patienten selbst bzw. Sache des Arbeitgebers (siehe obige Regelung).

Ich würde zur KK gehen und mir den Passus im Sozialgesetzbuch zeigen lassen, der der KK das erlauben würde. Sollte der Sachbearbeiter das nicht können, würde ich mir dies in Zukunft verbitten.

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EvyGruettner 08.09.2014, 13:57
@Nightstick

Es lag definitiv beim AG keine AU vor, das war ein Freitag und ich bin montags wieder arbeiten gegangen... deswegen wundert mich, dass mein AG mich bei der KK krank meldet. .. und auch noch fragt, ob Vorerkrankungen vorliegen. Die wissen das mit der Migräne... mein Kollege meinte, dass das mit den drei Tagen reine Kulanz des AG wäre... aber dann hätte ich davor doch auch eine AU bringen müssen, wenn ich mal n Tag krank war... ich versteh das alles nicht, was die auf einmal haben... ich mein das Thema ist von Seiten der KK erledigt aber mich wundert das Verhalten meines AGs

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cheyenne02 08.09.2014, 14:31
@Nightstick

Nightstick wie ich schon geschrieben habe " Grundsätzlich". Ich kenne die Verfahrensweise in dieser Firma nicht. Wenn es so geregelt ist, dass 3 Tage Zeit bis zur Abgabe gegeben werden, ist das vollkommen i.O. Als "berechtigt" sehe ich aber auch die Forderung nach sofortige Abgabe. Ich habe meine Antwort bewusst so gewählt um einfach die Thematik im Grundsatz zu erörtern.

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Nightstick 08.09.2014, 14:38
@EvyGruettner

Mich wundert das Verhalten des Arbeitgebers überhaupt nicht!

So hart es auch klingt, @EvyGruettner, aber kein Arbeitgeber kann auf Sicht gesehen Mitarbeiter gebrauchen, die andauernd (wenn auch sporadisch) krank sind. Es bleibt Arbeit liegen, man muss umorganisieren, für Ersatz sorgen usw. Ein Unternehmen ist kein Wohlfahrtsinstitut.

Es ist zwar schwer, jemanden wegen Krankheit zu kündigen, aber es ist nicht unmöglich. Auch häufige Kurzerkrankungen können ein Grund dafür sein. Irgendwann wird der Arbeitgeber vielleicht keine Geduld mehr üben und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Der erste Schritt könnte sein, dass er für jeden Fehltag eine Krankmeldung fordert...

Im Übrigen ist Deine obige Darstellung unrichtig. Der Arbeitgeber kann Dich bei der KK nicht "krank melden". Er kann höchstens erfragen, ob eine AU-Bescheinigung vorliegt, und wenn ja, ob es sich um eine Folgeerkrankung handelt. Schließlich muss er diesen Kranktag (ohne Deine Gegenleistung) bezahlen, es sei denn, seine Lohnfortzahlungspflicht wäre dem 43. Kranktag erloschen. Deshalb fragt er...

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EvyGruettner 08.09.2014, 14:59
@Nightstick

Also mal abgesehen davon, dass ich weder im Urlaubsfall noch im Krankheitsfall eine Vertretung habe und egal ob ich Urlaub habe oder krank bin, so oder so meine Arbeit liegen bleibt, kann ich das Verhalten trotzdem nicht verstehen! Es war sonst nie ein Problem und wenn es das jetzt ist, dann muss man mir das sagen, dass zukünftig ab dem 1. Krankheitstag eine Krankmeldung vorzuliegen hat. Und nicht ein Mal so und ein Mal so. Und bei den einen Kollegen so und bei den anderen Kollegen wieder anders, so läuft das nämlich hier. Wenn er für einen Fehltag eine Krankmeldung will, kann er die gerne haben, aber wenn ich drei Jahre lang bei einem Tag krank sein nie was bringen musste und auf ein Mal wollen sie doch was, dann muss man mir das schlichtweg sagen... Ich bin oft genug arbeiten, wenn es eigentlich Migräne bedingt nicht geht, quäl ich mich oft genug in die Arbeit und zieh es so gut wie möglich durch, aber manchmal gehts halt einfach nicht... und wie gesagt, mein Chef weiß ,dass ich Migräne mit Aura habe! So ist es nicht...

Der Arbeitgeber kann Dich bei der KK nicht "krank melden". Er kann höchstens erfragen, ob eine AU-Bescheinigung vorliegt, und wenn ja, ob es sich um eine Folgeerkrankung handelt.>

Warum wollte dann aber die Krankenkasse eine Krankmeldung von mir? Wenn er gefragt hätte, ob eine AU vorliegt und die Kasse hätte gesagt "Nein liegt nix vor", warum will die KK dann nachträglich eine AU? Weil mein AG höchstwahrscheinlich beim Anruf meinte, dass ich mich krank gemeldet habe oder was weiß ich. Sonst kam die Krankenkasse auch nicht und hat mich nach einer Krankmeldung gefragt.

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Nightstick 08.09.2014, 15:01
@cheyenne02

Wir befinden uns im Metier "Arbeitsrecht" - das lässt leider wenig Raum für grundsätzliche Erörterungen - dafür müsste man in die Politik gehen... :-))

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cheyenne02 08.09.2014, 15:07
@Nightstick

Ne... das stimmt so nicht. Das ist mein Tagesgeschäft. Leider nicht immer sehr erfreulich aber naja. Manchmal geht es aber nur über Grundsätze in die Feinheiten.....und dann ist die Lösung ganz einfach. Hier ist glaube ich die Infokette aus dem Ruder gelaufen. Der Rest sind Missverständnisse.

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Nightstick 08.09.2014, 15:09
@EvyGruettner

Ich habe doch oben bereits geschrieben, was Du die Krankenkasse fragen solltest.

Außerdem will ich nicht in Abrede stellen, dass Du wirklich krank bist (gute Besserung an dieser Stelle), sondern ich habe nur versucht, Dir die Gesamtsituation zu erklären.

Bitte schalte Deine Emotionen einmal aus und lies meine Ausführungen noch einmal ganz in Ruhe (und ganz genau) durch. Wenn dann noch Fragen offen sind, beantworte ich sie Dir gern...

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EvyGruettner 08.09.2014, 15:33
@Nightstick

Ich glaube, du verstehst nicht, was ich meine. Ich habe ja bei der KK angerufen und gesagt, dass ich keine Krankmeldung vorlegen kann, weil ich nicht beim Arzt war - ergo keine Krankmeldung habe. Die Dame meinte dann, dass dies dann für sie erledigt sei, wenn ich gar nicht beim Arzt war, aber sie meinte auch, dass mein AG bei der KK angerufen hätte und sich nach Vorerkrankungen erkundigt hat.

Das macht mich einfach stutzig...

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