Einen Kredit von 1.000.000 Euro aufnehmen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ja es ist möglich da stellen sich aber noch viele Fragen:

- Handelt es sich um ein Kauf, wenn ja : gibt es schon ein Gutachten über den   Verkehrswert der Immobilie. Die Maße des Umbauten Raumes ...usw.

- Wie hoch ist dein Einkommen?

-Wie lange möchtest du abbezahlen?

-Wie viel Eigenkapital besitzt du?

-Hast du Bausparer, Beteiligungen, Kapital auf Sparkonten, Beteiligungen usw  was du als Sicherheiten stellen kannst?

-Wie sieht es mit deiner Eigenkraft aus? Kannst du selber etwas machen?

usw....

Das alles spielt eine große Rolle zum Thema Baufinanzierung.

Ich würde dir raten, erstmal eine Haushaltsaufstellung zu machen. Was du hast, was du an Einkünfte hast (unabhängig von der Art der Einkunft), was du für Ausgaben hast. Kann man was einsparen?

Du musst auch bedenken, dass ein Haus in dieser Größenordnung viel an Unterhalt braucht: Wohngebäudehaftpflicht, Hausratversicherung und den steuerlichen Aspekt.

Otto Normalverbraucher hat, optimistisch geschätzt, 2000 Euro Nettoeinkommen zur Verfügung. Davon kann er aber sicher nicht mehr als die Hälfte zur Rückzahlung des Kredits verwenden - in Wirklichkeit wird es wohl sogar deutlich weniger sein. In unserer ziemlich utopischen Schätzung bezahlt er also jeden Monat 1000 Euro an die Bank zurück, sind 12.000 Euro pro Jahr. Bis die Million (ohne Zinsen!) zurückbezahlt ist, dauert das über 80 Jahre! Glaubst du ernsthaft, eine Bank vergibt so einen Kredit?

Wenn Du ein Eigenkapital in der Größenordnung von 300.000, besser 400.000 € hast und ein Einkommen hast, aus dem Du die 1.000.000 € bis zum Erreichen des Ruhestandsalters zurückzahlen kannst, sollte das kein Problem sein.

Ohne ein realistisches und hochwahrscheinliches Rückzahlungsszenario wäre ein Kredit aus Sicht der Bank ja kein Kredit, sondern rausgeschmissenes Geld - das machen Banken zwar manchmal auch, aber nicht ganz so offensichtlich...

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