Einen Hundeführerschein für alle verpflichtend machen?

16 Antworten

Einen Hundeführerschein in der Art wie es ihn bereits gibt - bringt gar nichts. Das wird halt absolviert und fertig. Auch mental schwache oder sozial imkompetente Menschen sind in der Lage, Dinge auswendig zu lernen und einem Hund beizubringen sich in solchen Prüfungssituationen richtig zu verhalten.

Es wird immer über die Hunde geredet die ja eigentlich nur Opfer ihrer Menschen sind.

Die Strafen für Menschen die sich nicht an die Regeln halten müßten viel höher sein.

Einen Hund zu halten erfordert noch mehr als "Fachwissen". Es erfordert Verantwortungsbewußtsein, soziale Kompetenz, Zuverlässigkeit und das Bewußtsein, daß es eben immer mehr Menschen gibt, die mit Natur und Tieren nichts mehr am Hut haben. Und daß man eben für den "Schaden" den sein Hund anrichtet gerade stehen muß.

Vor ein paar Tagen wurde hier wieder ein junger Rottweiler erschossen. Weil er Passanten angegriffen hat. Szenen wie im Krieg. Schreiende Menschen die weglaufen etc.

Wenn man sich genau anschaut was passiert ist, geht jedem der auch nur ansatzweise Ahnung von Hunden hat der Hut hoch.

Der Hund wird ohne Leine aus dem Auto gelassen. Angeblich ging er auf einen Passanten los und hat den gebissen. Die Besitzerin packt den Hund wieder ins Auto und will einfach wegfahren ? !!!! Nachdem sie von anderen Passanten daran gehindert wird, läßt sie den Hund nochmal ohne Leine aus dem Auto. Dann eskaliert die Situation richtig. Menschen rennen schreiend durch die Gegend. Der Hund findet das ist ein lustiges Spiel und rennt hinterher. Polizei kommt und erschießt den gerade mal 1,5 Jahre alten Hund.

Der Hund hat für die Unfähigkeit seiner Besitzerin mit den Leben bezahlt. Und was passiert mit der Hundehalterin ? Eine Geldstrafe ? Und dann holt die sich wieder einen neuen Hund.

Für solche Leute würde ich ein lebenslanges Hundehaltungsverbot als angemessen betrachten. Einfach weil sie mental nicht in der Lage sind einen Hund zu führen.

Büßen müssen es wieder alle Hundehalter. Sowas ist Öl im Feuer der Hundehasser.

Ich bin es langsam leid, daß immer alle Hundehalter über einen Kamm geschoren werden. Man traut sich mit Hund schon nirgends mehr hin weil man nur noch schief angeguckt und angepöbelt wird. Das haben wir diesen Idioten zu verdanken die einfach nicht in der Lage sind, sich vernünftig und sozialverträglich zu verhalten.

Ich wäre dafür daß jeder der sich einen Hund anschaffen will, erstmal selber daraufhin überprüft werden sollte, ob er überhaupt in der Lage ist, einen Hund zu führen. Und dann sollte entschieden werden ob dieser Mensch überhaupt einen Hund - und wenn ja - welchen bekommt.

Immer mehr Einschränkungen und Verbote für Hunde führt zu gar nichts. Wir brauchen Freilaufflächen, wir brauchen die Möglichkeit unsere Hunde normal in der Gesellschaft führen zu können und ich möchte mich einfach entspannt mit meinen Hunden draußen aufhalten können.

Es geht also nicht um die Erziehung von Hunden. Es geht um die Erziehung und Kontrolle von Menschen. Und da wird es halt schon wieder schwierig. Wegen Grundrecht, wegen Freiheit usw.

Aber wenn es nach mir ginge müßte jeder der sich einen Hund anschaffen will einen Antrag stellen. Für Hunde ab einer gewissen Größe sowieso. Und nur wenn sie nachweisen und beweisen können daß sie in der Lage sind, so einen Hund verantwortungsvoll zu führen und zu halten, bekämen sie eine Genehmigung. Die gilt auch nur solange wie der Hund bzw Halter nicht auffällig wird.

Jeder der sich einen Hund anschaffen will, muß VOR der Anschaffung einen kostenpflichtigen Kurs machen. Theorie und Praxis. Der darf auch ruhig teuer sein - das Geld könnte dem örtlichen Tierheim zugute kommen. Das schreckt schon mal die Hälfte der Vollpfosten und der "och ist der süß-Fraktion" ab. Züchter und Tierheime dürfen nur an Leute vermitteln, die einen erfolgreich absolvierten Kurs und einen "Berechtigungsschein" vorweisen können. Private Abgaben und Züchten von Hunden wird verboten und unter Strafe gestellt.

Und die Behörden müßten viel mehr Rechte bekommen, die Hunde im Zweifelsfall auch wieder "einzuziehen". Bloß wohin dann damit? Das ist alles nicht machbar.

Deshalb wird es weiterlaufen wie bisher. Immer mehr "Beißvorfälle", immer mehr Einschränkungen für alle Hundehalter - solange bis die Haltung von Hunden ganz verboten wird. Es ist ja hier im Großraum München jetzt schon kaum mehr möglich eine Mietwohnung mit Hund zu bekommen.

Hoffentlich erlebe ich das nicht mehr. Aber ich finde es wirklich schlimm. Tiere und gerade Hunde sind so eine große Bereicherung für unser Leben. Warum machen wir uns selbst immer alles kaputt ?

Hallo,

ich würde einen Hundeführerschein begrüßen, mein BL hat so einen eingeführt. Er ist zwar noch ausbaufähig, aber imerhin...

Ich denke aber, dass man das Problem nicht nur von einer Seite angehen sollte. Nicht jeder Hans und Franz sollte Hunde züchten dürfen und nicht jeder Hunde verkaufen dürfen. Wenn ich mir anschaue, was da so mancher Verein unter dem Deckmantel des Tierschutzes für Hunde vermittelt wird mir ganz anders und wenn man sich anschaut, was da tlw. für Hunde gezüchtet werden sowieso.

Zudem muss dan auch halt mal kontrolliert werden, damit irgendwelche Vorgaben etwas bringen. In einem Naturschutzgebiet mag ich mit meinen Hunden schon gar nicht mehr durchgehen, weil einem ständig unangeleinte Hunde an der Backe hängen und ich meine nicht losmache, wenn Leinenpflicht herscht - super nervend.

Es gbt aber auf der anderen Seite auch keine Möglichkeit sich von der Leinenpflicht befreien zu lasen, so dass gerade in der Brut- und Setzzeit, "Gassi gehen" nervtöten werden kann.

Neben Verboten sollte man auch über positive Anreize nachdenken, dass man durch bestimmte Prüfungen eine gelockerte Leinenpflicht erhält oder aber duchr z.B. das Ablegen der BH-Prüfun eine Vergünstigung bei der Hundesteuer.

Grundsätzlich bin ich dafür (ebenso für eine Art Elternführerschein) denn vielen Menschen fehlt heutzutage leider das Wissen an den grundlegendsten Dingen...

Wir haben in der Schweiz den obigatorischen Sachkundenachweis für Hundehalter schon seit einigen Jahren und ob man es nun glaubt oder nicht, bei doch recht vielen Hundehaltern bleibt durch diese Theorie- sowie Praxisstunden wirklich! etwas hängen.

Der Kurs ist Pflicht für jeden Hundehalter, es gibt Bestrebungen diesen abzuschaffen. Ich denke das ist ein Fehler, man sollte ihn lieber verbessern und auch die Kleinhundehalter in die Praxisstunden mit einbeziehen.

Ich war gerade mal wieder mit meinen eigenen Hunden fast drei Wochen in Deutschland und habe dort feststellen müssen, das Hunde in der Schweiz doch tatsächlich besser erzogen sind - vor allem aber deren Hundehalter: Kothaufen beispielweise, werden nämlich nicht einfach liegengelassen, sondern aufgenommen und korrekt entsorgt (ja, auch das müssen viele Hundehalter extra gesagt bekommen).

(das es auch Ausnahmen gibt ist normal, "geistig minderbemittelte" Leute gibt es leider überall)

Kontrolliert wird die Bescheinigung dieses Kurses von den Meldeämtern der Gemeinden, bei denen der Hund angemeldet wird/wurde und in ein zentrales Register eingetragen https://www.amicus.ch/Account/Login

Hat jemand seinen Hund nicht angemeldet, tja dann.... aber irgendwann wird es auch den erwischen.... (hoffentlich).

Einen Sachkundekurs habe ich auf freiwilliger Basis schon vor etlichen Jahren in Deutschland gemacht. Die Kurse, egal in welchem Land, sind meiner Meinung nach sehr ausbaufähig.

Aber wie schon erwähnt: es gibt genug kriminelle Energien auch unter Hundehaltern und wer seinen Hund nicht anmeldet, der besucht auch keinen Pflichtkurs *seufz

Hundeführerschein verpflichtend für alle Halter unterschreibe ich sofort.

Hier in NRW müssen ja nur diejenigen eine Sachkunde nachweisen, die einen größeren Hund haben. Halter von Tutnixen bleibt das erspart, obwohl das nach meiner Beobachtung da deutlich angebrachter wäre.

Sonstige Zwänge gibt es schon, die braucht man nicht neu zu erfinden.

Was verstehst Du unter "jüngster Vergangenheit"?

30 Jahre?

Das hat es schon immer gegeben, seit diese Kampfhunde und ähnliche Muskelpakete in Mode gekommen sind. Die sind halt "cool".

Maulkörbe sind Tierquälerei und machen potentielle Gefährder-Hunde – wie es nun so schön heißt – erst recht kirre.

Sogar kleine Hunde können fiese Schnappbeißer sein. Es kommt eben immer auf den Hund und den Halter an.

Doch um die Freiheit aufrecht zu erhalten, muss immer erst ein Vergehen/Verbrechen geschehen, bevor hier Grundrechte eingeschränkt werden können.

Was nun die Grundrechte der Tierhaltung angeht, gäbe es auch schon genug Gesetze die das regulieren könnten. Aber wenn der Staat, bzw. das Land am falschen Ende spart und die Exekutive und Judikative abbaut, muss sich niemand wundern, wenn hier niemand etwas unternimmt. Denn selbst für die dringenderen Baustellen im Rechts-Alltag ist auch kein Personal mehr verfügbar. Daher agiert die Legislative nur hektisch wie ein kopfloses Huhn und am Ende kommt noch weniger dabei raus und irgendwann hat niemand mitbekommen, wie die Freiheit abgeschafft wurde.

Wer seinen Kopf nicht zum Denken benutzt und seine Eigenverantwortung immer nur auf Andere abwälzt, der muss sich auch nicht wundern, wenn so etwas passiert.

Wir alle tragen dazu unseren Beitrag, indem wir permanent dieses Schwachsinns-Gefühl von "Sollen die doch was machen!" in uns tragen.

Niemand sonst ist für Dein Leben und das Deiner Kinder verantwortlich, als Du selbst! Das weiß selbst des dümmste Tier, nur der Homo Civilensis stellt sich hier dümmer an als ein Borstenwurm.

"Mach mal!" gibt's nicht. Mach es selbst und pass einfach auf Deine Kinder auf!

Aber nur, damit Du mich nicht falsch interpretierst:
Ich bin Katzenfreund – 😜 – und selbst unzählige Male Opfer von Hundeangriffen gewesen. Aber ich weiß auch warum und eben dass ich selbst daran Schuld war, weil ich nicht selbst aufgepasst habe. Die Hund konnten nichts dafür, das ich so ein Trampel war.

Tiere sind Tiere und wer sie vermenschlicht ist einfach ein Disney-Opfer.

Was verstehst Du unter "jüngster Vergangenheit"?

vielleicht nur die letzten 4 Jahre?

In 4 Jahren in BW ein Anstieg von 20 % ist nicht wenig, oder?

In Baden-Württemberg nehmen strafrechtlich relevante Vorfälle mit Hunden offenbar zu. Laut Landeskriminalamt in Stuttgart wurden 2017 1433 Menschen von Hunden verletzt. Das entspricht einem Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem Wert von 2013. 

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sigmaringen-prozess-nach-toedlicher-hundeattacke-besitzer-entschuldigen-sich-a-1210068.html

achso und: Maulkörbe sind nichts schlimmes, vorausgesetzt man gewöhnt den Hund per korrektem Maulkorbtraining daran.

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@adventuredog

Das ist eher eine zufällige lokal Korrelation aus eben jener Verantwortungslosigkeit und Sorglosigkeit auf beiden Seiten.

Eine lokale Mode-Erscheinung für Kampfhunde, die langsam um sich greift – ein Schneeballeffekt.

Im Übrigen ist ein Anstieg von 5 auf 6 auch ein 20%iger Anstieg. 😜

Es verkauft sich so auch besser und da ist der Spiegel mittlerweile genauso im Zugzwang.

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@adventuredog

PS:

Und vergiss nicht den Anstieg der gemeldeten Fälle!

Viele ältere Fälle werden gar nicht gemeldet, doch im MeToo-Hype vermehren sich dann auch automatisch die Meldungen.

Diese Statistik spricht von "Verletzungen" und ein Kratzer ist auch schon eine Verletzung.

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