Einen Bildungskredit aufnehmen nur für eine bessere Lebenssituation?

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8 Antworten

Wenn das Geld so knapp ist, dass du dir nicht mal Schuhe kaufen kannst, dann ist so ein Kredit vielleicht wirklich eine Möglichkeit. Du solltest dir nur sicher sein, dass du spätestens vier Jahre nach deinem Studium die monatliche Rate von 120€ aufbringen kannst.

Ob das Geld des Bildungskredits aber für einen Autokauf genutzt werden kann, würde ich bezweifeln. Die monatlichen Auszahlungen des Kredits betragen max. 300€ und größere Einmalzahlungen sind zwar beantragbar, dann aber auch zweckgebunden. Ein neues Auto kannst du so wahrscheinlich nicht finanzieren, wenn du deine üblichen Fixkosten betrachtest.

Bei einem Laptop hingegen sehe ich da keine Probleme, den braucht man ja durchaus fürs Studium.

Also, ich persönlich stehe dem Bildungskredit recht positiv gegenüber. Da ein Kredit aber immer eine Belastung darstellt, würde ich die Höhe des Kredits so niedrig wie möglich halten und tatsächlich nur für das Nötige verwenden.

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Hallo, auch ich wäre SEHR zurückhaltend mit Kreditaufnahme. Stell dir vor, mit welchem Gefühl du dastehst, wenn die Rückzahlphase kommt: du bist nicht mehr frei und müsstest vielleicht sogar JEDEN blödsinnigen Job annehmen, der dir angeboten wird.

Angenommen, du schaust gleich jetzt nach einem Übergangsjob, kannst du vielleicht trotzdem dein weiteres Studium angehen. Ich kenne Leute, die das tun.

Aber wieso bewirbst du dich nicht außerdem bei verschiedenen Stellen um ein Stipendium? Die werden unter gewissen Kriterien verliehen, bei denen die Einkommenssituation keine Rolle spielt, und sind nicht rückzahlbar. Außerdem würde ich mich SOFORT einschreiben bei mein.grundeinkommen.de: 'Mein Grundeinkommen" sammelt per Crowdfunding Geld für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Immer wenn 12.000€ zusammen sind, werden sie an eine Person ausgelost.'
Da die bisherigen Teilnehmer noch überschaubar sind (allerdings immer mehr werden, je bekannter die Aktion wird), bestehen realistischere Chancen, zu den Gewinnern zu hören, als beispielsweise beim Lotto. Im Falle des Gewinnes erhält der Glückliche 1 Jahr lang 1000 € monatlich. Das ist für manche schon genug Motivation, ein langersehntes Studium anzufangen. Schaus dir mal an: mein-grundeinkommen.de/start

Und last not least (ähnlich habe ich es - allerdings im kleinen - bei meinem Studium gehandhabt) könntest du dich als 'Unternehmen' wahrnehmen und darauf gegen entsprechende Geldmittel im Bekannten- und Freundeskreis so eine Art Aktien auf dich selbst ausgeben, um dein Studium zu finanzieren. Quasi als 'Verzinsung' denkst du dir Anreize aus,  die vorher wohlüberlegt sein sollten, aber nicht unbedingt materieller Art sein müssen. Bei der Jahreshauptversammlung gibst du einen akribischen Überblick über den Stand deines Studiums - also des Unternehmensziels - an alle Beteiligten. 

Das finde ich gar keine schlechte Idee, zumal sich dieses Modell zur Zeit ja anbietet, denn bei diesen Zinsen am Markt muss man regulär irgendwie keine Hoffnung haben, irgendeinen Blumentopf zu gewinnen. 
Vielleicht ist das auch eine tolle Sache für viele, die noch etwas Bargeld herumliegen haben - schließlich kommt ja irgendwann das Bargeldverbot, wenn ich die Meldungen richtig verstanden habe. Vielleicht sogar schneller, als wir alle denken! (und vielleicht sogar gleich im Anschluss an die 14-tägige 'Notsituation', für die wir gerade von unseren Oberen ermutigt werden, uns mit Vorräten zu rüsten....). Du hättest dafür also ganz gute Karten.

Ich hoffe, ich konnte dir Perspektiven nennen, die du als gangbar empfindest, und wünsche dir viel Glück!

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Wie viele Semester hast Du denn noch vor zu studieren?

Ich halte - aber das ist auch erziehungsbedingt - relativ wenig davon, sich Schulden aufzubürden, nur um sich häufiger neue Schuhe o.Ä. kaufen zu können. Da startest Du gleich unter finanziellem Druck ins Berufsleben...ich würde lieber versuchen, mir das über Ferienjobs oder Nebenjobs zu finanzieren...

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Du wohnst bei deinen Eltern und hast damit nicht die finanzielle Belastung von jemandem, der alleine in seinen 4  Wänden lebt. Anhand deiner Fixkosten sehe ich absolut keine Notwendigkeit, einen Kredit aufzunehmen. Auch auf den Bildungskredit fallen Zinsen an und du musst ihn zurückzahlen. Was ist mit arbeiten? In der Regel jobben Studenten nebenbei, um sich den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Was machst du neben dem Studium den ganzen Tag? Wenn andere Dinge, wie Verein, deine meiste Zeit in Anspruch nehmen solltest du deine Prioriäten überdenken.

Auch ich musste mich während des Studiums über Wasser halten und hatte einen eigenen Haushalt fernab von den Eltern.

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Gegenfrage: Warum sollte es sinnvoll sein, überhaupt Schulden für Konsumartikel aufzubauen?

Schulden lohnen sich nur als Investition. Würdest du zB einen speziellen Kurs belegen, der Geld kostet, und deine Berufs- und Karrierechancen deutlich verbessert, dann wäre das okay. Sonst nicht.

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Ein Job... Wie wäre es mit einem Job? Viele arbeiten neben dem Studium. Ein Kredit ist immer ein Damoklesschwert. Du gehst mit einer Belastung in die Zukunft. 

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Du lebst doch aber bei deinen Eltern. Die erhalten dein Kindergeld und müssen dich unterstützen monatlich. Würdest du auswärtig wohnen, stünden dir inklusive Kindergeld 670 € zu, ab Oktober sogar mehr. Fordere dein "Taschengeld" ein.

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Kredit ein Vorgriff auf Einnahmen in der Zukunft.
Wie immer Du auch Deine Zukunft einschätzt.

Die Banken werden nicht zögern, Deine Zukunft zu ruinieren, falls Du nicht wirst zahlen können.

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