Einen 2. Zwergspitz?

3 Antworten

Hallo,

gehen wir jetzt mal davon aus, dass ihr eure Schichten dann tatsächlich so umlegt, dass immer einer Zuhause ist. Ihr habt euch aber schon überlegt, wie wenig Zeit euch dann für die Partnerschaft bleibt - wenn ihr gegensätzlich arbeitet? Und das über viele viele viele Jahre?

Nun zu deiner eigentlichen Frage. Wir haben fast 30jährige Zuchterfahrung und viele unserer Welpenkäufer haben bereits einen oder sogar mehrere Hunde, wenn ein neuer Hund dazu kommt. Da wir mit unseren Hundeeltern lebenslang in Kontakt stehen, kann ich da also aus einem reichen "Erfahrungsschatz" schöpfen.

Es ist meist ein Unterschied, ob es ein Rüde ist oder eine Hündin, der ein Welpe zugesellt werden soll. Rüden sind da meist wesentlich umkomplizierter, Hündinnen oft am Anfang zickiger.

Die Hunde sollten sich vorher kennenlernen - aber das ist mit einer großen Schwierigkeit verbunden. Jeder Züchter hat (berechtigte) Angst, dass Besuchshunde Krankheiten einschleppen, schließlich sind die Welpen bis zur 10./12. Woche ohne wirklichen Impfschutz. (Denn die Impfungen wirken ja nicht sofort, allerdings besteht auch durch die Muttermilch eine gewisse Immunität). Trotzdem muss man schauen, dass sich die Hunde auf neutralem Boden (also nicht unbedingt bei euch daheim) kennenlernen.

Wichtig ist auch, auf jeden Fall das gleiche Geschlecht zu wählen, denn sonst habt ihr nach ziemlich kurzer Zeit ein riesengroßes Problem. Und redet euch nicht ein, man könne die Hunde dann ja trennen oder "aufpassen". Das funktioniert nicht!! Natürlich könnte man die Hunde auch kastrieren lassen - ob das aber eine gute Lösung ist, bezweifel ich (es ist halt ein entsetzlich großer Eingriff in den Hormonhaushalt und die Tiere verändern sich auf jeden Fall).

Mit vier Jahren ist es eigentlich ein gutes Alter für einen zweiten Hund. Euer Hund ist schon erzogen, abgeklärt, aber noch nicht zu alt, um auch noch mitzuspielen. Der Welpe sollte aber frühestens mit 12 Wochen zu euch ziehen. Dann kann er wunderbar viel von eurem "Großen" lernen.

Gutes Gelingen

Daniela

Erstmal einmal vielen Dank für die großartige Zeit Investion und die tolle sowie hilfreiche Antwort !

Vorteilhaft ist natürlich , dass wir in dem Betrieb ein 3 Schicht System haben (früh , spät und Nacht) von jeweils 8 Stunden. An dem Thema solle es am wenigsten scheitern. :-)

Wir beide haben natürlich auch schon im Vorfeld uns ein wenig damit beschäftig und mehr oder weniger damit gerechnet , dass es so kommt wie es ist. Man kennt seinen Hund nun lange genug um zu sehen , dass er mit einem Spielkameraden einfacher noch ein Stück glücklicher ist.( leider gibt es in unserer Umgebung sehr sehr wenig hunde ) Meine Freundin und ich haben im Vorfeld natürlich auch schon im Sinne den kleinen Burschen entschieden , dass wir das hin und her auf der Arbeit für das wohl des Hundes in Kauf nehmen.

Unser kleiner Zwergspitz ist ein Rüde und aus meinen gesammelten Informationen ist es in vielen Hinsichten einfacher noch einen Rüden als Welpen mit ins Boot zu holen.

Zu dem Thema mit dem kennenlernen eine Frage.

Gibt es spezielle Gründe warum die beiden sich in dem falle wir schaffen uns einen 2. Rüden an auf neutralen Boden kennenlernen ?

Meiner Meinung nach einfach um zu gucken ob die Chemie zwischen den beiden stimmt ? ( ich darf gerne und möchte auch eines besseren belehrt werden falls ich falsch liege )

Und wie schon geschrieben wir sind uns auch einig darüber bei einer Anschaffung nur das gleiche Geschlecht zu wählen. Bei der Power was die kleinen Raketen haben wird es sicherlich amüsant.:-DDD

Ja der jetzige ist prächtig erzogen. Zwar hapert es auch an Kleinigkeiten aber wer ist schon perfekt ? :)

Gibt es eventuell noch zuvor hebende Tipps die unbedingt zu beachten sind aus der Sicht einer so erfahrenen Züchterin. ?

Vielen dankt nochmal im vorraus!!!

Gruß aus Hamburg.

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@21147HH

Das Kennenlernen auf "neutralem" Boden hat einen ganz einfachen Grund. Euer Zuhause ist erst einmal das Revier eures Hundes - da fühlt er sich absolut sicher und stark und der "Neue" ist wahrscheinlich erst einmal "schäbige Konkurrenz".

Wenn euer Hund gut sozialisiert und instinktsicher ist, dann wird er einem jungen Welpen ohnehin nichts tun, trotzdem ist es besser, wenn auch er sich in einem nicht eigenen Revier aufhält, damit es schon mal nichts zu "verteidigen" gibt. So kann die Kennenlern- und (sprichwörtlich) Beschnupperungsphase viel unbelasteter vor sich gehen.

Wir haben es bei unseren Welpenkäufern immer so gemacht, dass in den ersten Wochen den neuen Eltern (die schon Hunde haben), ein Tuch mitgegeben wird, mit dem zuvor der ausgewählte Welpe kräfitg abgerieben wurde - so wird der Geruch schon mal "vertraut". Ab der 10./11. Woche haben wir uns dann auf einem freien Gelände getroffen, zur ersten Kontaktaufnahme. Das wurde so 2 - 3mal gemacht - dann gab es beim Umzug der Welpen eigentlich nie Probleme.

Natürlich darf man die Hunde in den ersten Wochen nie ohne Aufsicht lassen, aber bei einem Welpen versteht sich das ohnehin von selbst.

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Eure Idee ist völlig richtig und auch das Alter eures Hundes ist optimal, denn er ist sicher mit 4 Jahren recht gut erzogen. Ich kenne gerade das Problem bei kleinen Hunden mit passenden Spielkameraden, denn die meisten Hunde sind einfach zu groß und schwer um sie bedenkenlos rumtollen zu lassen. Es ist richtig, daß Rüden meist um ein vielfaches toleranter sind beim Einzug eines Welpen als Hündinnen. Gerade bei den Kleinsthunden ist es aber viel unkomplizierter als bei größeren Hunden,warum kann ich dir nicht sagen, aber sie sind einfach diesbezüglich viel aufgeschlossener.

Der erste Kontakt sollte trotzdem auf neutralem Boden erfolgen, also nicht direkt in euer Wohnung. Vielleicht ist es möglich einen Züchter zu besuchen und den Welpen und euren Hund schon Kontakt aufnehmen zu lassen. Wie gesagt, gerade die Zwerge sind da offen und gut sozialisierte Züchterhunde nehmen auch euren sofort auf und tollen zusammen herum. Das ist da wirklich anders als bei größeren.

Du willst uns aber jetzt nicht erzählen, dass Ihr Euren Hund jeden Tag 8 Stunden alleine lasst?

Und dann wollt Ihr auch noch einen Welpen dazu holen? Soll der etwa auch 8 Stunden alleine bleiben?

Habt Ihr Euch denn nicht vor der Anschaffung Eures Hundes darüber informiert, welche Anforderungen ein Hund an Euch stellt? Dass ein Hund nicht länger als 4 - 5 Stunden täglich alleine bleiben soll? Dass ein Welpe bis zur Pubertät (ca. 6. bis 9. Lebensmonat) gar nicht alleine bleiben darf. Und dass man ab dann erst langsam anfängt, ihm das Alleinbleiben anzugewöhnen? Dass es einige Monate dauern kann, bis er mal so 3 - 4 Stunden aushält?

Mal ganz abgesehen davon... wie soll das denn mit der Sauberkeitserziehung funktionieren, wenn Niemand zu Hause ist? Der Welpe muss am Anfang alle 2 Stunden raus gebracht werden - auch nachts...

Ich könnte grad mal wieder in die Tischkante beißen bei so viel Unwissen... WARUM habt Ihr einen Hund, wenn Ihr keine Zeit für ihn habt? Und dann auch noch einem zweiten Hund das gleiche antun?

unmöglich und unverantwortlich, Euer Verhalten!!!

Um Gottes Willen nein !?!? Entschuldige , Ich habe vergessen zu erwähnen , dass meine Freundin und ich erst vor 2 Wochen zusammen gezogen sind. Der Hund vorher mit ihr bei ihren Eltern gewohnt hat und immer unter Aufsicht war. Sein lebenlang hat der kleine mit einer Hauskatze verbracht. Da ich jetzt noch 2 Wochen Urlaub habe und dannach 3 Wochen in der Gegenschicht wie meine Freundin arbeite , ist immer einer zuhause. Dadurch , dass wir aber merken der Hund fühlt sich alleine , da ihm ein Spielgefährte fehlt ( wir beachäftigen uns sehr sehr viel mit ihm ) und er nicht gewohnt ist das einzige Tier im Haus zu sein. Sind wir halt in der überlegen einen 2 kleinen Racker zu holen und dann SELBSTVERSTÄNDLICH in verschiedenen Schichten zu arbeiten damit immer einer da ist ! Fazit. Meine Situation war nicht konkret ausgeschrieben :-)

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