Eine wichtige Frage, (Kindergeld)?

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10 Antworten

Antrag auf Auszahlung des anteiligen Kindergeldes (KG11e)

http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/FormularefuerBuergerinnenundBuerger/Kindergeld/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI516433

Ab Antrag wird die Auszahlung des Kindergeldes unterbrochen und die Eltern werden befragt. Können sie nicht nachweisen, dass sie Unterhalt leisten, wird das Kindergeld an das Kind ausgazahlt und in diesem Fall vermutlich mit Hartz IV verrechnet.

§ 74 EStG Zahlung des Kindergeldes in Sonderfällen

(1) 1Das für ein Kind festgesetzte Kindergeld nach § 66 Absatz 1 kann an das Kind ausgezahlt werden, wenn der Kindergeldberechtigte ihm gegenüber seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommt. 2Kindergeld kann an Kinder, die bei der Festsetzung des Kindergeldes berücksichtigt werden, bis zur Höhe des Betrags, der sich bei entsprechender Anwendung des § 76 ergibt, ausgezahlt werden. 3Dies gilt auch, wenn der Kindergeldberechtigte mangels Leistungsfähigkeit nicht unterhaltspflichtig ist oder nur Unterhalt in Höhe eines Betrags zu leisten braucht, der geringer ist als das für die Auszahlung in Betracht kommende Kindergeld. 4Die Auszahlung kann auch an die Person oder Stelle erfolgen, die dem Kind Unterhalt gewährt. (2) Für Erstattungsansprüche der Träger von Sozialleistungen gegen die Familienkasse gelten die §§ 102 bis 109 und 111 bis 113 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch entsprechend.

Alfred06 16.03.2014, 18:33

Danke für die Anerkennung.

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Bei der Familienkasse einen Antrag auf eine Abzweigung des Kindergeldes stellen,das steht ihm zu,wenn die Eltern nicht mindestens in Höhe des Kindergeldbetrags Unterhalt an ihn zahlen !

Wenn das Kindergeld allerdings bei seiner ALG - 2 Zahlung noch nicht berücksichtigt wurde,wird das Kindergeld bis auf 30 € Versicherungspauschale auf seinen Bedarf bei euch angerechnet.

Diese 30 € bekommt er allerdings nur,wenn er keine Arbeit oder Nebentätigkeit ausübt,aus der er Erwerbseinkommen erzielt,denn dann kann er aus diesem Erwerbseinkommen Freibeträge geltend machen,die von seinem Nettoeinkommen abgezogen werden.

Dann sind aber diese 30 € schon in seinem Grundfreibetrag von 100 € enthalten.

Wenn er nicht mehr zu Hause wohnt und 18 ist, steht den Eltern das Geld nicht zu. Der Sohn muss bei der Familienkasse einen Antrag auf Abzweigung stellen. Er sollte bei euch gemeldet sein und dann hat er einen anderen Wohnsitz als die Eltern und dann geht eine Abzweigung klar. Macht das so schnell es geht.

Das Geld koennt ihr von den Eltern zurueck fordern, ab Oktober, ob da aber was kommt, wage ich zu bezweifeln. Bei Hartz IV kriegt er das Kindergeld doch sicher abgezogen oder?

DMM90 07.03.2014, 14:11

Richtig. Zurückfordern müsste man prüfen. Aber Schadensersatz sollte möglicherweise drin sein.

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Er könnte bei der Familienkasse einen Antrag auf "Abzweigung" des Kindergeldes stellen, dann würde es an ihn überwiesen.....

".. er bekommt etwas hartz 4 ..."

Es würde dann auf sein ALGII angerechnet.

das Kindergeld steht den Eltern nicht mehr zu. ER muss sich drum kümmern, dass es nun ihm bzw. seinem neuen Haushalt zufliesst. Also muss er einen Antrag stellen und das so schnell wie möglich, denn rückwirkend bekommt er es nicht.

Wenn der junge Mann 18 ist dann steht dem das Kindergeld zu. Wenn darauf überhaupt Anspruch besteht. Also sollte der junge Mann bei der Kindergeldstelle vorstellig werden und die Umstellung der Zahlung auf ihn veranlassen.

DMM90 07.03.2014, 10:48

Falsch. Das Kindergeld steht IMMER, egal wie alt der Abkömmling ist, den Erziehungsberechtigten zu. Kommen die ihrer Pflicht nicht nach, dann nicht.

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FÜR DAS KG muss er bei der Kindergeldkasse diese Abzweigung beantragen. Nützen wird das praktisch aber rein gar nichts, weil das KG als Einnahmezufluss mit dem ALO 2-Anspruch komplett aufgerechnet wird.

Ihr wiederum solltet ihn offiziell als Untermieter aufnehmen. Dafür braucht ihr eine Genehmigung des Vermieters. Dann könnt ihr ihm einen Mietanteil in Rechnung stellen, der von der Arbeitsagentur übernommen werden muss. Weiterhin ist er dann ordentlich gemeldet und hat gute Chancen, auf der Grundlage bedarfsweise dann auch an eine eigene Wohnung zu kommen.

Zur Kindergeldkasse gehen und die Sachlage dort vortragen. Da der Freund bei Euch wohnt und gemeldet ist, hat die Mutter des Freundes kein Anrecht auf das Kindergeld.

Er kann das von seiner Mutter fordern !

Wenn er bei Euch gemeldet ist kann er auch selbst bei der Familienkasse sein Kindergeld beantragen auf sein Konto.

kleinekathi99 07.03.2014, 10:06

seine mutter gibt ihm das kindergeld nicht,sie gibt ihn noch nicht mal die kindergeldnummer. und welchen antrag müsste er bei der familienkasse beantragen?

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RaBau 07.03.2014, 11:11
@kleinekathi99

Er soll doch einfach bei der Familienkasse nachfragen , bzw. dort bekannt geben, dass er bei euch gemeldet ist und sein Kindergeld möchte.

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mit der Volljährigkeit steht ja ihm das Kindergeld zu nicht seiner Mutter.

Ebenso wie der Unterhalt, aber darum muss sich der Knabe halt auch kümmern.

petrapetra64 07.03.2014, 10:06

Mit der Volljaehrigkeit geht das Geld immer noch an die Eltern und es steht auch ihnen zu, die verpflegen ihn ja und da wohnt er. Aber mit dem Auszug kann er das Geld abzweigen lassen.

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OldHolborn 07.03.2014, 10:12
@petrapetra64

nein, mit der Volljährigkeit steht es den Eltern nicht in keinster Weise zu, auch wenn das Kind noch Zuhause wohnt!

Ebenso MUSS dem Kind dann der Unterhalt von beiden Eltern monatlich in Bar ausgehändigt werden, (Barunterhaltspflicht)

....rechtlich ist das so!

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DMM90 07.03.2014, 10:20
@OldHolborn

Falsch.

Das Kindergeld steht dem zu, in dessen Obhut sich das Kind befindet.

Rechtlich ist das SO.

Zitat Bundesministerium für Familie und Co.:

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

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OldHolborn 07.03.2014, 10:31
@DMM90

Wir sprechen von einem VOLLJÄHRIGEN nicht von einem Kind!

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Atzec 07.03.2014, 10:32
@OldHolborn

Old, das ist wirklich alles falsch. Hör auf DMM.

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DMM90 07.03.2014, 10:38
@OldHolborn

Trotzdem liegst du falsch. Das Kindergeld steht IMMER den Erziehungsberechtigten zu, falls sich das Kind in deren Obhut befindet. Fertig aus. Immer diese falschen Infos, dass dem Kind das Geld zusteht. Das ist FALSCH!

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OldHolborn 07.03.2014, 11:45
@Atzec

Ok, unbestritten ist ja (hoffe ich mal) eine Barunterhaltspflicht der Eltern ab Volljährigkeit der Kinder!

Der Unterhalt schließt ja das Kindergeld mit ein, also bekommen die Eltern zwar das Kindergeld MÜSSEN es aber an den Kindern weitergeben.

...also so wie ich das sehe, ist der angeblich theoretische Anspruch der Eltern auf das Kindergelt nicht die Bohne wert!

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OldHolborn 07.03.2014, 11:47
@DMM90
Das Kindergeld steht IMMER den Erziehungsberechtigten zu

wer ist denn der Erziehungsberechtigte bei einem Volljährigen????

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DMM90 07.03.2014, 13:58
@OldHolborn

Da kannst du einmal drüber nachdenken.

Der Sinn des Kindergeldes ist welcher? Genau! Diejenigen, die sich um das Kind kümmern, werden finanziell unterstützt. Nun rate mal, wer das Geld bekommt, wenn das Kind volljährig wird?

Ist doch nicht so schwer.

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DMM90 07.03.2014, 13:59
@OldHolborn

Du hast immernoch Unrecht. Sieh es einfach ein. Kindergelb geben die Eltern auch immer an das Kind weiter durch: Nahrung, Unterkunft, Kleidung, usw.

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Atzec 08.03.2014, 10:33
@OldHolborn

Old, ersetze einfach "Erziehungsberechtigte" durch "unterhaltsverpflichtete Eltern".

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Atzec 08.03.2014, 10:36
@OldHolborn

Old, die Eltern sind ab Volljährigkeit nicht automatisch barunterhaltspflichtig. Sie können ihrer Unterhaltspflicht auch durch die gewährung von Wohnraum nachkommen.

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OldHolborn 08.03.2014, 12:36
@Atzec

Doch, Grundsätzlich sind sie das!

Ein volljähriges Kind hat keinen Anspruch mehr auf Naturalunterhalt (Betreuung), sondern nur noch auf Barunterhalt (Geld). Gegenüber volljährigen Kindern sind beide Eltern barunterhaltspflichtig, und zwar auch derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt.

Wichtig: Das gilt auch für junge Volljährige, die noch zur Schule gehen und im Haushalt eines Elternteils leben. Auch für sie sind beide Eltern barunterhaltspflichtig. Zur Höhe des Bedarfs eines volljährigen Kindes siehe hier.

Für den Barunterhalt eines volljährigen Kindes haften beide Elternteile. Das heisst, mit Eintritt der Volljährigkeit haben grundsätzlich beide Eltern Unterhalt in Geld zu zahlen. Das gilt auch für denjenigen Elternteil, bei dem das Kind lebt. Dieser Elternteil kann dem nicht entgegenhalten, er leiste (weiterhin) Naturalunterhalt. Der Naturalunterhalt kann aber mit dem Barunterhalt verrechnet werden. Wohnt das Kind z.B. noch bei der Mutter und müsste die Mutter nach der weiter unten dargestellten Berechnungsmethode 200,- EURO zahlen, und haben die Leistungen der Mutter wie z.B. Wohnungsgewährung und Verpflegung bereits einen Gegenwert von z.B. 120,- EURO, so schuldet die Mutter nur noch 80,- EURO Barunterhalt ("Taschengeld").

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/familie/sperling/ku_wer_vj.htm#ixzz2vN0sMt8C

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OldHolborn 08.03.2014, 12:40
@DMM90

Hab ich gelesen,

.....du aber scheinbar nicht!

Das Kindergeld ist auf den Unterhaltsbedarf des Kindes in voller Höhe anzurechnen. In Höhe des Kindergelds verringert sich also der Unterhaltsbedarf. Natürlich muss im Gegenzug das Kindergeld dann auch in voller Höhe an das Kind ausgezahlt werden.

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