Wie würdet ihr die Thesen zum Thema 'Hitlers Außenpolitik', belegen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ziel einer solchen Aufgabe ist ja nicht die fertige Stellungnahme als Selbstzweck, sondern, dass du dir Hintergrundwissen aneignest.

=> Merkste was? :)

LG
MCX

Gut, würdest du mir damit helfen, das Zeitproblem z.b mit der Empfehlung guter, prägnanter Internetseiten zu lösen oder zu sagen ob du die Thesen be- oder widerlegen würdest - würde das was an dem Fakt ändern, dass ich mich selbst informieren muss? Ich möchte nur meine Unsicherheit durch wissendere Stimmen beilegen.. Aber Danke für diesen überaus hilfreichen Kommentar! 

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@emmabella

Also da der Mann C4-Professor an der Uni Münster war (eine höhere Besoldungsstufe gibt es nicht), kannst du davon ausgehen, dass du seine Thesen nicht widerlegen musst / kannst. Du musst nur ein Beispiel finden, um sie zu belegen.


LG
MCX

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@Miraculix84

Dankeschön. Das ist in der Tat ein logischer Gedankengang. :)

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@emmabella

Aha. Das war schon fast ein Kompliment. Tipp: Google mal nach "Hitler, Lebensraum". Da wirst du viele dogmatische Argumente für Hitlers Außenpolitik finden, die wahrscheinlich vielen Bewohnern der damaligen Ostgebiete weit weniger einleuchtend erschienen. Und wenn du dir dann überlegst, ob Hitler durch diese Außenpolitik u.U. minimale wirtschaftliche Vorteile hatte, bis du schon sehr, sehr nah dran am Punkt Kalkül.

LG
MCX

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@Miraculix84

Tatsächlich irritiert mich der Begriff dogmatisch. Ich verstehe das richtig, dass das Hitlers Motivationen waren, mit denen er den Anspruch auf absolute Gültigkeit erhoben hat? Sprich Ziele in der Zukunft, meinetwegen z.B. das Großdeutsche Reich, die nicht in Frage gestellt werden sollten?
Und aufgehängt an dem Wörtchen fast würde mich, abseits vom eigentlichen Thema, doch sehr deine Definition von Kompliment interessieren.

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@emmabella

Naja, dogma bedeutet ja soviel wie "Lehre mit Wahrheitsanspruch" und da wäre für das dritte Reich zentral die  Rassenlehre zu nennen, aus der sich der Herschaftsanspruch und das Ziel eines Großdeutschen Reiches ableiteten.

LG
MCX

PS: Streich das "fast". Danke fürs Kompliment.

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@Miraculix84

Zumal ich Dogma und Kalkül nicht gerade als ein Gemengelage empfinde..

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@emmabella

Ich weiß nicht, was du unter dem Wort Gemengelage verstehst, aber "die(!) Gemengelage" ist in diesem Zusammenhang letztendlich ein anderes/gehobenes Wort für "Vermischung" oder "Zusammenwirken". Vielleicht wird dir das Zitat damit verständlicher.

=> Vermischung von Dogma und Kalkül als Triebkraft der Außenpolitik.

=> Zusammenwirung von Dogma und...


LG
MCX


http://www.duden.de/rechtschreibung/Gemengelage


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@Miraculix84

Alles klar - da lag das Problem.. das macht natürlich vieles schon mal einfacher ^^
Dann schau ich mal was ich aus deinen Hilfestellungen und dem Internet so raus holen kann.
Merci beaucoup :)


~ LG
EBA  - der musste noch sein :P

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@Miraculix84

Doch noch eine Frage: Kann man sagen, dass Hitler letztendlich daran gescheitert ist, dass seine Fähigkeit fürs Kalkül in eben der Gemengelage immer weiter abgenommen hat und bei Kriegseintritt völlig verschwunden war? Wär ja ausformuliert ein ganz guter letzter Beleg, wenns stimmt, für die zweite These..

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@emmabella

Nein, kann man nicht. Deutschland hat den den zweiten Weltkrieg definitiv nicht deswegen verloren, weil Hitlers Kalkül-Fähigkeit nachgelassen hat.

LG
MCX

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@Miraculix84

meh - na gut, war ein Hoffnungsschimmer. Dann eben als Nebenargument.

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@Miraculix84

Also, lieber Miraculix, auch ein Professorenstatus garantiert keine Thesenrichtigkeit.

Oder war Dein Beitrag satirisch gemeint?

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@earnest

Nein, aber da die Fragestellerin von sich sagt, keinerlei Hintergrundwissen zu besitzen und anscheinend die Fragen / Thesen nicht so richtig einzuordnen wusste, erschien mir das jetzt erstmal als das Naheliegendste, den Hintergrund des Autors zu bewerten, um zu einem befriedigenden oder ausreichenden Ergebnis zu kommen.

Das Hintergrundwissen, um diese Thesen jetzt auf einem fachlich gehobenen Niveau zu diskutieren oder zu erörtern, habe ich auch nicht. Das überlasse ich lieber denen, die Ahnung davon haben. :) Aber du hast Recht: Über Thesen kann man streiten, aber mir fehlt das Fachwissen an dieser Stelle. Bin ja auch kein Historiker. ;) DH 4 u.

LG
MCX

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Für die Zwei habe ich ein Zitat von Goebbels:

""Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.""

Mir fehlt das Verständnis dafür, was an der Hitlerschen Außenpolitik denn "revolutionär" war. Herr Thamer hat da möglicherweise ein anderes Verständnis von "revolutionär" als ich. 

These 1 finde ich etwas seltsam gewoben.

Gruß, earnest

Und ist nicht These 2 "Viel Lärm um nichts"? Die These besagt doch nur, daß der Schnurrbartträger Grundsätze hatte, aber dennoch von Fall zu Fall zu kalkulieren vermochte.

Wie schätzungsweise 80% der Menschen ...

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Wie gelang der Wehrmacht der Wiederaufstieg zur militärischen Grossmacht?

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurde im Friedensvertrag von Versailles die Anzahl der Soldaten auf 100.000 Mann für eine Streitmacht festgeschrieben. Diese sollten ausschließlich Berufssoldaten sein, und es gab keine Wehrpflicht. Die Ausrüstung der „Reichswehr“ war ebenfalls festgelegt worden. Der Besitz von Angriffswaffen z.B. Panzer, schwere Artillerie, Flugzeuge und Kampfgas waren verboten.

Die sogenannte Reichswehr war seit 1919 die bewaffnete Streitmacht des Deutschen Reiches.

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 erkannte der neue Reichskanzler Adolf Hitler die Bestimmungen des Versailles Vertrag von 1919 für Deutschland als nicht mehr bindend an. Sofort mit seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 gab Hitler, bewußt gegen den Friedensvertrag von Versailles verstoßen, zum Ausbau der Flotte und einer Verstärkung des Landheeres. Mit Hitler wurde die Wehrpolitik drastisch verändert!

Was wichtig zu erwähnen ist, ist das die Weimarer Republik schon heimlich vor Hitler aufgerüstet hatte.

Von der Aussicht auf den Wiederaufstieg Deutschlands zur militärischen Großmacht geblendet, unterstützte die Reichswehrführung bedingungslos Hitlers Außenpolitik, die ganz offen auf Revision des Vertragswerks von Versailles hinzielte. Mit anderen Worten: Es gab keinen nennenswerten Widerstand. Viele Offiziere der Reichswehr haben die Methoden der Nationalsozialisten abgelehnt, aber die Ziele von Hitlers Politik wurden als richtig anerkannt.

Der spätere Aus- und Aufbau der SA und SS wurde von einigen Offizieren mit großem Mißtrauen angesehen. Aber niemand traute sich massiv einzugreifen und Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Ab Februar 1934 wurden keine jüdischen Männer mehr aufgenommen und alle jüdischen Soldaten sollten entlassen werden. Durch die SA gab es einen Konflikt zwischen der Reichswehr in der NSDAP. Und Hitler seinerseits ergriff Konsequenzen: Am 30. Juni 1934 fand ein Ereignis statt, das die nationalsozialistische Propaganda später Röhm – Putsch nannte: Dabei wurde Röhm erschossen, die SA entmachtet. Da das deutsche Rüstungskonzept mit dem bestehenden Berufsheer schnell an personelle Grenzen stieß, bestimmte das „Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht“ vom 16. März 1935 die Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht. Wehrpflichtig waren alle Männer vom 18. bis zum 45. Lebensjahr. Juden waren nach diesem Gesetz ausgeschlossen.

Der Friedensertrag von Versailles wurde durch heimliche Aufrüstung, durch das Wehrgesetz und durch weitere Gesetze gebrochen. Die Westmächte protestierten mündlich gegen dieses Unternehmen, handelten aber nicht.

Im Februar 1938 wurde der Reichsminister von Blomberg entlassen. Hitler übernahmdiesen Posten und hatte damit die ganze Macht über die Wehrmacht.

1939 zählt das Landheer der Wehrmacht über 2.7 Millionen Mann, die Luftwaffe verfügte über 4000 Flugzeuge. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe war seit 1935 Hermann Göring.

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