Eine Schildkröte als Haustier?

7 Antworten

Ich finde die Vorstellung, dass mein Haustier älter wird als ich irgendwie erschreckend. Auf jeden Fall solltest du dir im klaren sein, dass du dir da einen Kameraden auf Lebenszeit anschaffst. Nach 2 Jahren wieder weggeben finde ich persönlich etwas unpassend.

ich finde dass schildkröten süß sind :)

aber ich hab gehört dass sie nicht sehr gut riechen (nagut,jedes andere haustier stinkt auch) und ich stelle mir das säubern des geheges irgendwie schwierig vor

aber ein haustier zu halten heißt ja auch arbeit und verantwortung...

Wenn man soetwas liest könnte man echt irre werden!!!!!

In der Schildkrötenpflege gilt es einige wichtige Faktoren im Auge zu halten. Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis, der Anteil an Proteinen und der Anteil an Rohfaseranteilen sind entscheidende Faktoren, die der Gesundheit einer Schildkröte förderlich sind oder schaden können. Ein zu viel an Phosphor und zu wenig an Kalzium kann zur Knochen- und Panzererweichung führen und den Stoffwechsel sowie die inneren Organe beeinträchtigen. Zu viel an Proteinen sowie die Gabe von falschen Proteinen (z.B. im Katzen-/Hundefutter –sehr schädlich- oder in vielen als Schildkrötenfutter ausgewiesenen Pellets) führt zu explosionsartigen Wachstums-schüben, Nierenversagen, Panzerverformungen und verkürzen das Lebensalter. Einige Futterquellen können zu Kropfbildungen führen. Hier einige Beispiele für kropfbildende Futterpflanzen (falls sie zu oft und in zu grossen Mengen gefüttert werden): Brokkoli - Rosenkohl - Kohl. In grösseren Mengen verfüttert beeinträchtigen diese Futterarten die Schilddrüsenfunktion und können somit zur Kropfbildung führen.

Pflanzen, die einen hohen Anteil an Fetten enthalten sollten ebenfalls, wenn überhaupt, dann nur sehr selten gefüttert werden z:B. Sojabohnen und deren Verwandte. Fette werden von Pflanzenfressern nicht richtig verwertet und behindern die Verwertung von Kalzium im Stoffwechsel. Leberversagen ist eine Folge der Fütterung von zu fetthaltigem Futter.

Vorsicht ist auch geboten bei oxalathaltigem Futter wie: Petersilie - Sauerampfer - Spinat - Rhabarber - Kraut von Rüben - alle Kohlsorten, da die Oxalsäure das Kalzium bindet und so zu Knochendeformationen, Gicht und somit Ablagerungen der Harnsäure in den Weichteilen führen kann.

Wildkräuter sind die beste Wahl: alles was Du verfüttern kannst, findest Du bei der Samenkiste im Internet. Dort können die Samen auch bestellt werden, sowie jegliches Zubehör. Ich kann die Seite nur empfehlen --- http://www.samenkiste.de --- + Linkpartner!!! Im Internet gibt es viele schlechte Seite, weil die Informationen dort Lückenhaft oder sogar ganz Falsch sind!

Eine gesunde Ernährung kann nur mit viel Aufwand gewährleistet werden. Auch sollten Sie die Tiere nicht mit Salaten aus dem Supermarkt füttern, da diese meist mit Düngemitteln oder anderen schädlichen Substanzen belastet sind. Am Besten ist: “Füttern” Sie gar nicht - lassen Sie das Tier alleine grasen! Ziemlich alle im Handel angebotenen Fertigfutter schädigen oder zerstören nachweislich die inneren Organe, selbst wenn sie nur kurzfristig und gelegentlich gereicht werden!

Auch wenn Schildkröten kaum Mimik oder Gefühle zeigen, sie haben eine sensible Seele und sie leiden furchtbar, wenn sie nicht artgerecht gehalten werden! Das einzige, was als Futter gekauft werden sollte und auch nach tiermedizinischer Sicht gesund und wichtig ist, sind Kalkprodukte wie Sepiaschalen, Muschelkalk oder sogenannte Heucobs bzw. Heupellets. Diese bestehen aus extra für Schildkröten hergestelltem Heu (spezielle Gräsermischungen!) und sind für die Darmflora immens wichtig. Wenn Sie aus Platzgründen nicht die Möglichkeit haben, sich beim Bauern einen Sack gutes Heu zu holen (Achtung! ungespritzt, unbehandelt, ungedüngt), dann sind diese Heupellets oder Heucobs eine gute Alternative. Sie lassen sich auch in kleineren Mengen bestellen und gut lagern.

Kurzanleitung - Freilandgehege für Landschildkröten: Größe: Je größer, desto besser, weil die Tiere viel Auslauf brauchen

Umrandung: je nach Größe der Tiere 30 - 60 cm Höhe, ein Stück in den Boden versenkt, blickdicht und relativ glatt (keine Ausbruchmöglichkeit)

Bepflanzung: Abwechslungsreich mit Hügeln, Versteckmöglichkeiten, Schattenplätze und vielfältigen Kräutern zum Grasen der Tiere

Schlafhaus: Die Schutzhütte bietet Schutz vor Kälte und Nässe, sollte in unseren Breitengraden möglichst beheizbar sein.

Bei kleinen Tieren über dem Gehege Schutznetz o.ä. anbringen, um Gefahren durch Vögel und anderen Tieren vorzubeugen Wasserschale und Badeplatz sollten gut zu reinigen sein!

Es wird immerwieder behauptet, dass man Schilkröten mit jeglichen Obst und Gemüse füttern kann. Das ist FALSCH!

Wenn ich nicht die Möglichkeit habe meine Schildi mit ausreichend Wildkräuter zu füttern, füttere ich ausschließlich BIOsalat zu, wie Chiccoré, Feldsalat, Rucola.

Ausgewähltes Obst gibt es 1-2 mal im Monat und nur im Sommer! Hier verfüttere ich nur ein kleines Stück, wahlweise von Wassermelone (ohne Kerne!), eine dünne Apfelspalte (Bioqualität), eine Physalis (Kapstachelbeere), eine größere oder zwei kleine Erdbeere/n (hab ich jeden Sommer auf dem Balkon –natürlich unbehandelt)

Obst ist im Allgemeinen zu sauer und enthält zu viel Fruchtzucker und ist damit keine geeignete Nahrungsquelle. Es schadet mehr als es nützt und sollte wirklich eine Seltenheit auf dem Speiseplan sein.

Was Schildkröten garnicht mögen:

häufiges Hochheben, da ihre natürlichen Feinde hauptsächlich Vögel sind, versetzt es sie in Stress und Panik – bitte nur, um die Schildi kurze wege zu „transportieren“ ( am Besten immer in ein Körbchen setzen) hartes anfassen am Panzer, auch wenn er hart ist, im Panzer verlaufen unzählige Nerven – das ist sehr Schmerzhaft, eine Schildi magt nur leichtes kraulen am Hals und sanfte Berührungen Nässe und Kälte, da sind Schildkröten sehr empfindlich, nicht unter 15°C im Freiland halten (mögliche Folge von „Unterkühlung“ sind Organschäden!) Langeweile, flache Steine, Wurzeln, Grasnarben, kleine Ehöhungen (Steinberge) bieten hier Abwechslung und das liebt eine Schildkröte Katzenstreu, Sägespäne, Rindenmulch und ähnliches als Bodengrund sind sehr schädlich! Wenn möglich: kleine Grasnarben, ungedüngte Gartenerde gemischt mit Rindenhumus (kein Mulch!!!) oder Douglasienrinde zu wenig Auslauf / zu kleines Terrarium, Schildkröten sind „Läufer“, sie legen in freier Wildnis mehere Kilometer am Tag, bei der Nahrungssuche, zurück.

also doch nicht nur ich alleine, die hier immer mehr in rage gerät aufgrund des ganzen unwissens, was hier verbreitet wird. mir stehen langsam die haare zu berge.

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das ist echt kompliziert... gibts speisepläne? so mit den wochen tagen und monaten...

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@danela9

brauch kein Mensch. Einfach ein oder zweimal am Tag ein bisschen Löwenzahn oder so in den Futternapf legen wasser säubern und auffüllen und fertig. ODer einfach ma lim Garten rumlaufen lassen. Aber dabei beobachten. 

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@ToKoe

Ja, ich würde ihnen nicht jeden Tag Löwenzahn hineinlegen sondernjeden Tag etwas anderes . Du möchtest ja auch nicht jeden Tag dasselbe essen. Oder du baust ein Gehege, wo sie sich selber etwas von den Pflanzen holen und du ihnen nichts mehr geben musst. Bau doch einfach direkt ein Gehege, wo sie rumlaufen können, anstatt dass du sie im Garten unter Aufsicht rumlaufen lässt!Für dich und für die Schildi leichter!

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Fragt sich echt, wofür du ein Haustier willst o.ö

Und warum die Tiere noch nicht ausgestorben sind, wenn sie nichts abkönnen -.-

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