6 Antworten

Wenn du dir ansiehst, wie Meinungsbildung funktioniert und wie Meinungen gebildet werden, wenn du dir ansiehst, wer die Macht hat, seine Meinung zu verbreiten und damit Meinung zu bilden, wenn du dir ansiehst, wie in den letzten Jahren Bürgerrechte systematisch beschnitten und eingeschränkt wurden (z. B. Patriot Act), dann brauchst du für diese Erkenntnis keine wissenschaftliche Studie. Dann reicht gesunder Menschenverstand aus.

Es ist aber gut, dass es diese Studie gibt. Vielleicht trägt sie dazu bei, ein wenig Aufklärung zu betreiben und etwas gegen den quasireligiösen Mythos von der US-Demokratie und ihren westeuropäischen Ablegern zu tun.

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Hast Du die Studie selbst auch gelesen (link), oder lediglich den Artikel in der Huffington Post ???

Ich schreibe dies, da ich mir mal die Mühe gemacht habe, die tatsächliche Studie zu lesen (den Link in deinem Link). Begriffe wie "Russia", oder "Russian Federation" kommen nicht vor, weder im abstract, noch im conclusions-Teil. Es gibt auch keine ähnlichen Aussagen. Die These, als Untertitel: 
"Nicht anders als in Russland" muss vom Autor selbst stammen, Jan David Sutthoff, deshalb hat er sie auch in Anführungszeichen gesetzt. Der Autor scheint mir (nach kurzer Recherche) auch umstritten zu sein, ebenso die Huffington Post Deutschland..


Meine Meinung: Die Huffington Post ist nicht unbedingt eine sehr seriöse Zeitung und die Deutsche Ausgabe wird wohl vom FOCUS mit-editiert (Pro7-Mediengruppe).. Nicht mein Fall!  (google selber zu dieser Zeitung)

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Es geht in der eigentlichen Studie lediglich darum, dass Eliten und Lobbyisten großen Einfluss auf die "Demokratie der USA" nehmen beim Thema Gesetzgebung, was durch dieses "neue Verfahren" (eigene Methodik) nachgewiesen werden konnte. Ebenso wird kritisiert, dass die Mehrheit der Wähler, insb. der Mittelstand, einen geringeren Einfluss Änderungen der Gesetzgebung hat. Das Thema an sich ist schon seit Jahrzehnten bekannt, also nichts neues :-)

Ganz durchblickt habe ich es auch nicht, aber hier zum Weiterlesen (aktueller Artikel der WP zur Debatte zu der Studie! nicht pro-amerikanisch! - eher sehr kritisch! So ist die WP^^)

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2016/05/23/critics-challenge-our-portrait-of-americas-political-inequality-heres-5-ways-they-are-wrong/

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Das Thema ist sehr komplex und da ich heute mal keinen Stress mit den Pro-Russkis hier bei gutefrage.net will, äußer ich mich nicht weiter! :o) ;-)

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Soweit ich das sehe sind die USA ein "schönes" Beispiel für eine quasi-Oligarchie. Vor allem verstärkt durch das 2 Parteien system und die schwachen Lobying und Wahlkampffinanzierungsgesetze.

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Kann man als Otto-Normal-Bürger / Durchschnittsbürger von außen her nicht beurteilen.

Woher und Wie wollen diese Studienmacher an all die Daten gekommen sein ?

Diese Studie könnte man eigentlich nur dann beurteilen, wenn man selber Wissenschaftler ist, diese Daten selber hat, die Unterlagen zu dieser Studie selber in der Hand hat, in der Lage ist diese Studie selber zu reproduzieren.

Die Leute und Medien können uns viel erzählen wenn der Tag lang ist.

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Kommentar von Unsinkable2
21.07.2016, 09:12

Kann man als Otto-Normal-Bürger / Durchschnittsbürger von außen her nicht beurteilen.

Tipp: Wissenschaftliche Studien sind so angelegt, dass du sie nachvollziehen kannst, wenn du das willst. Im Zweifel kannst du dir helfen lassen, wenn du etwas nicht verstehst.

Woher und Wie wollen diese Studienmacher an all die Daten gekommen sein ?

Das schreiben die Autoren in ihrer Studie. Keine Zeit zum Lesen? Nur Zeit, dir eine Meinung zu bilden?

Diese Studie könnte man eigentlich nur dann beurteilen, wenn man ...

Na, dann mach's doch und jammer nicht rum!

... selber Wissenschaftler ist ...

Nur ein Wissenschaftler kann beurteilen, ob sich ein Gesetz in deinem Interesse oder im Interesse der Banken auswirkt? 

Was muss das dann deiner Ansicht nach für ein Wissenschaftler sein? Ein "Doktor der Gesetz-Beurteilung"? Oder ein "Professor für Beurteilungs-Recht"? Oder was?

... diese Daten selber hat ...

Falls du nicht erwartest, dass man sie dir hinterher trägt, findest du sie in der Studie.

... die Unterlagen zu dieser Studie selber in der Hand hat ...

Welche Unterlagen? Die Daten der Studie? Oder die Studie selbst? Beides findest du in der Studie. ... Wie wär's mit "Lesen der Studie" für den Anfang?

... in der Lage ist diese Studie selber zu reproduzieren ...

Falls du nicht ausdrücken willst, dass du dazu unfähig bist: Wissenschaftliche Studien sind so angelegt, dass sie nachvollziehbar sind. Es liegt bei dir, es zu tun.

Die Leute und Medien können uns viel erzählen wenn der Tag lang ist.

Hier kommt dann sowas wie Selbstreflexion durch, oder wie? Dieser Satz ist eigentlich die Überschrift deines Beitrags, precursor:

  • Offensichtlich keine Ahnung, wie wissenschaftliche Studien aufgebaut sind.
  • Offensichtlich keine Lust, die Studie überhaupt zu lesen.
  • Offensichtlich nicht einmal der Versuch, die Behauptungen nachvollziehen zu wollen.
  • Absurde Behauptungen aufstellen.

Aber eine eigene Meinung zum Aufbau und Inhalt der Studie haben...

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Siehe hierzu das Buch "Wie zerstört man eine Demokratie" von Naomi Wolf.

http://www.deutschlandfunk.de/alarmruf-faschismus.1310.de.html?dram:article_id=193707

Und siehe Noam Chomsky:

SPIEGEL: Republikaner und Demokraten sind für Sie also nur unterschiedliche Spielarten derselben politischen Grundrichtung?

Chomsky: Natürlich gibt es Unterschiede, aber sie sind nicht
fundamental. Niemand sollte sich Illusionen machen. Die USA sind im Kern ein Einparteiensystem, und diese eine regierende Partei ist die
Business-Partei.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-60883213.html

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Kommentar von Francescolg
26.07.2016, 03:40

Obwohl ich die Leistungen, welche Noah Chomsky als Sprachwissenschaftler bahnbrechend erreicht hat, sehr respektiere, rate ich bei politischen Themen ab von ihm, da er leider (im Alter) eine Art Che Guevara geworden ist :o) Ansonsten ist er aber ein netter Kerl!

Selbe Kritik kann man übrigens auch der Deutschen Politik anlasten, spätestens seit ein sozialdemokratischer Ex-Bundeskanzler bei einem der größten russischen Energieunternehmen unter Vertrag steht. Das dieser Fakt nicht (oder so gut wie nie) in den deutschen Medien aufgegriffen wird, insb. in den repetitiven Medien, kann doch ebenso mit aller Macht der Verschwörungs-Theoretiker kritisiert werden :)

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Mir wäre kein Land bekannt das ich heute noch als Demokratie bezeichnen würde. Werde mir das mal durchlesen.

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