Eine nich in Auftrag gegebene Leistung bezahlen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Händler benötigt für seine Forderung eine Anspruchsgrundlage. Da kommt eigentlich nur ein Reparaturauftrag in Frage, denn die Voraussetzungen für eine Geschäftsführung ohne Auftrag sind hier meiner Ansicht nach nicht gegeben.

Einen Reparaturauftrag hast du ja erteilt; zu klären ist, ob dieser unter dem Vorbehalt der Kostenübernahme durch den Hersteller stand. Wenn du gesagt hast "Reparieren Sie's, hoffentlich läuft das über die Garantie." ist das etwas anderes, als wenn du nur sagst "Ich verlange, dass das innerhalb der Garantie repariert wird."

Unabhängig davon stellt sich aber die Frage, ob die Garantiebedingungen die Leistung bei nicht durchgeführtem Service ausschließen. Wenn es sich um eine bezahlte Garantie handelte, kann ein solcher Ausschluss sogar unwirksam sein.

Und nicht zuletzt hast du zwei Jahre einen Anspruch auf Sachmängelhaftung gegen den Händler. Auch dieser kann nicht durch Hinweis auf fehlende Durchführung der Inspektion verweigert werden, und ist zudem unabhängig davon, ob der Hersteller das akzeptiert oder nicht. Wie alt ist das Rad.

Das Rad war bei der Übergabe knappe 2 Jahre alt. Es fehlten noch ca. 5 Tage. Aber wie schon gesagt, mir geht es nicht nur um den Garantieanspruch. Sie hätten mich nur anrufen müssen und mir sagen sollen was Sache ist. Ich hätte dann gesagt, danke für die Mühe, was bekommt ihr dafür und gut.

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@Lobo78

Vollkommen richtig. Wenn es so abgelaufen ist, wie du in deinem Kommentar unten geschrieben hast, hätte er keine Anspruchsgrundlage gehabt - du hättest die 120 € nicht bezahlen müssen.

So etwas ist nur schwierig durchzusetzen; er hat das Rad und rückt es ohne Bezahlung nicht heraus; du könntest ihn verklagen auf Herausgabe, aber bürdest dir damit ein neues Kostenrisiko auf.

Faktisch ist das mit den 120 € wohl die beste/pragmatischte Lösung gewesen. Und für die Zukunft suchst du dir einen anderen Händler.

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@Ratirat

Sehe ich mittlerweile genauso. Hab vielen Dank für deine Antworten.

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Man gab das Rad aus einem bestimmten Grund in die Werkstatt: Es sollte repariert werden. Davon darf die Werkstatt ausgehen. Wie diese Leistung beglichen wird, ist dabei zweitrangig.

Die Alternative wäre der Verlust des Rades gewesen. Dass dies eine Option für den Auftraggeber sein könnte, musste die Werkstatt nicht in Erwägung ziehen, wenn der Auftraggeber nicht zuvor ausdrücklich darauf hinwies.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung mit Fahrrädern.
Wie diese Leistung beglichen wird, ist dabei zweitrangig.>

Wenn das heute Gesetz ist, na dann gute Nacht!

Verstehe ich das richtig.....Wenn ich ein Auto,Fahrrad oder Fernseher in der Annahme das es sich dabei um ein Garantiefall handelt, zum Händler bringe, und es sich aber rausstellt, dass es kein Garantiefall ist, dann darf eine Werkstatt ohne den Kunden zu informieren einfach drauf los reparieren? Was ist denn wenn ich mir das nicht leisten kann? Der Reparaturbetrag macht in meinem Fall ja fast 1/5 des Kaufwertes aus. Ich habe auch mal in einer TV Werkstatt gearbeitet. Da wurde jeder Schaden vor der Reparatur mit dem Kunden kommoniziert. Da kann ich ja von Glück reden das meine Autowerkstatt nicht so drauf ist. Sonst müsste ich mir in solchen Fällen einen Zweitjob suchen.

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@Lobo78

Ist nur meine Meinung. Korrekt wäre es auf jeden Fall gewesen, wenn sie dich angerufen hätten, keine Frage. Aber ob du in so einem Fall Recht bekommen würdest, wage ich doch zu bezweifeln.

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@FelixLingelbach

Ich denke ich werde es auch dabei belassen. Mich hätte es nur einmal interessiert, wie es juristisch aussieht. Danke für deine Antwort.

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@Lobo78

Bitte. Habe deine Frage nochmal mit 'Recht' getaggt. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der es genauer weiß.

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@Ratirat

Ich hatte gesagt das die hintere Bremse fest ist und das Rad noch Garantie hat. Darauf meinte der Techniker das sie schon öfter mit der Bremse Probleme hatten, und er sie gleich zum Hersteller schickt. Er meldet sich wenn er was weiß. Und dann habe ich nur noch den Anruf bekommen das dass Rad fertig ist. Das Rad war bei der Übergabe knappe 2 Jahre alt. Es fehlten noch ca. 5 Tage.

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Wie alt ist das Teil??

Da ist nichtunwichtig.

Aber grudnsätzlich musstdu GAR nichts zahlen, Du hast nix in Auftrag gegeben, ertig.

Wenn sie dir das nichtso geen wollen, mssen ise es in den Urpungszustand zruücksetzen (also mit kaputten Brmesen) und dirohne Geld geben.

Es haben noch 5 Tage zu den 2 Jahren gefehlt. Also war noch in der Garantie. Der Herstellter meinte, man müsse alle 1,5 Jahre bei dieser Bremse das Öl wechseln. Sonst geht die kaputt. Auch wenn ich sowas nicht verstehe sage ich ok......dann habe ich das wohl versäumt, und es ist mein Fehler. Aber einfach dann ne Reparatur zu starten, nur weil der Hersteller sagt da müsste mal ein Service dran gemacht werden?? Hat es denn jetzt noch Sinn was dagegen zu starten, obwohl ich mich jetzt mit knirschenden Zähnen auf 120 Euro geeinigt und bezahlt habe? Also das Fahrrad ist jetzt echt in Ordnung, aber wenn ich gewusst hätte das es kein Garantiefall wird, hätte ich es selber gemacht. Den grössten Teil der Rechnung machte nämlich wirllich, die Arbeitsstunden aus.

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@Lobo78

Der Austausch oder ein Nachfüllen des Hydrauliköls ist nicht ganz ohne. Es ist dabei u. U. sehr hilfreich, das Rad in exakt waagerechter Position halten zu können, obwohl die Laufräder rausgenommen wurden. Hast du den dazu erforderlichen Montageständer nicht, kann es sehr schwer werden, die Luft aus dem System zu bekommen.

Geh mal davon aus, dass du die Reparatur nicht auf Anhieb hinbekommen hättest.

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@FelixLingelbach

Ein Kumpel von mir hat alles und kennt sich bestens aus. Er hätte mir geholfen. Nun ist es ja egal, da ich es ja bezahlt habe. Es ärgert mich aber einfach. Vorallem wurden noch vorne und hinten beide Bremsbeläge getauscht. Bei einem Rad was gerade mal 650 km gelaufen ist. Die waren neuwertig. Hatte sie ein Tag vorher in der Hand um mir anzuschauen was da los ist. Beim nächsten mal...Augen auf bei der Händlerwahl!! Dank dir für die Hilfe.

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@Lobo78

Bitte.

Bei einem Freund waren ebenfalls die Beläge nach kürzester Zeit fertig, das war eine hydraulische Shimano 395? und der Junge ist noch weniger gefahren, nur immer mal nachts zu seinen Kumpels und besoffen zurück. Bei ihm war es auch die hintere, da er ein notorischer Rechtsbremser ist.

Ich bin sehr skeptisch gegenüber dieser Technik. M. M. n. ist sie etwas für Downhiller oder echte MTB-Sportler, die dann entsprechend gute Teile wählen und auch die aufwändige Wartung in Kauf nehmen sollten.

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