Eine Milliarde Staatshilfe für Unternehmer. In diesem Fall: Bauern. Wie kann man dies denn rechtfertigen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich stimme dir zu dass sich in unserer Landwirtschaft in Zukunft etwas ändern muss und dass Geld nicht länger mit der Gießkanne ausgeschüttet werden darf. Es muss darauf geachtet werden, welcher Landwirt etwas für die Umwelt tut und wem sie vollkommen egal ist.

Doch im Moment muss den Bauern aus der akuten Not geholfen werden. Denn wenn wir nicht helfen, dann werden noch mehr kleine Betriebe eingehen und industrielle Großbetriebe werden die Flächen übernehmen. Dann geht es genau in die Richtung in die es nicht gehen soll.

Sehr gut, da kann ich mir die Antwort sparen, aber als "Gegenmaßnahme" wie es im Radio berichtet wurde, dass Bauern von einigen Umwelt-Auflagen befreit werden sollen, finde ich den Weg in die absolut falsche Richtung.

Alleine der Begriff sie werden `befreit´ zeigt, dass die Verantwortlichen null verstanden haben, finde ich.

Ich sehe es auch so, dass eher die Kleinbauern subventioniert werden sollten, die die noch Wert auf Hecken und Kleinstrukturen etc. legen, LG.

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@PicaPica

Davon habe ich noch nichts gehört und weiß deshalb auch nicht von welchen Auflagen die Landwirte befreit werden wollen. Aber es klingt nicht gut.

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@Fuchssprung

DAS kannst du laut sagen. Leider habe ich zu spät zugeschaltet und habe nur mitbekommen dass es so sein soll, aber nicht von welchen, LG.

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@PicaPica

Dein letzter Satz: Du siehst es so..... bedeutet: Es sollte so sein? Es könnte? Wird wahrscheinlich?

Von Umwelt-Auflagen befreit? Ist die Welt ein Spiel, bei dem man jederzeit die Regeln ändern kann?

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@sinari

Bedeutet, ja, ich bin dieser Meinung. Ob es so wird, wissen die in Brüssel, aber schlecht wäre es keinesfalls, denn es muss! wieder umweltfreundlicher gewirtschaftet werden, auch und an der Basis befindlich, vor allem in der Landwirtschaft. Warum sollen einige Großbauern mehr Unterstützung bekommen als der kleine Öko-Bauer mit "nur" 20 Kühen?

Dass Bauern von Umwelt-Auflagen befreit werden sollen, habe ich, wie du oben entnehmen kannst, im Radio gehört und bin, wie ebenfalls oben ersichtlich, dagegen, die Regeln einfach so hin und her zu ändern, vor allem wenn sie sinnvoll scheinen, LG.

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@PicaPica

Keine Sorge: die Umweltauflagen werden nicht gelockert. Und es wird auch kein Bauern von ihnen befreit. Es ging hier um etwas ganz anderes, nämlich die Nutzung des Aufwuchses der Stillegungsflächen zu Futterzwecken, welche sonst strikt untersagt ist. Das, und nichts anderes war gemeint.

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@PicaPica

Der kleine Ökobauer mit 20 Kühen bekommt weitaus mehr Beihilfen pro Flächeneinheit als der "Großbauer".

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Ein Gedankengang, den ich bisher nicht berücksichtig habe. Darüber muß ich mir erst einmal Gedanken machen. Und mit Anderen diskutieren. Danke!

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Ich komme aus der Schweiz, aber auch hier werden die Bauern unterstützt mit Geld. Man nennt das Subventionen hier. Ohne das Geld können viele Bauern erst gar nicht exestieren. Die Bauernhöfe werden immer weniger, da die Jungen an dem Beruf (übernehmen des elterlichen Hoffes) kein Ineresse mehr haben. Den ein Bauer arbeitet 365 Tage im Jahr das muss man auch sagen. Tiere brauchen Wasser, Essen und Zuwendung. (Melken, Stall ausmisten usw)

Ich finde es völlig in Ordnung wenn man die Bauern unterstützt. Den ohne Bauern funktioniert das leben einfach nicht. Stell dir mal vor, alle Bauern legen die arbeit nieder was haben wir dann davon? Lawinenniedergänge da keiner mehr die steilern Hänge gemäht hatte, Keine gepflegte Landschaften alles ist verwachsen, zuwenig Essen überall und fehlende Grundversorgung. Ohne Bauern bekommst kein Gemüse, Fleisch, Brot, Käse, Teigwaren, Kuchen usw im Supermarkt. Viele Produkte haben etwas von der Landwirtschaft.

Zum anderen steigen automatisch die Lebensmittelpreise wenn die Grundstoffe weniger sind. Es herschen gerade Weltweite Ernteausfälle, wegen dieser Hitzeperiode. Das da der Staadt abhilfe schaft, sei es durch Geld oder andere Dienstleistungen wie Gratis Wasser auf die Alm fliegen um die Kühe zu tränken ist völlig okey. (Bei der Bankenkriese wurde auch Geld bereitgestellt um das System zu retten.) Wenn der Stadt das nicht macht, trifft es am Ende wider die ganze Bevölkerung, weil steigende Lebensmittelpreise trifft immer die einfachen Leute zuerst. Zum anderen würden viele Bauern auch die Arbeit niederlegen ohne Stadtliche Hilfe. So nach dem Motto jetzt könnt ihr mal schauen wie ihr klarkommt ohne uns.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Danke für den Beitrag, du hast auch einen wichtigen Punkt erwähnt, die Landwirte produzieren eben nicht nur Nahrungsmittel, die allein schon essentiell für unser Überleben sind, sondern erfüllen auch weitere wichtige Aufgaben, wie den Erhalt der Kulturlandschaft.

Eine Korrektur noch, nicht die "Hitze" ist das Problem, sondern die "Dürre". Höhere Temperaturen und Sonneneinstrahlung sind prinzipiell positiv für Pflanzenwachstum, aber eben nur wenn auch gleichzeitig die Wasserversorgung ausreichend ist, was aktuell nicht der Fall ist.

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@Agronom

Das Problem ist, daß essientiell benötigte Nahrungsmittel selbst außereuropäisch jederzeit verfügbar sind. ?

Das Argument "Erhaltung der Kulturlandschaft" gibt Sinn.

Aber eine Frage: Was ist in der momentanen Wasserversorgung nicht ausreichend?

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@sinari

Klar, wir können natürlich den Weltmarkt an Nahrungsmitteln leerkaufen, Nationen mit weniger Kaufkraft haben dann eben Pech und können sehen wie sie sich ernähren.

Ich weiß ja nicht wo du lebst, aber in vielen Regionen ist schon seit Monaten kaum Regen gefallen.

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@Agronom

Mitteleuropäisch.Deutschland. Meine/Deine Frage: Wasserversorgung ist nicht beantwortet. Die "Ausreichung"? Was darf ich darunter verstehen?

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@sinari

Könntest du das nochmal in vollständigen Sätzen bzw. Fragen ausformulieren, diese Fragmente kann ich gerade nicht richtig in den Kontext einordnen und mit Sinn füllen.

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Gäbe für den Import von Waren nach Deutschland gleiche Auflagen wie für die Erzeugnisse hier müsste man unsere Landwirte gar nicht so stark unterstützen.

Da dies jedoch vom Staat nicht in die Wege geleitet wird, sondern man weiterhin an der derzeitigen Regelung fest hält muss der geringere Kaufpreis der Lebensmittel vom Steuerzahler anderweitig abgezwackt werden, damit unsere Landwirtschaft nicht stirbt.

Ein anderes Problem. In anderen Staaten der EU wird den kleinen Landwirten sogar gewaltsam die eigene Anbaufläche für große Betriebe abgenommen um so billig wie möglich zu produzieren. Davon dringt leider nichts nach außen und du möchtest das unsere Landwirte am besten eingehen. Hohe Auflagen und wenig Geld für die Arbeit. Landwirte haben weder Urlaub, noch können sie sich krank schreiben. Mein Vater musste sogar schon mit starker Grippe und gebrochenen Rippen arbeiten. Das ging nicht anders.

Die Auflagen-ein Problem mit denen sich die Politik beschäftigen müßte,

Tut sie aber anscheinend nur halbherzig.

Lösung - siehst du Eine?

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@sinari

Sicherlich nicht die Landwirtschaft in Deutschland aussterben zu lassen, sondern Auflagen für den Import von Lebensmitteln bezüglich der Produktion zu stellen.

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@Klaudrian

Ich sehe da nichts "Näheres", etwas Durchführbares, kein "how to do". ???

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