Eine Katze reicht für den Anfang, oder?

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11 Antworten

Die "Anschaffung" war wohl etwas unüberlegt.

Ein lebendes Tier ist kein Dekogegenstand und kein Kuschelkissen, es hat Bedürfnisse und Vorlieben. Und es ist von dir abhängig - eine große Verantwortung. Du weißt schon, dass Katzen 20 Jahre alt werden können?

Was passiert denn mit der Katze tagsüber, während du weg bist? Kann sie in der ganzen Wohnung herumlaufen? Oder wird sie gar irgendwo eingesperrt? Letzteres wäre schon ein Grund, KEINE Katze zu halten.

Wie stellst du dir die nächsten Jahre vor? Wenn du nach der Ausbildung einen Job kriegst und umziehst, musst du die Katze(n) ja mitnehmen. Das ist aber nicht ganz einfach. Viele Vermieter wollen z.B. keine Katzen, außerdem muss sich jemand um das Tier kümmern, auch wenn du mal keine Zeit hast. Du bist auf jeden Fall angebunden und musst Abwesenheiten immer organisieren, spontan wegfahren geht dann nicht.

Für das Katzenkind wäre es natürlich artgerecht, wenn es beim Aufwachsen einen Artgenossen an der Seite hätte. Vor allem, weil du ja zumindest tagsüber immer weg bist und dein Vater sicher wenig Kontakt zu dem Tierchen will. Isolationshaltung für Jungkatzen ist Tierquälerei. Am schönsten ist ein Kumpel etwa im selben Alter.

Andererseits sehe ich da große Hürden in der Machbarkeit. Wenn dein Vater schon mit einer Katze zu kämpfen hat (Allergie oder einfach Abneigung ist erstmal egal), dann wird er natürlich keine zweite dulden. Du kannst ja mal mit ihm reden.

Wenn es nicht anders geht, solltest du dich nach einem guten Platz für dein Kätzchen umsehen. Und dir wieder eine Katze ins Haus holen, wenn du dich selbst niedergelassen hast.
Auch wenn es dir nicht gefällt: In deiner derzeitigen Lebensphase ist es Unsinn, die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.


"Für den Anfang reicht" es absolut nicht, wenn es sich um eine junge Katze handelt.

Katzen sind hochsoziale Tiere, die Einzelhaltung von Wohnungskatzen und von jungen Katzen führt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit  zu Verhaltensstörungen in irgendeiner Form.

Leider fehlt es etlichen Katzenhaltern an Wissen und/oder Empathie um die ein oder andere Verhaltensstörung überhaupt als solche zu erkennen.

Eine Einzelkatze kommt in Frage, wenn es sich um eine erwachsene Katze handelt, die nach relativ kurzer Zeit in den Freigang darf oder um eine alte Katze, die afgrund jarelanger Einzelhaltung gegenüber Artgenossen sozial so stark gestört ist, dass man sie nicht mehr vergesellschaften kann.

In Tierheimen, bei Katzenhilfen und bei guten Züchtern bekommt man daher kein junges Kätzchen in Einzelhaltung.

Informiere Dich z. B. hier (www davorsetzen):

.tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/

Wenn Dein Vater keine zweite Katze zulässt, solltest Du Deine Katze also in entsprechende Haltung abgeben -  echte (Tier-) Liebe heißt eben manchmal, zu verzichten.

Eine kleine Katze allein zu halten ist niemals artgerecht und sollte unter keinen Umständen getan werden. Entweder zwei oder gar keine.

Tiere sollten nicht leiden, nur weil es dem Mensch gerade so besser in den Kram passt. Das ist nicht fair. Und kleine Katzen brauchen immer nem Gefährten.

Bis dahin ist es an dir, den Freund so gut es geht zu ersetzen. Das bedeutet: die Katze ist am Tag maximal ne Stunde alleine zuhause. Sie bekommt pro Tag 5 bis 7 Stunden Aufmerksamkeit, verteilt über den Tag.

Der Mensch ist ein unzureichender Ersatz. Wir putzen nicht mit der Zunge, wir sprechen eine ganz andere Sprache, wir raufen nicht, wir spielen nicht unter dem Sofa fangen (allgemein spielen wir nicht fangen, wir sind so endlos langsam)

Kommentar von Akasuna1214
24.07.2016, 09:24

Wie schon bei einem anderen gesagt, so bald wir merken, dass Sie sich einsam fühlt, holen wir einen Artgenossen 

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Wenn dein Vater eine Katzenhaarallergie hat, wieso musstest du dir dann überhaupt eine Katze zulegen? Lob an deinen Vater dass er es erlaubt, aber ziemlich egoistisch von dir dass du dir trotzdem eine zulegen musstest. 

Aber um deine Frage zu beantworten. Es kommt immer auf die Haltung an. Es ist zwar richtig dass man bis auf wenige Ausnahmen Tiere immer als Paar oder mehr halten sollte, allerdings kann ein Mensch unter Umständen auch die Rolle des Partners übernehmen, bzw. wird als solches akzeptiert. 

Allerdings wenn du jetzt in der Ausbildung bist, wirst du wohl kaum die Zeit haben dich regelmäßig um das Tier zu kümmern. Gerade die ersten paar Monate sind die wichtigsten die das Tier prägen. 

Kommentar von Akasuna1214
23.07.2016, 09:33

Danke für die Antwort, dass mit dem ersten Ansatz, mit dem "Egoistisch" kann ich darauf wiederlegen, da Er mich gefragt hat, ob ich eine möchte, dieses Problem war jedenfalls früher so, ob das nun noch so ist weiß ich nicht, ich wollte es nur mitteilen. :) 

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Wenn dein Vater eine Katzenhaarallergie hat, kannst du ihm keine zweite Katze zumuten, damit er nicht noch mehr gesundheitlich beeinträchtigt wird.

Unser Sohn bekam seinerzeit auch einen Kater, aber als er auszog, konnte er ihn nicht mitnehmen und es wäre auch problematisch gewesen, ihn aus seiner gewohnten Umgebung herauszulösen. Wir hätten ihm niemals eine zweite Katze als "Spielgefährten" hinzugeben können. Es wäre Kampf, Stress pur gewesen, für ihn und für uns. Ich bin der Meinung, dass Katzen Einzelgänge sind und dieser Link bestätigt mir das:

http://www.tierpension-nrw.de/neuigkeiten/katzen-einzelgaenger-oder-nicht.html

Kommentar von maxi6
23.07.2016, 10:31

Dieser Link ist Stuss von A-Z, oder hoffnungslos veraltet. Katzen brauchen einen Sozialpartner, allerdings nicht zum Jagen, das erledigen sie lieber alleine.

Sicher sind Katzen keine Rudeltiere, die einen Anführer brauchen, wie z.B. Hunde, aber trotzdem leben Katzen in mehr oder weniger grossen Gruppen einträchtig zusammen.

Alleine hier in unserer Siedlung gibt es 2 Gruppen Strassenkatzen, die in leer stehenden Häusern zusammen leben und da auch gefüttert werden.

Ältere Katzen, die jahrelang in "Einzelhaft" und ohne Freigang gehalten wurden können schon mal Probleme haben, sich mit anderen Katzen zu vertragen, aber das kommt nur daher, dass sie nie einen Sozialpartner hatten.

Selbst Freigänger pflegen draussen Kontakte zu anderen Katzen.

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Kommentar von palusa
24.07.2016, 08:36

Das Problem begann schon weiter vorn. Katzen verlernen den Umgang mit ihresgleichen, genau wie Menschen mit der Zeit auch. Er wurde zu lange allein gehalten

Ich hatte mal nen Kater, der jede Katze an der reviergrenze mit Gewalt vertrieben hat. Nichts und niemand war geduldet. Unter keinen Umständen.

Einmal ist der Nachbarskater, der immer böse aufs Dach bekam, in unser Haus und an die fressnäpfe. Und meiner kam rein. Sah den Fremden mitten in seinem Revier. Sein Futter fressend. Guckte ihn an, guckte mich an, gurrte mich an.. und schlenderte wieder aus dem Zimmer. 

Katze an reviergrenze ist nicht dasselbe wie Katze mitten im Revier. Teilweise mit sehr erstaunlichen Resultaten. Man weiß es nie, wenn man es nicht probiert hat

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Ja lass die Katze erstmal angekommen. Gleich ein neuer gefärte ? Ich find das nicht so schlau weil, sonst ist das zu Ende mit Schnurren :)

Kommentar von Akasuna1214
23.07.2016, 09:30

Danke für die Antwort! weil das ist meine Erste Katze, und ich probiere ihr so langsam wie Möglich näher zu kommen, lecken und an mich reiben tut Sie ja schon, auch wenn ich denke sie tut es unbewusst als Baby

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Man sollte immer mindestens zwei Katzen halten, sonst fühlt eine sich einsam. Du solltest dir so bald wie möglich eine Zweitkatze holen, sonst gewöhnen sie sich nicht mehr aneinander und streiten ständig. LG :)

Kommentar von Ursusmaritimus
23.07.2016, 09:33

Dann haben wir die letzten fünfundzwanzig Jahre alles falsch gemacht, unsere Katzen waren immer alleine........

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Nein, eigentlich nicht, vor allem nicht in dem Alter.

Es kommt darauf an, was bei Dir später heisst, ich meine für ne 2. Katze.

Eine Möglichkeit wäre, die Katze vorerst mal, falls möglich auf einen geschützten Balkon zu lassen und wenn sie kastriert ist und alle Impfungen hat, in den Freigang zu entlassen, vorausgesetzt, Deine Katze möchte das.

Wenn sie wirklich raus will, wird sie es Dir deutlich zeigen.

Kommentar von Akasuna1214
23.07.2016, 11:58

Wir holen eine 2te Katze,so bald wir merken, dass sie einsam ist. :) 

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Solange die Zimmertiger klein sind, solange sind sie süß. Aber sie werden schnell größer, ändern ihr Verhalten und leben so 15 bis 20 Jahre. Was in dieser Zeit passiert, ist mehr als ungewiss und ob du sie auch zukünftig behalten kannst, ist wahrscheinlich noch ungewisser. 

Aber da nun eine schon da ist, belasse es dabei. Aus Tierliebe.

Kommentar von Akasuna1214
23.07.2016, 09:35

Danke für die Antwort! 

Der Besitzer meinte es dauert 16 Monate bis sie ausgewachsen wäre.

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Eine Katze sollte nicht alleine gehalten werden.

Allerdings frage ich mich, warum das erste Tier schon angeschafft wurde, wenn ein Familienmitglied eine Katzenallergie hat?

L. G. Lilly

Lasse es bei einer Katze!

Du bist mitten in deiner eigenen Entwicklung und was ist wenn du in drei Jahren deine Katze nicht mehr brauchst, aber die Katze braucht dich?

Dann ist es "wenigstens" nur eine Katze

Kommentar von palusa
24.07.2016, 08:06

Und das ist ein Grund, ein Tier nicht artgerecht zu halten?

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