Eine gute Polaroid Kamera?

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3 Antworten

Hallo

also die 600SE (basierend auf Mamiya Universal Press, diese ist noch "universeler") ist schon mal die "Beste" Kamera auch weil es Umbauten/Umbausätze für Fuji FP 100 und auch für Fuji Instax (Wide) gibt. Ist nötig weil Fuji schon 2016 das Produktionsende von Trennbildfilm angekündigt hat (Obwohl es dort die letzen Jahre gute Umsätze gab) und die Preise für Material Restbestände sind schon unterwegs Richtung Kunstmarkt.
Mit dem Belair 6x12 Instax Back gibt es ja eine kostengünstige Arbeitsbasis der Rest ist basteln und/oder 3D Druck machbar. Aber Integralfilm hat nicht die "Qualität" von Trennbildfilm. Immerhin gibt es mit ImPossible eine Firma die sich um denn Trennbildfilmmarkt kümmern will (speziel 4x5") und versucht die Fuji Produktionsanlagen zu übernehmen/rauszukaufen.

4x5" Trennbildfilmrückteile nach Graflock (Graflex, Horseman, Arca Swiss, Plaubel, Sinar) sind zZ mangels Material verweisst und nicht so einfach auf Instax umrüstbar.

Polaroidbacks wurden als Print Proofs gebraucht und dass ist bei Digitalen Sensoren ja nicht mehr nötig. Insofern sind die Pola-Backs "Sinnlos". Es gibt halt noch die Bewegung der Film-Waister/Lomoisten/Digitalverweigerer. Der Kernpunkt ist das klassischer Analogfilm immer noch besser auflösst als digitale Sensoren und Analogfilm gut archivierbar ist. Deswegen werden digitale Bilder zum Archivieren auf Analogfilm ausbelichtet. Bei Sofortbild sind die Film Auflösungen um den Faktor 10 geringer und die Archivierungsfähigkeit ist bei 20-30 Jahre, also muss(te) man das Integral Sofortbild nochmal auf Analogfilm umkopieren (Dazu gibt es speziele Reprokameras von Polaroid bzw Tamron). Trennbildfilm hält länger und man hat noch das "Negativ" als Archivierbares Backup.
Bleibt der "Grossformatlook" der 4x5" Sofortbilder und da ist Sofortbild sogar relativ kostengünstig und in der Tradition der Reisefotografieära bis etwa 1900 anwendbar. Wobei viele in dem Bereich auch wieder auf traditionele Trockenplatten oder auch Albumin-Glasplatten mit "Frischguss" setzen.

Ansonsten macht "klassisches" Polaroid nur an 10x15 bis 6x8cm Kameras "Sinn" zur Not noch 6x7. Damit ist man wenn es SLR sein Muss bei Fuji GX680, Zenza GS1, Mamiya RB/RZ und Pentax 67. Aber man kann auch eine alte Zeiss Deckrullo oder Voigtländer 9x12cm Bergmeister umbauen und hat dann noch mehr "Vintage Look".

6x6 oder 6x4,5 ist heute "Materialverschwendung. Warum der Marty Forscher Polabacks für Kleinbildkameras gemacht hat ist unklar. Aber einen 4x5" Film für ein (bzw mit Tricksen 2Stk) 1x1,3" Klein-Bild zu verwenden ist schon Grenzwertig.

NPC hat wohl geplant 645 Proback Rückteile für Pola Integral 300 bzw später Instax Mini aufzulegen (645 ist real "nur" 56x42mm) aber zu dem Zeitpunkt gabs schon erste digitale Rückteile bzw Scannerbacks.
Aber selbst Fujifilm hat das Instax Rückteil für die Fuji 645 Mittelformat Kameras nach einigen Prototypen versenkt und dafür das SP1 "Drucksystem" für Instant Printproofs von digitalen Sensoren entwickelt. Das war vor 20-15 Jahren beim damaligen Stand der Digitalen Sensoren auch notwendig.

Die Fuji GX680 ist als Studiokamera ausgelegt (drehbare Rückwand, verlängerbarer Balgen) ist ab Ver II Digital Tauglich und wurde bis etwa 2012 gebaut. Die Kamera ist "massiv" wiegt um 5 kg (Version III und S Typen wurde leichter) und recht robust aber läuft nicht ohne Strom. Recht guter workflow mit hoher Integration durch Elektronic mit TTL otF. Reperatur/Ersatzteilversorgung ist mW noch gut die Kamera ist noch bei vielen Profis im Einsatz weil man noch gut zweigleisig arbeiten kann. An digitalen Sensoren kann man mit denn FUJI GX Optiken nur wenig tilten/shiften da gibt es umbauten auf Standardten Grossformatoptiken mit elektrischen Verschluss

Mamiya RB/RZ sind auch Studiokameras und man kann das Rückteil drehen. Die RZ ist moderner hat TTL Messung und Motorantrieb (Das macht denn Workflow einfacher/narrensicher) und ist damit auch einigermassen für Sensor Rückteile

brauchbar (Gabs zb von Leaf). RB/RZ taugen nur bedingt für Ausseneinsätz, haben einige Verschleissteile die Mamiya in MUC nicht mehr lieferen kann/will aber Service ist machbar.

Bei der Bronica GS ist das Rückteil nicht drehbar und hat Scheckenfocusierung deswegen die Kamera robuster bzw Reportagetauglicher. Zudem ist die GS elektrisch/elektronisch fortgeschrittener (TTL Blitzmessung, intgrierter elektronischer Verschluss und vor allem gross genug für lichtstarke Optiken) und gut Digital unpgradebar. Die Kamera hat einge Macken aber/und Tamron hat/baut immer noch Ersatzteile.

Die Pentax 6x7 bis 67II ist als Reportagekamera ausgelegt, extrem Robust und hat ab Version II auch TTL Messung. Schlitzverschluss mit 1/60 X Zeit, kein Wechselbares Rückteil. NPC Pro Backs für 67II sind selten und am besten mit der Kamera dran kaufen. Denn Umbausatz einzeln finden wird "zäh" und viele Ebayer versteigern komplette Ausrüstungen in Enzelteile und dann ist der Scharnier Umbausatz an der Kamera dran. Pentax hatte mal eine gute Teileversorgung aber nachdem Hamburg aufgelösst wurde ist das wohl "Glücksache" geworden. Aber die Kamera wurde bis etwa 2010 gebaut und es gibt wohl noch "neue" (NOS) Kameras bei Grosshändlern (WEX)

Hallo!

  • Ich verstehe diese Frage auch nicht, oder anders gesagt, warum willst du Spitzen Kameras mit sehr guten Objektiven aus der Analogzeit mit Polaroid Rückteil?

Damals war das eine Notlösung, weil es keine andere schnelle Möglichkeit gab, zB bei Studioaufbauten das Setting zu überprüfen.

Was hast du vor?

LG Bernd

Ich verstehe die Frage nicht ganz.

Die Mamiya und Hasselblad sind Mittelformatkameras .

Ein Vergleich mit einer Polaroidkamera ,wäre ein Schlauchboot mit einem Flugzeugträger zu vergleichen

Ottoman00 05.08.2017, 17:02

Stimmt, die Frage ist etwas verwirrend.

Die von mir genannten Kameras haben zusätzlich noch einen Polaroid Rücken, womit man Polaroid Bilder entnehmen kann.
Also bin ich nicht direkt auf der Suche nach einer Polaroid Kamera, sondern gute Kameras (Mittelfront Kameras) die diesen Zusatz Polaroid Rücken besitzen mit guter Auflösung.

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