Eine geringfügige Beschäftigung von 6 Stunden pro Woche Kündigungsfrist/Probezeit?

3 Antworten

Die 60-Tage-Regelung hat mit dem Arbeitsverhältnis Deiner Freundin wohl nichts zu tun.

(Diese Regelung hängt zusammen mit dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz und betrifft sogenannte Grenzgänger, die in dem einen Land arbeiten, in dem anderen aber ihren Wohnsitz haben, und betrifft die Fälle, wenn ein Arbeitnehmer an mehr als 60 Tagen im Jahr aus beruflichen Gründen nicht an seinen Wohnsitz zurück kehrt.)

Wenn im Falle Deiner Freundin der Arbeitgeber nicht zu einer einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses bereit ist, bleibt ihr nichts Anderes, als die Kündigung mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats nach dem BGB § 622 Abs. 2.

Muss sie im neuen Job denn auch an den Samstagen arbeiten?

Wenn nicht, kann sie für die Zeit der Kündigungsfrist - wenn sie ihren neuer Job dann schon ausüben soll - beide Tätigkeiten doch neben einander ausüben!

Erst einmal vielen Dank für die schnelle und klare Antwort. Ja da muss sie auch am Samstag arbeiten, sehr schwierig wenn man bedenkt das eine Wochenarbeitszeit von 5,5,Stunden einen Vollzeitjob blockiert.

Besten Gruss und nochmals Danke für die schnelle Hilfe.

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In der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist 2Wochen, wenn nichts anderes festgelegt wurde per Tarifvertrag

Auch hier ein Dankeschön für die Antwort. Die Problematik ist für mich im Verständnis bei einem 22 Stunden im Monat Job. Das überhaupt ein Vertrag für diesen Aushilfsjob gemacht wurde. Es steht nichts über eine Probezeit in dem Vertrag, gild dann automatisch eine gesetzliche Probezeit von 6 Monaten. Zum beispiel steht drinne das die Kündigungsfrist nach gesetzlichen Vorgaben besteht. Ist es dann nicht auch so das dann der Vertrag allgemein den gesetzlichen Vorgaben entspricht.und nur eine schriftlich ausgeschlossene Probezeit anwendung findet, anerds gilt die Probezeit von 6 Monaten.

Deutschland und seine Gesetze sind so schlimm und nie eindeutig, was kostet das den Bürger und den Staat alles an Geld wenn man einfach mal zu seinem Recht kommen möchte.

Im § 622 Abs.: 3 BGB findest du eindeutig erklärt:

Während einer vereinbarten Probezeit,längstens für die Dauer von sechs Monaten,kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Da in dem Arbeitsvertrag deiner Freundin aber keine Probezeit vereinbart wurde, gilt § 622 Abs.1 BGB,danach kann der Vertrag mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats gekündigt werden.

Man kann aber versuchen,sich mit dem Arbeitgeber auf einen Aufhebungsvertrag mit kurzfristiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu einigen.

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