Eine Freundin wird aus religiösen Gründen von ihren Eltern festgehalten - Was tun?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

es gibt da ein passendes Sprichwort: "Hier prallen Welten aufeinander."

Anders als viele Christen nehmen die Muslime ihren Glauben noch sehr ernst.

Da kann man das Ganze nur "deeskalierend" lösen, wenn man auch zumindest ein wenig Verständnis für die Eltern aufbringt.

Die erziehen ihr Kind auch in der Hoffnung, ihr den (gewünschten) Glauben nähergebracht zu haben und dann konvertiert sie sobald sie volljährig ist.

Wenn die Eltern dann noch konservativ sind - was durchaus auch bei deutschen Eltern der Fall sein kann - und sie den "westlichen Lebensstil" nicht wirklich akzeptieren, dann ist der Ärger doch vorprogrammiert.

Wie ich hier und heute lernen durfte, kann sie sich auch mit 19 noch ans Jugendamt wenden. Kann sie tun, das wird sie aber nur noch weiter von ihrer Mutter / ihren Eltern entfernen.

Warum ist sie denn überhaupt konvertiert? Wirklich wegen des Glaubens oder wollte sie einfach nur "flüchten"?

Sie sollte als erstes versuchen, mit ihrer Mutter in Ruhe darüber zu reden. Sie muss der Mutter ihre Gründe näherbringen und ihr sagen, wie schlecht es ihr dabei geht, wie sie aktuell behandelt wird.

Wahrscheinlich ist deine Freundin hier geboren und aufgewachsen. Auch dahingehend muss man versuchen zu erklären, dass man eben anders aufgewachsen ist als die Eltern.

Und sie muss ihr nett und freundlich aber auch klar und deutlich mitteilen, dass sie kein Kind mehr ist, dass sie die Entscheidung selbst treffen darf und dass es nun Dinge wie Handy und Bankkonto gibt, die die Mutter nichts mehr angehen.

Auch dabei muss ein gewisses Verständnis für die Mutter aufgebracht werden, da das in anderen Kulturen nun halt einfach auch anders sein kann, als bei uns in Deutschland.

Natürlich wird das nicht einfach und kostet Überwindung und Kraft. Es ist aber auf jeden Fall besser, als der Sache aus dem Weg zu gehen oder sogar den Konfrontationskurs einzuschlagen.

Vielleicht kannst du ihr als gute Freundin bei dem Gespräch beistehen.

Nicht in allen, aber in sehr vielen Fällen, kann man mit einem offenen und ehrlichen, vor allem aber freundlich geführten Gespräch viel mehr erreichen, als man mit jedem zur Verfügung stehenden "rechtlichen Mittel" oder gar einem Anwalt je erreichen kann.

Und wenn das wirklich nicht hilft, dann kann sie immer noch zum Jugendamt gehen und dort um Hilfe bitten.

Ich wünsche euch viel Erfolg.

Viele Grüße

Michael

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Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Aber du verwechselst wieder Mal Kultur mit Glauben. Die Probleme ergeben sich aus der konservativen Kultur, die mit der Religion begründet werden. So braucht es kein Erklärung nur irgendeinen konservativen geistigen Führer. Hat eigentlich nichts mit starkem echten Glauben zu tun.

Das Problem von solchen Menschen und die Verknüpfung mit dem Glauben. Man glaubt aber eben oder nicht, heisst gerade bei so einer konservativen Anschauung steht Fanatismus dahinter, reden geht nicht.

Dein Rat ist grundsätzlich gut, doch sollte sie sich keinen Kopf machen, wenn es nicht klappt (womit ich rechne, auch weil Eltern oft genug "speziell" sind, und Ebenbilder erschaffen wollen, egal um welchen Preis. Solche Menschen kann man nur tolerieren und Leben lassen und das Schlimmste überhören ignorieren, leider sind sie umgekehrt selten tolerant, jedenfalls solche wie hier beschrieben.

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@2AlexH2
Aber du verwechselst wieder Mal Kultur mit Glauben. 

Wie kommst du auf wieder Mal?

Wo und wie habe ich das jemals verwechselt?

Selbst bei dieser Antwort ist das ganz sicher nicht der Fall.

Gruß Michael

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Grundgesetz Artikel 4. In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Die Freiheit die die Mutter hat ihren Glauben zu leben, steht auch der Tochter zu.

Sie ist 19 also volljährig. Sie könnte sich evtl. ein WG-Zimmer suchen. Sie bekommt doch für das FSJ auch einen monatlichen Betrag. Unter bestimmten Voraussetzungen hat sie auch Anspruch auf Kindergeld. Sie könnte sich beraten lassen bei der Diakonie oder Caritas. Evtl. sind das gute Anlaufpunkte, je nachdem welcher Konfession sie angehört.

Einen kostenfreien Wohnplatz wird es nicht geben. Aber sie kann sich beim Jugendamt beraten lassen, das geht auch noch mit 19. Mit eine Empfehlung vom Jugendamt kann sie z.B. ALG2 beantragen, falls ihre Eltern keinen Unterhalt leisten können.

Ihre Kirchengemeinde sollte auch ein Ansrechpartner sein, die haben auch Möglicheiten und Bezehungen, um an eine bezahlbare Wohnung zu kommen.

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Was für ein schlechter Rat. Warum soll man das Mädchen in ein Hartz4-Leben führen?

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@wildcarts2

Weil das vielleicht während des FSJ die einzge Möglichkeit ist, sich ne Wohnung leisten zu können. Von lebenslang ist doch gar nicht die Rede. Spiel dich nicht so auf.

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