eine frage zum hundeverhalten

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15 Antworten

Ganz am Anfang: Bitte niemals auf sich beißende Hunde "eindreschen". Damit verstärkst du die Aggression, die Energie in dieser Situation und machst die Wut des Hundes schlimmer. Bestimmte Handlungen, ein fester Ruck, um den Hund hinwegzuziehen und ihn sicher von dem Ort des Kampfes entfernen - so, wie du es am Ende auch gemacht hast.

Als Außenstehender lässt sich nicht erkennen, was genau die Hündin vorhatte. Aus der Situation heraus vermute ich allerdings, dass sie ihn nicht töten, sondern lediglich grob zurechtweisen wollte (die Stellen, die attackiert wurden, passen ebenfalls dazu). Ein guter Rudelführer etabliert sich durchaus durch sein Wort, jedoch ist es im Rudel normal, dass die niedriger stehenden Hunde den Rudelführer unterstützen. Schimpfst du also einen Hund aus und dein anderer staucht ihn daraufhin zusammen, ist das normal und nichts, was du verbieten solltest. Allerdings muss es sich natürlich in Grenzen halten und sollte nicht so ausarten.

Ich bin der Meinung, dass sie dich schlicht unterstützen wollte. Ob die Hündin jetzt zu verzögert reagiert hat, ob es angemessen war oder nicht, entscheidet letztlich der Hund. Zeitempfindung versagt bei uns ja gern mal, wenn wir in Panik sind, es kann also sein, dass sie durchaus "rechtzeitig" reagiert hat. Dazu sei aber gesagt, dass auch Hunde Fehler in Prägung und Erziehung im Rudel erfahren haben können (besonders, wenn sie aus Kroatien und Co. stammen) und Lucie schlicht überreagiert hat. Von außen ist dies wirklich unmöglich zu sagen.

Da es aber beides nicht deine Hunde sind, würde ich Lucie beim nächsten Mal gut beobachten und das Verhalten sofort unterbinden, wenn sie damit anfängt. Nur zur Sicherheit, damit nicht bei dir am Ende was passiert.

taigafee 04.01.2012, 14:22

danke veichan. ich habe aus verzweiflung auf sie eingedroschen, weil sando einer 85jährigen frau gehört, die gerade ihren mann verloren hat, und die gedanken daran, ihr den toten hund bringen zu müssen, einfach zu schrecklich waren. ich war zum ersten mal richtig in panik. im nachhinein bin ich der meinung, dass ich einfach hätte weggehen sollen. aber das sah wirklich so bedrohlich aus, sowas habe ich in all den hundejahren noch nie erlebt. und wie der schrie... heute sind wir wieder friedlich durch den wald gelaufen - sando mit etwas respekt :-). ja, ich habe lucie gut beobachtet. da außer viel lärm ja nicht wirklich was passiert ist, bin ich auch etwas ruhiger geworden.

jedoch ist es im Rudel normal, dass die niedriger stehenden Hunde den Rudelführer unterstützen,...nichts, was du verbieten solltest.

okay, danke. gut zu wissen...

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Veichan 04.01.2012, 14:43
@taigafee

Ich glaube dir das gern. Dennoch macht das das Risiko, dass der andere Hund verletzt wird, sogar größer, eben weil man den Hund dadurch aufpeitscht. Es ist schwierig das zu verinnerlichen, wenn man in Panik ist, ich kann das verstehen :)

Das Schreien ist gar nicht so selten - sehr oft bei Welpen zu beobachten, die zum ersten Mal von den Eltern dominiert werden. Da kann man werweiß was denken. Auch bei erwachsenen Hunden untereinander kommt das vor. Dazu kommt, dass manche Hunde schonmal vorsorglich schreien, wenn sie glauben, gleich tuts weh - macht der Schäferhund meines Schwiegervaters auch immer. Es macht die Sache nur immer sehr dramatisch für den Außenstehenden.

Hier ist wie immer das Gleichgewicht wichtig. Lucie darf unterstützend, aber nicht übernehmend werden - den Grad dazwischen zu finden erfordert etwas Übung und kann schwierig sein.

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taigafee 04.01.2012, 14:51
@Veichan

da ist also fingerspitzengefühl verlangt. ich werd´s hinkriegen, da bin ich zuversichtlich! vielen dank!

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Veichan 04.01.2012, 18:18
@taigafee

Da bin ich auch zuversichtlich :) Viel Erfolg dabei!

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taigafee 07.01.2012, 12:22
@Veichan

für diesen sehr wichtigen hinweis

Ganz am Anfang: Bitte niemals auf sich beißende Hunde "eindreschen".

bekommst du das sternchen. vielen dank!

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Ich bin einer ähnlichen Meinung wie Humpelschtilz.

Die Rangordnung ist nicht richtig geklärt. Sie ist die Chefin und daher gibt sie den Ton an.

Ich habe es richtig verstanden - Sando und Lucie sind beide die Hunde, der Bekannten und zwischen diesen Zwei ist das vorgefallen. Was war mit Deinem Hund? Auf den ist sie nicht los, oder? Wie war es nach der Rauferei - normales weiterlaufen möglich oder war die Hündin sehr aggressiv auch Dir oder Deinem Hund gegenüber?

Wenn ich nichts überlesen habe, gab es keine Verletzung. Warum bist Du dann der Meinung, sie hatte Tötungsabsichten? Wenn Hunde so extrem rangeln und keinerlei Verletzung da ist, dann ist das viel Getöse mit wenig dahinter. Denn normalerweise kann ein Schäfer und auch ein Schäfer-Mix schon beim ersten Biß sehr schlimme Verletzungen verursachen.

Ich will die Situation sicher nicht gutreden, denn sowas sollte nicht vorkommen. Ich will nur klären, ob es sicher Tötungsabsichten waren oder ob es nicht wirklich ein Zurechtweisenn unter Hunden war. Wenn die beiden Hunde waren, die immer zusammen leben also ein Rudel sind, kann ein Zurechtweisen "normal" sein - allerdings nicht so extrem und auch nicht, wenn Du bereits ihn zurecht gewiesen hast. Aber das reine Zurechtweisen ist im Rudel absolut normal.

Viel ändern wirst Du nicht können. Der Halterin gefällt das Verhalten ihres Hundes und somit wird sie dies unterstützen. D. h. es wird aus Deiner Sicht heraus eher extremer werden.

Wie alt ist denn die Hunde?

Ich frage so viel, weil ich auch zwei Hunde habe - auch eine Hündin und einen Rüden. Hündinen sind immer die Chef´s. Und meine Hündin weist auch meinen Rüden zurecht - das sieht und hört sich extrem an - ist aber viel Getöse, nichts dahinter. Es gab noch nie eine Verletzung .- noch nicht mal einen Kratzer. Sie weist ihn zurecht u. er beschwichtigt in dem er ihr die Lefzen leckt und dann ist alles wieder gut. Allerdings darf sie ihn nur zurechtweisen, wenn er zu ihr zu frech war oder wenn ich ihn nicht zurechtweise. Wenn es eine Situation gibt, wie Du es beschreibst und ich weise ihn zurecht - würde meine Hündin niemals ihn nochmals zurechtweisen - Warum? Weil ich der Rudelführer bin.

Aber wenn andere die Zurechtweisung meiner Hündin sehen - die meisten würden denken sie zerrupft meinen Rüden sofort. Und das war genauso wo er noch Welpe war. Wenn er aber sich ihr gegenüber falsch benahm, durfte sie ihn zurechtweisen und wir haben uns nicht eingemischt. Allerdings kenne ich meine Hündin und weiß wie sie tickt und das es ein reines Zurechtweisen ist und nicht mehr.

Bei Dir ist es halt nun mal so, daß Du nicht Rudelführung bist bzw sie Dich nicht so sieht. Daher die Frage - waren es wirklich Tötungsabsichten oder nicht. Hat sie "nur" die Rudelführung übernommen.

In Zukunft würde ich mir an Deiner Stelle ernsthaft überlegen, ob Du wirklich die zwei Hunde Deiner Bekannten weiterhin mitnimmst. Denn wenn sie und nicht Du Rudelführerin ist und die Halterin das Verhalten unterstützt kann es zu schlimmeren Situationen kommen - auch was Deinen Hund betrifft.

taigafee 04.01.2012, 12:08

sie hört auf mich. ich hatte sie schon als welpen und habe ihren jungen besitzern (studenten) einiges beigebracht. sie hat mich schneller als chefin akzeptiert als ihre eigenen halter. daher finde ich die unterstützungsthese von niska eher wahrscheinlich.

lucie ist 2 und sando ist 11 jahre alt. sie haben verschiedene halter.

würde meine Hündin niemals ihn nochmals zurechtweisen - Warum? Weil ich der Rudelführer bin.

was hälst du von niskas verbündungstheorie? mir scheint das plausibel. lucie hängt sehr an mir.

wenn ich gewusst hätte, dass sie ihn nicht ernsthaft verletzen will, wäre ich einfach weitergegangen. vielleicht hätte sie dann eher wieder losgelassen. dass sie ihn nicht töten will, war sofort klar, nur als sando schrie, konnte ich mir nicht sicher sein.

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shark1940 04.01.2012, 12:49
@taigafee

Die Theorie von niskas hört sich auch sehr plausibel an.

Wie es nun wirklich ist, kannst nur Du wissen - denn Du kennst den Hund/Hunde und weißt ob sie Dich in allen anderen Situationen als Rudelführer akzeptiert. Auch nur Du weißt,, ob sie eher unsicher ist, ob sie dominant ist etc.

Ich kann gut verstehen, daß Du Dich eingemischt hast. Man denkt an nichts böses und auf einmal ein rießiges Theater - da bekommt man erst mal einen Schreck und reagiert dann ..... aus dem Gefühl heraus.

Hunde schreien aber oft. Mein Rüde schreit wie am Spieß, das man denkt der stirbt gleich und nachher stellt sich heraus - noch nicht mal ein Kratzer - gar nichts. Wobei er beim Zurechtweisen von meiner Hündin mittlerweile gar nicht mehr schreit. Aber früher und bei anderen.

Einmischen vom Menschen ist aber immer fragwürdig und kommt auf die Situation an. Oft ist es besser sich nicht ein zu mischen - wenn klar ist, daß beide Hunde sozialisiert sind. Es gibt aber Situationen da mischt man sich ein, obwohl man es nicht tun sollte - und andere Situationen wo man sich einmischen sollte. Es ist wirklich abhängig von sehr vielem. Ich mische mich bei meinen zwei Hunden gar nicht ein. Und wir haben hier ein paar gut sozialisierte Rüden, die meinen Rüden runterdrücken (er ist 1,5 Jahre alt), weil er zu frech wird. Auch da mische ich mich nicht ein, die müssen das unter sich regeln und er muß es lernen. Wenn meine Hündin aber meint sie müßte einfach mal so einen Streit mit irgendeinem Hund anfragen - dann mische ich mich ein - allerdings nicht körperlich sondern nur mit der Stimme. Einmal hart und laut "Ende" und sie hört sofort auf.

Und in Deiner Situation hätte ich mich auch eingemischt - nicht wegen dem Schreien sondern weil es einfach nicht sein kann, daß sie einen drauf setzt.

Die These von Dackelmann finde ich nicht unbedingt stimmig - könnte aber dennoch was dran sein: Denn mein Rüde rennt auch generell voraus und wenn wir mit dem großen Rudel laufen (6 Hunde) dann rennt immer eine Schäferhündin voraus und macht alles blöd an was ihr entgegenkommt. Dennoch ist Rudelführerin meine Hündin. Die Macht von hinten und vor ihr kuschen alle, wenn sie das will. Ich kann meine Hündin dennoch zurechtweise so oft ich will - keiner der anderen hat ihre Position je in Frage gestellt und auch nicht das sie versagt hätte. Dennoch könnte es etwas stimmig sein - denn wenn er auf sein Frauchen nicht so richtig hört, dann ist es wirklich neu für sie - evt. auch was dran.

Ist echt schwierig. Ich denke Du mußt bei den nächsten Spaziergängen die Hunde genaustens beobachten - wirst Du ja eh tun - aber mit den ganzen Thesen im Kopf. Möglicherweise wird es Dir dann schlagartig klar.

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taigafee 04.01.2012, 14:26
@shark1940

ja, vielen dank. die vielen thesen... :-). sie helfen, das puzzle zusammenzusetzen.

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Das ist eine interessante Frage taigafee! Laienhaft und aus dem Bauch heraus würde ich sagen, es liegt an der Besitzerin von lucie, der dieses Verhalten gefällt. Ich hätte alles so gemacht wie Du. An der Hündin kannst Du wohl nix ändern, da sie sich grundsätzlich an ihrer Besitzerin orientieren wird. Ich habe gerade gestern etwas ähnliches erlebt, ging ein Stück mit meinem Kleinen und einer Dame mit schon älterer Hündin. Der Kleine entdeckte etwas fressbares und stürzte sich darauf. Ich rief ihn zu Ordnung und in exakt dem gleichen Moment stürzte sich die Hündin auf den Kleinen und rief ihn ihrerseits zu Ordnung - allerdings nicht in der Heftigkeit, in der Du es mit lucie erlebt hast. Wahrscheinlich wollen die ranghöheren Hunde die Erziehungsarbeit des (augenblicklichen) Rudelführers unterstützen?! Ich bin gespannt auf weitere Antworten! :)

taigafee 04.01.2012, 11:55

ja, so habe ich es auch empfunden. nur, was tut man dagegen?

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Portbatus 04.01.2012, 19:03

Ich sehe es genauso, wie Beutelkind.

Ich vermute zwischen den beiden Kontrahenten war eine alte Rechnung offen und die musste bereinigt werden. Möglicherweise, du warst zwar dabei, hat es gar nichts mit dir und deiner Aktion zu tun, allenfalls als Auslöser.

An dem Getöse und keiner Verletzung merkst du, es war kein "Killerinstinkt" beteiligt, sondern nur eine Zurechtweisung.

Ich erlebe es immer wieder bei einer Nachkontrolle, nach so einem Kampf, wie wenig wirklich passiert ist. Obschon es wirklich ernsthaft von Außen aussah.

Was ich bei Gasthunden, wie im letzten Sommer, immer mache, ist klarlegen, wer hier der Chef ist. Wie z.B. Freilauf nur, wenn auf mein Kommando gehört wird.

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Ich hab mir nun die Antworten soweit durchgelesen ...und schließe mich veichans Antwort an. Die ganze Gruppe hat als Rudel funktioniert und die Hündin als "zweithöchstes" Rudeltier hat dich unterstützen wollen.

Drauf dreschen in dem Moment, wo sie außer ihrer eigenen "Raserei" nichts wahrnimmt, verstärkt ihr Verhalten deshalb, weil sie den Schmerz nicht mit "außerhalb des Kampfes" wahrnimmt, sondern ihn als "Gegenangriff des aktuellen Gegenübers" wahrnimmt.

Insofern wäre evtl. umdrehen und weggehen doch die glücklichere Variante gewesen, aaaber... die Nerven muss man ja erst mal haben.

Ich glaube kaum, dass die Haltung von Lucies Besitzern da mehr mit zu tun hat, als dass sie die Hündin evtl. grundsätzlich darin bestärken, irgendwen/irgendwas zu verteidigen, und da du schreibst, sie hat von Anfang an dich als Rudelchefin wahrgenommen, dann wird sich daran auch kaum was geändert haben.

Du wirst vermutlich in Zukunft, wenn du nochmal mit Lucie in einem Rudel unterwegs bist und einen anderen Hund zurechtweisen musst, in weiser Voraussicht erst Lucie am Halsband festhalten, um ihr gleich im Vorfeld klar zu machen, dass du dir ihre Unterstützung verbittest. Letztlich ist dem Rüden ja nichts passiert, und das wäre es bestimmt auch dann nicht, wenn du dich gar nicht eingemischt hättest. Ob die Hündin aber dein weggehen überhaupt wahrgenommen hätte, ist sehr schwer zu sagen, - aber im schlimmsten Fall wäre Sando dabei ja dann auch nicht mehr passiert, als das, was passiert ist: Nur ein unblutiger Anschiss.

Sowas ist hier bei uns auch schon mal passiert, direkt vor der Tür quasi. Wir wollten inmitten einer kleineren Gruppe von ... weiß grad nicht genau, drei, vier anderen Hunden aufbrechen, da trat mein Mann unten an der Straße gegen einen von den Ballies, die unsere gelegentlich mal draußen vergessen und bei den anderen Hunden war eine Hündin, die ein absoluter Ballfanatiker ist und sich mit unserer Laika direkt eine üble Beißerei lieferte, deren Ball das ja eigentlich war und die ihn auch wiedergeholt hatte.

Der "Fehler" lag natürlich eindeutig bei meinem Mann, aber sowas passiert halt mal, - und ihm, der eher ein Katzen- als ein Hundemensch ist, sowieso.

Mit so vielen Hunden im Pulk kann das Ganze sehr gefährlich enden, denn im Handumdrehen standen bis auf zwei oder drei Hunde alle sofort unter Spannung und zwei von ihnen wollten sich direkt ins Kampfgeschehen stürzen: Unsere Leslie und noch eine weitere Hündin.

Klar, die Weiber. Wer sonst, ne ? Nachdem klar war, dass da plötzlich keiner mehr aufnahmefähig war, habe ich meinen Mann genötigt, Leslie anzuleinen und aus dem Kampfgeschehen zu entfernen, Gabi hat ihre Tara angeleint und entfernt und ich stand nu da und hätt am liebsten meinem alten Laikamädchen geholfen, weil es mir damals noch nicht eingeleuchtet hatte, dass sie mit ihren 8, 9 Jahren schon auf einem "absteigenden Ast" war und in der Natur evtl. schon längst ihre Rolle als Rudelchefin hätte abgeben müssen. Da ich außer der Leine nichts zum dreschen in der Hand hatte, hab ich mich nur an die andere Hündin drangehangen und versucht, sie von Laika wegzuziehen, aber es war ohne Zweifel nur ein gegenteiliger Effekt spürbar, - sie verbiss sich regelrecht in Laikas Halskragen und rührte sich keinen Zentimeter weit weg. Dann hatte mein Mann auch noch Leslie vor der Haustür abgeleint, weil er dachte, das reicht nun... und die kam auch wieder dazugeschossen... Oh mei.... ich sach dir... in weniger als zwei, drei Minuten war der Spuk vorbei, und Laika trägt seit diesem Abenteuer einen winzigen Schlitz im Ohr. Aber wir haben seither nie wieder Balli oder Stöckchen auch nur angesehen, wenn wir mit den bekloppten Weibern unterwegs sind, und daher ist auch nie wieder sowas passiert.

Für deinen nächsten Rudelspaziergang wird das wohl heißen: Entweder Sando nicht mehr tadeln, wenn dieser andere Hunde bellend entgegenläuft (ich glaube "attackieren" will er die dann doch sicher nicht, oder ?) oder in dem Moment strikt auf Lucie aufpassen, indem du sie anleinst oder am Halsband hältst.

taigafee 04.01.2012, 18:02

ja, so werde ich es machen. vielen dank für die geschichte, lach, ich kann mir das gerangel lebhaft vorstellen. mein mann ist übrigens auch ein katzenmensch :-). der würde den hund eine woche nicht anschauen, wenn er sowas miterleben müsste.

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im grossen ganzen stimme ich mit niska ueberein.

es ist ein wenig schwierig ohne die hunde zu kennen, da richtig zu werten.

ich habe mal erlebt, dass ich mit 3 hunden unterwegs war. meinen 2 grossen und einem welpen. wir waren am strand -als uns ein hund entgegen kam, rief ich meine hunde zureuck, die auch brav kamen -nur der winzling nicht. der kleine welpe sprang einem anderen grossen hund entgegen...und wurde von dem leicht gebissen...

dann kamen meine dazu ignoriererten den fremden hund voellig -aber der kleine bekam von der mutter gerade noch mal eine zurechtweisung -also sie zwickte ihn und rollte ihn auf den ruecken

also ich denke sie wollte dem kleine verdeutlichen ,wie ein hund einerseits sich im rudel verhaelt, meinen rufe zu akzepieren und sich nicht mit anderen hunden anzulegen...!

der erfolg trat sofort ein, der kleine guckte jetzt angestrengt, wo die grossen sind und wie sie sich verhielten und auch auf mich hoerte er sofort, wenn ich halt! rief...

taigafee 04.01.2012, 18:09

sieh an, das hat also gewirkt :-).

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Hallo Taigafee Ich tendiere stark zu der Unterstützungstendenz du hast Sando zurechtgewiesen und Lucie musste nachdoppeln, ich habe hier auch so einen "Patienten" der das Gefühl hat nachdoppeln zu müssen wenn ich meinen anderen Rüden zurechtweise...ist sehr mühsam!

Dazu kommt wohl das Lucie sich in Ihrer Dominanz unterstützt fühlt von Ihrer Halterin und in solchem Verhalten von Ihr unterstützt wird....siehe die Aussage "das ist der Schäfer" dabei sollte man gerade beim Schäfer dieses Verhalten nicht unterstützen, nicht umsonst führen Schäferhunde die meisten Beisstatistiken an. Sie haben eine niedrige Beisshemmung. Das nicht mehr auf dich reagieren ist auch eine Schutzfunktion des Hundes er spührt in solchen Momenten auch kaum Schmerz er konzentriert sich in diesem Moment nur auf seinen "Feind" und nimmt den Rest der Welt kaum mehr wahr deswegen werden Menschen welche in solchen Situationen versuchen die Hunde zu trennen auch so oft von den Tieren gebissen sie sehen ausser Ihrem Beissopfer eigentlich nichts mehr und verletzen dann nicht selten den Hundeführer. Was Du machen kannst das so etwas nicht wieder passiert? Eine absolute Garantie hast Du nur wenn Du mit Lucie nur noch einzeln gehst doch das ist wohl keine Lösung...achte auf Ihre Reaktion wenn Du andere Hunde zurechtweist ersticke sofort jegliches Dominanzgehabe Ihrerseits anderen Hunden gegenüber, wenn Du einen Hund zurechtweist toleriere auf keinen Fall das Lucie eingreift Achtung Du musst die Anfänge unterbrechen wenn sie schon losgegangen ist bist Du zu spät...

taigafee 04.01.2012, 16:25

ja, ich hab heut sando zurechtgewiesen und sofort lucie beobachtet und bin zu ihr hingegangen, um sie zu loben, als sie entspannt dastand. ich denke auch, durch umsichtiges verhalten kann ich das soweit eindämmen.

auch mit der halterin werde ich darüber nochmal reden. vielen dank!

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Ich stimme Humpelschtilz ebenfalls zu einem gewissen Grad zu. Ich hab allerdings beim Gruppentraining schon gesehen, dass eher dominant veranlagte Hunde manchmal ganz scharf darauf sind, sich mit Herrchen oder Frauchen zu "verbünden" und den Lausbub im Bunde zu bestrafen (dabei gerne übermütig sind - siehe die von dir beschriebene Situation). Warum Hunde das tun, kann ich nicht zu 100% sagen, aber ich schätze mal, dass der Hund darin eine Chance sieht dem anderen Hund seine Dominanz mit Rückhalt durch den Ressourcenhalter (aka Mensch) zu demonstrieren und sich das natürlich nicht entgehen lassen will. Für den Besitzer heißt das zwei Dinge auf einmal zu tun: Den einen Hund zurechtweisen, während man das Verhalten des anderen unterbricht - frag mich aber nicht wie man das perfekt hinbekommen soll... mir fällt nur nichts anderes, was du tun könntest, ein.

Generell wäre aber eigentlich die Besitzerin dafür zuständig. Die Einstellung: Mein Hund. Mein Bodyguard, finde ich zwar auch absolut falsch, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist den Hund zurecht zu weisen, während die Besitzerin das nicht tut. Der Hund wird sich womöglich an dich anpassen, aber das ändert ja nichts an dem Grundproblem, dass der Hund letztendlich unkontrollierbar ist.

Übrigens: Einmischen sollte man sich als Mensch m.E. durchaus in so einer Situation. Du hast schließlich das Recht jeden zurecht zu weisen wie du willst, ohne dass der Hund meint sich aufspielen zu dürfen. Das ist ja was anderes, als wenn der eine Hund den anderen provoziert.

taigafee 04.01.2012, 11:45

dass eher dominant veranlagte Hunde manchmal ganz scharf darauf sind, sich mit Herrchen oder Frauchen zu "verbünden" und den Lausbub im Bunde zu bestrafen

die besitzerin hat selbst schon solche vorfälle erlebt. das mit der dominanz und dem unterstützen des rudelchefs scheint mir am einleuchtendsten, sie ist eigentlich eher unsicher, aber neigt trotzdem sehr zur dominanz.

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taigafee 04.01.2012, 12:01
@taigafee

wie sollte das einmischen aussehen? sie hat in ihrer rage auf mich nicht mehr reagiert.

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niska 04.01.2012, 19:09
@taigafee

Uuuh... die Kombination von Dominanz und Unsicherheit kenne ich von der Hündin meiner Tante. Nicht besonders einfach das (aber gerade solche Hunde scheinen besonders zu solchem Verhalten zu neigen, zumindest dem nach zu schließen was ich kenne - vielleicht hat es ja sogar mehr mit der Unsicherheit zu tun, weil das Verbünden ein sicherer Weg ist sich zu profilieren).

Ich kann nur die Erfahrung meiner Tante weitervermitteln und die hält ihren Hund - kurzgesagt - permanent unter Kontrolle. Sie musste einfach lernen nicht nur ihre Körpersprache zu verstehen, sondern kennt mittlerweile auch die typischen Situationen in denen sie überreagiert. Allerdings ist ihr Hund schon sehr unsicher und flippt schon aus, wenn ein fremder Hund (den sie nicht sonderlich mag) bellt oder an irgendwas hoch springt. Dementsprechend unterbindet sie ihr Verhalten schon sobald sie merkt, dass sie ihren Fokus auf irgendeinen Reiz richtet. Das Wörtchen "Nein" kennt ihre Hündin natürlich, am Halsband kann man sie ja auch festhalten und wenn´s nicht besser wird, dann stellt sie sich ihr auch in den Weg oder drängt sie ab, wenn sie einen anderen Hund anknurrt. Nur geht das natürlich kaum, wenn man zwei Hunde im Auge behalten muss. Und generell wird sich - wie schon gesagt - nichts am Verhalten des Hundes ändern, solange die Besitzerin das auch noch gut findet :(

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Hallo taigaffee, ich kann die Ausführungen von Humpel.. nicht ganz nachvollziehen.

Ich bin sehr dicht bei niska! Ich habe einige Male änliche Vorfälle auf dem Schäferhundplatz erlebt. Die Umstande waren selbstverständlich anders gelagert. Aber es war zu erkennen dass dem Hundeführer beigestanden wurde.

die besitzerin, der ich das erzählte, sagte ganz stolz, das sei der schäferhund. mit lucie müsste sie keine angst im wald haben, weil sie wüsste, dass lucie sie bis zum bitteren tod verteidigen würde.

Mir wird eiskalt bei dem Gedanken wie man sich so mit seinem Hund brüsken kann denn gerade Schäferhunde sind es die für sehr viele Beißattacken verantwortlich zu machen sind. Letztendlich verantwortlich sind aber die Halter die entweder unerfahren, oder überfordert sind oder sich den Hund als Schutzhund halten.

Sicherlich kann man hier viel spekulieren aber ich kann nicht beurteilen wie sich Lucie bei ihrer Besitzerin benimmt wenn sie auf einen anderen Hund treffen. Ich weiß auch nicht wie um den Gehorsam von ihr bestellt ist. Da müßte man mehrere Tage dabei sein. Wie verhält sie sich sonst auch Menschen gegenüber? Du hast es jedenfalls richtig gemacht indem du dazwischen gegangen bist. Dieser Vorgang wirft ja auch rechtliche Fragen auf. Was wäre gewesen wenn... und du hättest zugeschaut. Was wäre gewesen wenn... obwohl du dazwischen gegangen bist. Was wäre gewesen wenn... sie dich verletzt hätte. Solch eine Situation kann auf einem Hundeplatz oder bei einem Spaziergang mit einem erfahrenem Hundertrainer "nachgestellt" werden. Wenn sie dann ähnlich reagiert egal ob bei dir oder mit ihrer Besitzerin dann kann man schon Rückschlüsse aus ihrem Verhalten ziehen. Dann wäre auch ein dementsprechendes Trainingsprogramm erste Wahl. LG

taigafee 04.01.2012, 14:47

danke für deine einschätzung. veichan schreibt nun aber, man sollte nicht eingreifen, wenn rangniedrige hunde den rudelführer unterstützen.

was wäre, wenn ich einfach wegginge? würde sie nicht wahrscheinlich relativ schnell von ihm ablassen? es ist ja eindeutig gar nichts ernsthaftes passiert. wirklich eingreifen kann ich im grunde ja gar nicht. im nachhinein dachte ich, ich hätte ihr die nase zuhalten können. reagiert hat sie aber in den ersten 30 sek. gar nicht, fühlte sich wohl durch mein schreien eher noch unterstützt.

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Seehase 04.01.2012, 15:13
@taigafee

Theorie und Praxis wie so oft im Leben. Ich habe drei Deutsche Schäferhunde ausgebildet und jedes Mal war es anders. Wir lassen uns in letzter Zeit so galube ich viel zu oft durch einen selbst ernannten Hundeprofi im TV beeinflussen. Hunde sind auch nur Menschen und 1000 Mal ist nix passiert... Ich würde es nicht nochmals auf solch eine Situation ankommen lassen. Ich kann nur zu dem raten was ich oben angemerkt habe. Einen Hundetrainer dazu nehmen und nochmal durchspielen. Denk nochmal an die Aussage der Besitzerin: Bis zum bitteren Tod. Wer weiß wie es da schon mal ausgesehen hat?

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taigafee 07.01.2012, 12:23
@Seehase

siehe meine neue antwort. ich bin sicher, dass ich das hinkriege. vielen dank!

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Noch bis vor einiger Zeit hätte ich mit meiner Hündin ähnliches erleben können. Zwar nicht in dieser Form, daß sie sich in den Nichtfolger verbissen hätten, aber sie wäre gerne mit einem Mordsgetöse auf in los gefahren und hätte ihn regelrecht niedergespielt....

Anfangs war sie immer noch eher dafür, sich mit anderen Hunden zu verbünden, gegen Fremdlinge zu stänkern und jeden Blödsinn mitzumachen. Später als sie nach und nach besser im Appell stand, hat sie sich immer schwerstens darüber echauffiert ( hecheln und zittern ), wenn ein anderer Hund Stunk angefangen, nicht gefolgt oder seine Aufgaben im Training nicht erledigt hat !!!

Also, ich denke, Lucie hat Dich unterstützen wollen. Für Dich war der Käse gegessen, aber für das Mädel noch lange nicht. Wenn man nicht supergenau alle Anzeichen an dem Hund kennt, ist es auch schwierig, dem Zwischenfall zuvor zu kommen. Ich würde immer empfehlen das Ruheritual einzuüben. Jeder Hund sollte, egal aus welcher Situation, einige Minuten still abliegen können, ohne daß man sich ihm widmet. Danach ist es meist vorbei, daß er sofort wieder auf 180 hochfährt :-)

taigafee 05.01.2012, 06:14

ja, danke. in der situation hatte ich lucie völlig unbeobachtet gelassen. das war ein fehler.

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sandro hat wohl die Führung in der Gruppe,und durch das gehorchen in den Augen von lucie versagt..Machtkampf in der Gruppe.Aber wenn Sie hätte Ihn verletzen wollen hätte Sie stärker zugebissen.Ich würde da mal etwas aufpassen.Du wirst es merken wenn Sich die Rangordnung geändert hat.

taigafee 04.01.2012, 12:16

interessante these :-). sandro rennt immer voraus und pöbelt jeden hund erstmal lautstark an. auf sein frauchen hört er nur sehr verzögert. für lucie war es also neu, dass er auf eine rüge hört. wirklich eine neue perspektive. es könnte aber auch sein, dass meine demonstrative, etwas überzogene rüge lucie dazu beflügelt hat, nochmal einen hinterher zu geben - sozusagen mit rückenwind :-).

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Dackelmann888 04.01.2012, 16:17
@taigafee

Kann natürlich sein,das wird die Zukunft bringen.Es könnte sich wiederholen.

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Hi taigafee,

ich glaube, dass deine Bekannten (die Hundehalter) da einiges falsch gemacht haben. Du schriebst ja, dass sie wohl stolz auf Lucies Verhalten ist.

Du warst zwar mit den beiden unterwegs, aber der Rudelführer bist du für Lucie nicht. Und wenn deine Bekannten nicht dabei sind, scheint sie sich diese Rolle anzueignen, indem sie Sando zur "Ordnung" zurechtweist. Ich denke nicht, dass sie ihn töten wollte, sonst wäre er nach ihrem Angriff mindestens leicht verletzt gewesen. Solche Attacken sehen oft schlimmer aus, als sie sind.

Kann es sein, dass die Hundehalter Lucie in ihrem Verhalten bestärken? Loben sie sie mit stolzgeschwellter Brust, wenn sie Sando zurechtweist?

Ich kann mir vorstellen, dass es der Dame nicht gefallen hat, als DU bei Sando eingegriffen hast und sie wollte zeigen, dass in der Situation SIE die Chefin ist. Ihr Augenmerk lag wohl eher bei dir als bei Sando.

Ich vermute, dass das Übel bei deinen Bekannten liegt, die wohl eher begeistert von Lucies Dominanz sind.

Tun kannst du nicht allzu viel, weil es nicht deine Hunde sind. Aber ich würde bei erneuten Spaziergängen auf Lucie achten und ihr zu Beginn schon zu vermitteln, dass SIE ebenso zu gehorchen hat wie Sando. Keine Sonderstellung oder Extrawürste für sie allein.

Geh doch mal mit deinen Bekannten und den Hunden gemeinsam eine Gassi-Runde und beobachte ihr Verhalten im Umgang mit den Hunden.

LG Biggi rüberwinke...

taigafee 04.01.2012, 12:00

Aber ich würde bei erneuten Spaziergängen auf Lucie achten und ihr zu Beginn schon zu vermitteln, dass SIE ebenso zu gehorchen hat wie Sando. Keine Sonderstellung oder Extrawürste für sie allein.

sie hört auf mich. ich hatte sie schon als welpen und habe ihren jungen besitzern (studenten) einiges beigebracht. sie hat mich schneller als chefin akzeptiert als ihre eigenen halter. daher finde ich die unterstützungsthese von niska eher wahrscheinlich.

sie hat vor kurzem eine hündin genauso rangenommen. ich war aber nicht dabei und kann schwer beurteilen, was da ablief.

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Biggi1963 04.01.2012, 12:03
@taigafee

Okay - dass du sie bereits ab dem Welpenalter hattest, ging ja aus deiner Frage nicht hervor....

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Humpelschtilz 04.01.2012, 12:21
@Biggi1963

aber ich les hier raus das Lucie ihre eigenen Leute rangniedrig sein könnten (junge Besitzer) was sie auf einen Platz erhebt der ihr zwar nich zusteht, den sie aber indessen überall fleisig ausfüllt. ?

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taigafee 04.01.2012, 14:11
@Biggi1963

nein, biggi, ich merke oft erst bei den antworten, was ich in der frage noch alles hätte erwähnen müssen.

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taigafee 07.01.2012, 12:18
@taigafee

... ich würde bei erneuten Spaziergängen auf Lucie achten und ihr zu Beginn schon zu vermitteln, dass SIE ebenso zu gehorchen hat wie Sando. Keine Sonderstellung oder Extrawürste für sie allein.

im grunde hattest du trotz allem recht, liebe biggi. genauso ist es. siehe meine neue antwort.

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heute ist wieder ein ähnlicher zwischenfall mit einer hündin passiert, die sie laut besitzerin schon mal angegriffen hat. ich hab mich daraufhin nochmal mit lucies besitzerin zusammengesetzt. lucie fällt in letzter zeit öfter vor allem weibliche hunde an, besonders dann, wenn die auf sie zugerannt kommen.

ich habe nun lucie jedesmal, wenn hunde in der nähe waren, erstmal vom weg ein paar schritte in den wald hinein geholt. und da merkte ich, wie willig sie mir folgte. sie ist eindeutig völlig überfordert mit vielen situationen und braucht absolute führung. ich darf sie also nicht mehr aus den augen lassen, und ihr jeden schritt vorschreiben, sobald eine situation etwas schwierig scheint. dann ist es in ordnung.

niska 07.01.2012, 13:58

Dann wünsche ich euch mal viel Erfolg und Durchhaltevermögen! Ich weiß ja wie das ist (auch wenn meine Maus nicht aggressiv sondern eher hysterisch reagiert ;). Aber immerhin überlässt sie euch auch bereitwillig die Führung, das ist ja schonmal was :)

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Du bist in diesem Rudelchen nur Gast ohne höheren Rang.

Lucie hat (aus ihre Sicht!) die Aufgabe alles in sone Bahnen zu halten wie es mus. Wenn ein Gast schimpft is sie in dem Momang die Chefin die die Strafe ausführt. Das nichts weiter passiert is zeigt an das war nur ne rudelinterne Klarstellung un keine Beisserei. Du als Gast hättest Dich da eig. gar nich einmischen dürfen aus Hundisicht.

Wir hatten ne neue Hundidame aufgenommen un der alte Platzinhaber hat sie gerne angenommen. Sie aber hat ihn so lange getrietzt um festzustellen ob sie Chefin werden kann. Dis ging solange bis ihn dis gereicht hat un er sie gelegt hat mit Kehlezeigenlassen. Klang fürchterlich für unse Ohren - aber floss KEIN Tröpfchen Blut. Wir haben die logo machen lassen weil wir wussten die hat mit ihren Getrietze rausgefordert das er ma klar anzeigt wo der Hämmer hängt.

Danach war die Rangordnung geklärt un die hat den geliebt wie verrückt. Hätten wir uns eingemischt hätt das ewig gedauert bis die zu ihre erforderliche Klärung gekommen wären. Un Kehle zeigen müssen hätt die iwann doch - vielleicht denn aber nach zu lange Zeit wär der denn richtig wütend gewesen. Es hatte auch nix mit unsern sounso höchsten Rang zu tun - den haben die immer von Anfang an akzeptiert ohne geringste Gegenanversuche (was auch bei manchen Hund erleben kannst)

Kann also auch falsch sein wenn der Mensch sich bei kluge Hunde einmischt. NUR - hast einen der verquer gezüchtet is denn geht sowas natürlich nich in Ruhe un da MUSST Dich schutzhalber einmischen.

taigafee 04.01.2012, 11:54

falls das nicht klar geworden ist: beide hunde sind von verschiedenen haltern.

Wenn ein Gast schimpft is sie in dem Momang die Chefin die die Strafe ausführt. Du als Gast hättest Dich da eig. gar nich einmischen dürfen aus Hundisicht.

das scheint mir widersprüchlich, denn wenn ich mich nicht hätte einmischen dürfen, hätte sie dann nicht mich maßregeln müssen? ich fühlte mich eher von ihr unterstützt. sehe ich das falsch? was hälst du von niskas antwort?

wie ist das mit dem einmischen? denkst du, hunde, die sonst einigermaßen friedlich miteinander spazierengehen, würden sich nicht totbeißen, oder? nur, die lucie ist ein wenig undurchschaubar. sie wedelt zb. nie. ich dachte, die dreht jetzt vielleicht durch. man weiß ja nie, was diese hunde in kroatien so erlebt haben.

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Humpelschtilz 04.01.2012, 12:16
@taigafee

ich versteh Dein Einmischen völlig - is ja auch immer bischen Panik bei wenn mit zwei Fremd-Hundis gutwillig loggehst - da willst nich mit einen un paar Stücke zurückkehren. So gesehn hast Dich in dem Schreck normal verhalten. Ich hatte Sando und Lucie als EIN gemeinsames Rudelchen begriffen die Du mitgenommen hattest.

Ich kann mir nur so erklären das sich Lucie in dem Rudel- Dich eingeschlossen! - als Ranghöchste versteht.

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Humpelschtilz 04.01.2012, 12:28
@Humpelschtilz

Hab grad bei biggi gelesen wie Du die Besitzer von Lucie beschreibst. Bedeutet sie is ne ranghöchste Dame un dis füllt sie nun fleissig aus - in welchen Rudel auch immer. Da kannst sie nichma direkt für abstrafen solange nix blutet. Da must eingtlich mit ihre Leute arbeiten - sie darf nu allerhand nich mehr was sie vorher vllt. durfte?? Essenrang beachten (sie kriegt niemals vorn Essen zuerst. Sie muss neben ihre Ranghöchsten sitzen un die essen ohne sie beachten un geben ihr NICHTS wie sehr sie auch bettelt. Betteln NICH beachten. Erst wenn die mit Essen fertig sind kriegt sie ihre Futterschüssel. Weiter: Sie darf nie die Sitzhöhe von ihre Leute haben (trägt kümftig für immrr den adeligen Namen Runter vom Sofa) Niemals im Bett. All sone Sachen in langsame Schritte - nich das die sauer wird un ihre Wut an andere Doggies runtertritt.

Also - woll beie Herrchens anfangen denn klärt sich der Doggie meist nachher von selbs!

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taigafee 04.01.2012, 14:08
@Humpelschtilz

das machen die alles nach lehrbuch. lucie durfte noch nie ins bett oder auf das sofa. das kann natürlich auch ihr bestreben, wenigstens durch solche bündnisse gegen außenstehende, einen gewissen rang zu erhalten, bestärken. ich weiß es nicht.

ich habe vergessen, zu erwähnen, dass die beiden besitzer von lucie sich vor kurzem getrennt haben, und sie nun bei der etwas schwächeren frau lebt. er war auch was die hundepsyche angeht, einsichtiger als sie. sie hat lucie immer ein wenig zu vergewaltigen versucht, um ihr die angst zu nehmen, anstatt sie aus stresssituationen zu holen.

puh, schwierige sache :-).

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Humpelschtilz 04.01.2012, 14:42
@taigafee

na dis war aber nen seeehr wichtigen Detail das sich die Besitzer getrennt haben!!! Da is innerhalb von Lucies Rudelchen ne neue Situation - zwei Hündinnen sozusagen wo sich ne neue Rangordnung erarbeitet wird.

Na da testet sie vllt. grad ma ihre Kraft.

Oder tritt verbittert traurigen Frust runter weil eine wichtige Bezugsperson aus ihren Rudel sie verlassen hat / WEGgeblieben is. Hundis sind gesellige Rudeltiere un trauern (oftmals auch mit seltsame / aggressive Reaktionen) wenn eins plötzlich fehlt.

Tiere sind doch auch nur Menschen!!

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taigafee 03.02.2012, 14:49
@taigafee

nun hab ich auch noch erfahren, dass sie die tage davor ins bett durfte :-(. also alles durcheinander...

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für luci warst du in dieser situation nicht der "rudelführer", von daher glaubte sie es regeln zu müssen.

ich denke das wird auch weiterhin so sein --da du ja nicht wirklich in ihre erziehung eingreifen kannst...( hund von freundin)..

da wäre schon mal deine freundin gefragt --um den rang zu klären, denn lt. ihr macht luci so ähnliche sachen ja öfters und auch mit "stolz" der besitzerin....

die besitzerin selber muss luci beibringen das situationen vom ""menschen"" gelöst werden--das es nicht erwünscht ist das ein hund ""masregelt""...

in deinem fall würde ich mit luci nur mehr gesichert weggehen..

taigafee 07.01.2012, 12:16

siehe meine neue antwort. sie ist wie ein lämmchen, wenn ich ihr die freiheit, zu agieren, nehme.

die besitzerin stimmt im grunde mit mir überein. wir werden das hinkriegen, danke! :-)

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Lucie hat gemeutert und die situation ausgenutzt.Du hättest lucie ebenfalls zurechtweißen vorher müßen damit Rangfolge nicht durcheinander gerät.Bind lucie an die leine!

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