Eine Frage zu Unterhaltszahlungen eines Vaters an sein Kind

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13 Antworten

Der Vater von Kind 1 ist bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit des Kindes barunterhaltspflichtig. Unabhängig von den Beziehungsverhältnissen der Kindesmutter. Selbige handelt, wenn man es mal streng nimmt, im Auftrag bis zur Geschäftstüchtigkeit des Kindes. Hat also keine Berechtigung, aus welchen Gründen auch immer, den gesetzlichen Unterhaltsanspruch vorzuenthalten. So nach dem Motto: Brauchst nicht zahlen, mein neuer Partner verdient genug.

klingt plausibel

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keine ahnung, wie die rechtliche seite aussieht. menschlich gesehen würd ich mal besagten drückeberger klar machen, dass er für sein kind gefälligst zu zahlen hat. der kann doch froh sein, dass er lange zeit nicht zu kasse gebeten wurde. erst kinder in die welt setzen und sich dann drücken ist ja wohl eine unverschämtheit. und wenn ich dann hier die ganze paragrafenreiterei sehe, wird mir ganz übel.

waas? Weil ein neuer Mann da war, musste der Vater des ersten Kindes für sein Kind keinen Unterhalt mehr zahlen? Sowas hab ich ja noch nie gehört. Er ist doch trotzdem seinem Kind gegenüber verpflichtet... Wenn er in dieser Zeit nix zahlen musste, soll er einfach froh über den edlen Spender sein. Dass er für sein Kind aufkommen muss, ist doch sonnenklar und sollte eigentlich selbstverständlich sein.

klarer fall von drückeberger

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  1. Papa 1 war nie "aus dem schneider", er wird den gesamten unterhalt nachzahlen müssen.
  2. Dass papa 2 für das kind mitgezahlt hat, ist völlig unerheblich, da nie eine Unterhaltspflicht zwischen dem Kind und ihm bestand
  3. Die Lektüre der §§ 1602ff BGB hilft enorm weiter.

Zu 1.:

Wenn kein Unterhaltstitel bestand, muss Papa 1 auch nichts nachzahlen.

Unterhalt muss erst ab dem Zeitpunkt der Inverzugsetzung, also ab dem Zeitpunkt an dem gefordert wird, gezahlt werden.

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Seine Leistungsfähigkeit (genügend hohes Einkommen) vorrausgesetzt, ist er selbstverständlich immer noch zur Unterhaltszahlung verpflichtet.

Wenn jedoch kein Unterhalt gefordert wird, muss er auch nicht zahlen.

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@Eifelmensch

ach ne, und wenn sein nachbar das kind gezeugt hat, muss er auch nicht zahlen.

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@mensch0815

Keine Ahnung, was du mit diesem Kommentar sagen willst?

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Klar Papa 1 ist grundsätzlich zahlpflichtig, ein Baranspruch des Unterhaltsberechtigten entsteht jedoch, wie ich bereits schrieb, erst mit der Inverzugsetzung.

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Hallo!

Grundsätzlich sind die Eltern immer für ihre Kinder unterhaltsverpflichtet. Das Kind hat ein Recht darauf. Streng genommen darf die Mutter gar nicht verhindern, dass ihr Kind den Barunterhalt seines Vaters bekommt. Wenn der Bedarf des Kindes aus einer anderen Quelle gedeckt wird und gesichert ist, dann hat es streng genommen seinen "Unterhalt". Es wurde ja versorgt.

Allerdings gibt es Unterschiede, ob die Unterhaltszahlungen des leiblichen Vaters verweigert wurden oder ob im gegenseitigen Einverständnis gehandelt wurde.

Wenn der Vater des 2. Kindes für sein "Stiefkind" Unterhalt leistet,weil dessen leiblicher Vater sich geweigert hat, dann hat der "Stiefvater" dem Vater gegenüber einen Erstattungsanspruch.

Sollte der Stiefvater seine Leistungen freiwillig gegeben haben, dann hätte rein theoretisch das Kind einen Anspruch auf Nachzahlung des Unterhaltes, weil die Mutter mit der Ablehnung des Unterhaltes gegen den Anspruch des Kindes gehandelt hat.

Wenn die Beziehung der Kindsmutter mit Vater Nr. 2 auseinandergeht, dann ist Vater Nr. 2 nur für sein leibliches Kind zahlungspflichtig. Auch wenn er jahrelang freiwillig das "Stiefkind" mit versorgt hat, ist er dennoch nicht dazu verpflichtet.

Das Kind bzw. sein gesetzlicher Vertreter (sorgeberechtigte Mutter oder Beistandsschaft des Jugendamtes) kann natürlich sofort seinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen wieder aufleben lassen. Ab dem Tag der Forderung muss der leibliche Vater zahlen. Die Höhe des Unterhaltes richtet sich nach dem Einkommen des Kindvaters und dem Alter des Kindes.

Schöne Grüße

Wo hast Du das denn abgeschrieben?

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@Volker13

wenn du so was schon schreibst, dann musst du das auch unter alle kommentare setzen

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@mensch0815

Das sehe ich genauso - und staune dabei über die von Volker13 offenkundig vermutete Zwangsläufigkeit, eine qualitativ herausragende Antwort müsse wohl irgendwo "abgeschrieben" sein.

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Vater Nr. 1 war nie aus dem Schneider. Er ist und bleibt unterhaltspflichtig bis das Kind seine AUsbildung abgeschlossen hat. Er ist der leibliche vater und somit für den Unterhalt des Kindes zuständig. Es war reine Glücksache, dass er die ganze Zeit nicht zahlen musste. Daraus kann man jetzt nicht ableiten, dass er "aus dem Schneider ist". Vater Nr. 2 ist ebenfalls nur für sein eigenes Kind zuständig. Beide müssen für ihre Kinder zahlen. Wenn es einen Unterhaltstitel gibt, kann Vater Nr.2 von Vater Nr. 1 das vorgestreckte Geld zurückverlangen.

Wenn es einen Unterhaltstitel gibt, kann Vater Nr.2 von Vater Nr. 1 das vorgestreckte Geld zurückverlangen.

Hast du hierfür eine Rechtsgrundlage?

Gläubiger wäre hier das Kind und nicht ein Dritter, der freiwillige Leistungen an ein "Stiefkind" erbracht hat.

Vater 2 könnte keine Rechte aus einem ggf. vorhandenen Titel von Kind 1 geltend machen.

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@Eifelmensch
Ich habe mal ein Urteil gelesen in einer Zeitung wo der leibliche Vater dazu verurteilt wurde den vorgestreckten Unterhalt an den Stiefvater zurückzubezahlen. Der leibliche Vater hatte wohl jahrelang nichts bezahlt und der Stiefvater ist in der ganzen Zeit dafür eingsprungen, was nachweisbar war. Als der leibliche Vater wohl wieder zu Geld kam, wurde der Unterhalt bei ihm eingeklagt und er musste zahlen.

Ich habe auch mal gelesen, dass Väter von kuckuckskindern, wenn das bekannt wird, vom tatsächlichen Vater den ganzen Unterhalt der in dieser Zeit angefallen ist einklagen können. Anscheinend gibt es eine Rechtsgrundlage dafür.

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@truxumuxi

Gericht, Urteil, Az. ????

Irgendwo mal gelesen reicht nicht!

Da müsste man dann schon die Umstände kennen, die zu einem Rückgriff auf den leiblichen Vater geführt haben. Dies als Allgemeingültig zu betrachten wäre ein Fehler!

Im vorliegenden Fall ist nicht gefordert worden, warum sollte der Vater dann zahlen?

Die Mutter hätte jederzeit UV beantragen können, damit wäre der Stiefvater dann nie belastet worden.

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Dem nicht fett geschriebenen kann man ohne weiteres zustimmen, trifft für diesen Fall aber nicht zu!

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@Eifelmensch

@ Eifelmensch!

Nicht jeder ist ein (Hobby)Jurist und hat direkt alle Paragraphen im Kopf oder gelesene Gerichtsurteile im Kopf! "Irgendwo gelesen" reicht HIER auf diesen Seiten in gewisser Hinsicht schon. Es ist eine Ratgeberseite. Solche Aussagen können einen Anstoß in die richtige Richtigung bringen, die den Fragesteller weiterhelfen könnten. Wir sind hier nicht bei Gericht.

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@Schreiberlilli

So jetzt mal ganz langsam. Eifelmensch hat in diesem Zusammenhang völlig Recht. In Deutschland gilt Individualrecht und nicht Präzedenzrecht. Das heißt man kann sich nicht an anderen Urteilen orientieren. Irgendwo gelesen, reicht eben nicht aus, sondern es wäre Quelle hilfreich, wo man aus einem Urteilstenor ggf. Gleichheiten herausfiltern könnte. Insoweit könnte der Einwand von EM sehr hilfreich gewesen sein, weil der Kommentar von Truximuxi auch in die Falsche Richtung gehen könnte. Und genau deshalb ist es hier eine Ratgeberseite, damit auch andere ihren Senf dazu geben können und der Fragesteller sich sodann entscheidet, welcher Meinung er folgen möchte.

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@Volker13

ich glaub hier gings gerade nicht um recht oder unrecht, so hab ich es verstanden

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Ein Vater ist seinem Kind gegenüber immer Unterhaltspflichtig. Da ist man auch nicht "aus dem Schneider" ,wenn jemand anderes das Kind mit versorgt.Unterhalt muss immer gezahlt werden. Ich verstehe nicht ganz, wie du darauf kommst.

allein die bezeichnung aus dem schneider. hallo, da hat jemand ein kind gezeugt und will nur aus dem schneider sein. ich könnte echt k....n! widerlich so was

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Jeder Vater zahlt selbst für sein Kind den Unterhalt, auch wenn die Frau die Partner wie die Unterhosen wechselt..

manche väter scheinen das nicht zu kapieren

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Er ist und bleibt der Vater, auch wenn er für einige Zeit aus seinen Pflichten entlassen worden war.

vobei vater, na ja. wahrscheinlich hat er sein kind noch nicht mal gesehen. ist zwar ne unterstellung, aber passt ins schema drückeberger

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er ist und war eigentlich die ganze Zeit verpflichtet gewesen für SEIN Kind finanziell aufzukommen. Der andere Mann hat doch damit nichts zu tun.

klarer fall von drückeberger

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Papa 1 war nicht wirklich aus dem Schneider. Die Frage ist jedoch, ob überhaupt ein vollstreckbarer Titel vorliegt.

was heißt nicht wirklich?

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Meiner Meinung nach ist das ganz sicher so und auch legitim...

Beim machen hatte er doch auch seinen Spaß...

ja natürlich ist es das

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ja sicher muß er zahlen, es ist ja sein Kind.

na, das will ich meinen

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