Eine Frage an gläubige Katholiken! Wenn Ihr ein stilles Gebet sprecht, zu wem betet ihr (und warum?)?

Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Gott 62%
Maria 25%
Jesus Christus 12%

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Gott

Es ist generell im christlichen Glauben wie mir scheint, abhanden gekommen, was Beten heißt.

Gebet nach christlichen Verständnis ist ein trinitarisches Beten. Wir beten zu Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist. Das bedeutet, dass wir im Gebet Gott Vater ansprechen und ihn im Namen seines Sohnes bitten, dies geschieht in der Begabung des Heiligen Geistes, der uns rechtes Beten lehrt.

Wir beten nicht zu Maria, wir rufen sie an, damit sie eine Fürsprecherin bei Gott für uns sein kann. Genauso verhält es sich mit den Heiligen, auch sie beten wir nicht an, sondern wir bitten um Fürsprache, weil sie so nahe bei Gott sind, da sie ein "heiliges" Leben geführt haben.

52

Maria und auch die "Heiligen" Können euch nicht hören. Der Mittler zwischen Gott und den Menschen ist allein Jesus Christus. Alles andere gehört in den okkulten Bereich und ist somit Sünde.. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, 1. Timotheus 2:5

1
15

Was habe ich oben geschrieben? Wir beten durch Jesus Christus zum Vater, somit ist er der einzige Mittler!

Maria und die Heiligen sind keine Mittler, sondern Fürsprecher. Sie legen Fürbitte ein, so wie wir es auch tun können, wenn wir beten. Jedoch haben sie sich durch ihr heiliges Leben ausgezeichnet und konnten direkt in die Gottesschau gelangen.

2
13

Da die Frage klar im Bereich des Katholizismus angesiedelt ist, erlaube ich mir aus dem Katechismus der Katholischen Kirche zu zitieren:

969 „Diese Mutterschaft Marias in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gewährte und an der sie unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis zur immerwährenden Vollendung aller Auserwählten. Denn nach ihrer Aufnahme in die Himmel hat sie diese heilbringende Aufgabe nicht niedergelegt, sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu verschaffen ... Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter den Titeln der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen" (LG 62).

970 „Marias mütterliche Aufgabe aber gegenüber den Menschen verdunkelt oder vermindert die einzige Mittlerschaft Christi in keiner Weise, sondern zeigt ihre Kraft. Denn jeder heilsame Einfluß der seligen Jungfrau auf die Menschen ... fließt aus dem Überfluß der Verdienste Christi hervor, stützt sich auf seine Mittlerschaft, hängt ganz und gar von ihr ab und schöpft aus ihr seine ganze Kraft" (LG 60). „Denn kein Geschöpf kann mit dem fleischgewordenen Wort und Erlöser jemals zusammengezählt werden; sondern wie am Priestertum Christi auf mannigfaltige Weisen einerseits von seinen Dienern, andererseits vom gläubigen Volk teilgenommen wird, und wie die eine Gutheit Gottes in den Geschöpfen auf verschiedene Weisen wirklich ausgegossen wird, so schließt auch die einzige Mittlerschaft des Erlösers bei den Geschöpfen eine unterschiedliche Mitwirkung, die an der einzigen Quelle Anteil hat, nicht aus, sondern erweckt sie" (LG 62).

Ansonsten... Dem allgemeinen Sprachgebrauch nach beten wir sowohl zu Gott als auch zu Maria und zu den Heiligen. Dies basiert allerdings auf einer sprachlichen Ungenauigkeit bzw. auf dem allgemein verbreiteten Verlust der notwendigen Differenzierung. Nur den dreieinen Gott beten wir an. Nur vom dreienen Gott erbitten wir direkt bestimmte Gnaden. Maria und die Heiligen verehren wir und bitten sie, bei Gott für uns zu bitten. Maria genießt unter den Heiligen natürlich eine herausragende Stellung. Es gibt in der Katholischen Kirche ebenfalls teilweise die Vorstellung, dass die Mutter Gottes und Himmelskönigin von Gott dauerhaft mit zu verteilenden Gnaden ausgestattet wurde, so dass sie nicht jedes Mal fragen muss. Aber dies ist meines Wissens nicht dogmatisch festgelegt und gehört somit nicht zum verbindlichen Glauben der Katholischen Kirche.

2

Für eine objektive und zumindest im Ansatz seriöse Umfrage (auch wenn Umfragen hier auf GF so oder so eher Blösinn als alles andere sind), fehlt mindestens ein weiterer Punkt. Ob das nun "Sonstiges" oder "Zu niemandem" sei mag.

Denn so wie du es machst, versteifst du dich hier auf eine Zielgruppe von Menschen - nämlich nur auf gläubige Menschen und auch nur auf Katholiken. Wer eine Umfrage so gestaltet, ist meilenweit von jeder ernst zu nehmenden Umfrage entfernt. So etwas ist in den entsprechenden Kreisen normalerweise immer zutiefst verpönt.

Nur mal so als Denkanstoß.

33

Hast ja Recht! Natürlich ist die Umfrage hier nur als Scherz zu sehen! Die Anzahl der Antworten ist viel zu klein und ich habe auch keine Kontrolle darüber, wer hier antwortet.

Aber da ich mich in der Frage ausdrücklich an betende Katholiken wende macht "Sonstiges" und "zu niemanden" keinen Sinn. Zu mindestens daran ist nichts unseriös oder verpönt.

0
13

Den Einwand im zweiten Absatz kann ich kaum ernst nehmen. Warum soll es den Wert einer Umfrage schmälern, wenn die befragten Personen einer bestimmten Personengruppe angehören? Wenn man wissen will, was in einer bestimmten Personengruppe vorgeht, wäre es absurd, Personen zu befragen, die nicht zu dieser gehören. Genauso absurd wäre es, bei der Umfrage Optionen anzubieten, von denen man weiß, dass sie im Widerspruch zu den erklärten Vorstellungen der betrachteten Personengruppe stehen. Es wäre natürlich verwerflich, eine bestimmte Personengruppe zu befragen, und die Ergebnisse als allgemeingültig verkaufen zu wollen. Aber das will der Fragesteller ja nicht tun.

Den ersten Absatz kann ich dagegen teilweise unterstützen. "sonstige Heilige" würde mir einfallen. "Zu niemandem" dagegen ist keine sinnvolle Antwort auf die Frage, zu wem man bei einem stillen Gebet betet. Entweder man betet nicht oder betet zu jemandem. Zu niemandem "beten" könnte man höchstens als "meditieren" bezeichnen.

1
Gott

Alles richtet sich immer letztlich an Gott.

Man betet nie Maria an, sondern man verehrt sie nur im Gebet, betet ,,zu ihr", aber betet sie nicht.

Was möchtest Du wissen?