Eine Frage an die Psychologen, Psychiater, Ärzte...?

14 Antworten

Ich denke, dass es ,, depressive Verstimmungen, Depressionen, Angststörungen,, schon immer gegeben hat. Doch früher hatte man nicht die Möglichkeit, diese Beschwerden, beim Namen zu nennen. Und die meisten Ärzte auch nicht, denn es war nichts organisches, was man untersuchen konnte, weil ja auch nichts weh tat. Man konnte es noch nicht mal richtig erklären und deshalb wurde das auch nicht ernst genommen. Man bekam höchstens gesagt, man soll sich nicht so anstellen.

Die Menschen mussten also damit leben und das haben die meisten auch getan, weil ihnen nichts anderes übrig blieb um nicht für verrückt gehalten zu werden. Für depressive Verstimmungen, suchte man nur irgendeinen Anhaltspunkt und das war dann eben so, weil sie nach einer Zeit auch wieder weg waren. Wirkliche Depressionen, waren und sind ganz andere Beschwerden, als wie heute schon halbe Kinder und Jugendliche , ihr Unstimmigkeit bezeichnen.

Die Zeit ändert immer vieles, was meistens auch gut ist, aber wie es sich heute entwickelt, ist vieles nur noch erschreckend. Und am schlimmsten ist, dass niemand das sehen und etwas unternehmen will. Wie schon gesagt wurde, geht es den meisten Menschen zu gut.Und dadurch sind sie zu wehleidig und fühlen sich bei jeden Unwohlsein krank.Das fängt schon bei Kindern an . Sie sind oft zu verwöhnt, weil mit jedem kleinen Kratzer gleich zum Arzt gelaufen wird, weil man ihnen nicht sagt, das ist nicht so schlimm

Viele werden in Watte gepackt und lernen nicht, dass man auch Dinge aushalten kann, im Gegenteil, Mütter bzw. Eltern machen es oft noch schlimmer, weil sie es irgendwo gelesen, oder gehört haben. Sie geben Kindern keinen Halt und Schutz mehr, mit Grenzen und Regeln, so dass sie lernen, dass gewisse Dinge nun mal so sind und man damit leben muss.

Dann muss man sich nicht wundern, wenn junge Menschen nicht mehr wirklich wissen, was es heißt, mit dem Leben fertig zu werden, und irgendwelche psychische Störungen entwickeln. Doch dadurch haben sie lange noch keine Depressionen, denn die hat man, wenn die Seele krank ist und nicht wenn man missgestimmt ist, weil man mit einigen Dingen nicht klar kommt.

Soviel ich weiß, sollen Depressionen/Angst zugenommen haben. Die Gründe dafür, die es damals nicht so gab sind:

z. B. der Arbeitsplatz (mehr Druck am Arbeitsplatz, Angst um den Arbeitsplatz u. dadurch auch Mobbing am Arbeitsplatz wird häufiger)

finanzielle Probleme, z. B. durch Leiharbeit verdient man weniger oder Scheidung

die Pflegebedürftigkeit, (wenn man einen Angehörigen pflegt)

Reaktionen auf Ereignisse werden unterschiedlich emotional verarbeitet. Es kommt darauf an, ob man damit fertig wird oder nicht und dann zum Arzt geht.

Die Statistik macht der Arzt, die Kasse und Medien berichten davon.

Ich bezweifle eine echte Zunahme psychiatrischer Krankheiten.

*Ich bezweifle eine echte Zunahme psychiatrischer Krankheiten.*

So sehe ich das auch, würde es nur mit einer anderen Bedeutung ausdrücken.

Ich bezweifle eine Zunahme echter psychiatrischer Krankheiten.

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@monky408

Stimmt. Die Quantität in der Statistik sagt nichts über ihre Qualität aus.

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Beides.

Die immer schnellere Vertaktung unseres Lebens und der ständige tatsächliche oder vermeintliche Zwang zur (Selbst-)Optimierung führen zu immer größeren Belastungen, die sich gerade in Form von Depressionen oder anderen psychischen Störungen manifestieren.

Gleichzeitig ist auch der Umgang mit psychischen Störungen viel offener geworden, was dazu führt, dass solche Erkrankungen häufiger von den Betroffenen als solche empfundenwerden und man sich auch entsprechende Hilfe sucht.

Und drittens ist es auch an manchen Stellen sicherlich "modern" geworden, eine psachische Erkrankung vorweisen zu können. Aus schlechten Essern sind Essgestörte geworden, aus Leuten, die einfach nicht rechnen können, sind jetzt bedauernswerte Menschen mit Dyskalkulie geworden, gewöhnliche Hänseleien werden als Mobbing tituliert; die Liste lässt sich annähernd endlos fortsetzen.

Und natürlich pflegt gerade die deutsche Gesellschaft seit jeher einen sehr ausgeprägten Hang zur Zukunftsangst, im Fachjargon unmissverständlich als "German angst" tituliert. Wir neigen, bei allen realen Bedrohungen, ziemlich schnell zur Hysterie und dazu lautstark um Hilfe zu schreien, wo es uns selber an Mumm fehlt, die Zukunft anzupacken.

Beides trifft zu.

Das Leben wird immer stressiger bzw. die Menschen setzen sich selbst immer mehr unter Druck/Stress. Daher steigt auch die Anzahl an Menschen mit Depressionen.

Genauso wird mit dem Thema offener umgegangen. Und das ist auch richtig so. Man muss sich damit nicht verstecken. Nur weil man Depressionen hat, ist man ja kein schlechter Mensch oder ein „Psycho“. Viele haben Depressionen und bemerken es nicht. Die wenigsten haben Selbstmordgedanken oder ähnliches. Bei vielen ist es einfach Erschöpfung und Motivationslosigkeit. Auch das können schon Depressionen sein.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Human- und Veterinärmedizin

Je besser es den Leuten geht, desto wehleidiger werden sie - es wird Zeit, dass es mal wieder richtigen Stress gibt ...

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