Eine Erklärung, warum die ''Passivform'' für Liebesbriefe zu rechtfertigen ist?

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5 Antworten

Pourquoi justifier le passif pour les lettres d'amour? Pourquoi pas le passif? Quel est le contexte de cette question?

Die Frage, die ich gestellt bekommen habe, ist folgende: ''Für welche Texte ist die Passivform zu rechtfertigen?''  

''Liebesbreife, moderne Gedichte oder Gesetzestexte.''

Ich habe gelesen, dass die Antwort: ''Liebesbriefe'', die richtige ist und möchte wissen, warum.

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@Leminee

Ich wüsste nicht, warum es in modernen Gedichten und Gesetzestexten kein Passiv geben sollte. 

Für die Liebe: Sie ist etwas, das Menschen passiert. Worunter sie mitunter auch leiden können. Lieben bedeutet nicht nur, anderen Zuneigung zu geben, sondern sie auch zu bekommen.

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@LolleFee

...keine Ahnung, was der Fragesteller von mir erwartet   

Aber wenn ich mir Gesetzestexte lese, merke ich, dass die Passivform dafür nicht zu rechtfertigen ist...

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@Leminee

Aus dem Grundgesetz:

Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Noch mehr? =))

Die Passivform ist in Gesetzestexten deshalb so beliebt, weil man sich damit so herrlich unpersönlich ausdrücken kann ;))

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@LolleFee

Ich meinte, dass die Passivform sowohl in Gesetzestexten gebraüchlich ist als auch in Liebesbriefen, von daher frage ich mich, was der Fragesteller erwartet... 

Also das ''nicht'' in meinem Satz ist natürlich ein Tippfehler gewesen.

Danke für deine Antwort :)

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Randbemerkung: Das Wort "Passiv" hat von der ursprünglchen Bedeutung des Worts mit LEID, LEIDEN zu tun.  Liebe soll ja auch mit Leid zu tun haben.

Ansonsten: siehe LolleFee. (Warum sollte "geliebt werden" NICHT in einem Liebesbrief vorkommen?)

Wenn man vom Unterschied zu einem  anderen Geschehnis ausgeht. "Hättest du mich nicht geküsst, küsste ich noch heute täglich mein Meerschweinchen." 

Entschuldige, ich habe deine Frage nicht richtig verstanden. Oben hab ich den Konjunktiv benutzt. Passiv form ist soetwas wie "von dir geküsst zu werden" das kann man benutzen um z.b. solche "...ist wie eine Berührung des Glücks" vergleiche anzustellen. Aber da gibt es bestimmt noch mehr wege diese zu nutzen.

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Arbeitest du diese Fragen hier ab?

http://www.deutschunddeutlich.de/contentLD/GD/GEx75dDeutschlehrer.pdf

Dann sollte der Autor Schillers Glocke aber korrekt zitieren können - bis auf den fehlenden Apostroph... (18.)

Und die Passivform tritt in Gesetzestexten auf:

Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
[Grundgesetz, Art. 4 (3)]

Oha! Wenn das quasi der "Eignungstest" für DeutschlehrerInnen sein soll, wundert mich bei manchen Menschen gar nichts mehr... Der Test ist meines Erachtens Oberquatsch.

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Passivform - tja, wie nun?

ich liebe dich - du wirst von mir geliebt 

meine Lippen wollen dich küssen - du willst von meinen Lippen geküsst werden (oder so)

ich brauche dich - du wirst von mir gebraucht (äh!)

Meintest du das? Wenn nicht - was sonst? Wofür willst du die Passivform verwenden und auch noch rechtfertigen? In welchem Druck steckst du? Muss ich mir Sorgen um dich machen?

Lies mal die Kommentare :)

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@Leminee

Also ich glaube, ich würde aus Verzweiflung lieber die Gesetzestexte wählen.

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@Spielwiesen



Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.




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