Eine bessere Staatsform als Demokratie?


28.01.2020, 19:29

Okey ich sehe ein Klares Bild das Demokratie wohl der beste Quatsch ist den wir bisher haben.

Das Ergebnis basiert auf 22 Abstimmungen

Gibt es nicht da... 73%
Gibt es zum Beispiel... 27%
Es gibt gute Alternativen jedoch sind diese nicht viel besser 0%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Gibt es zum Beispiel...

Mit "Demokratie" meinst du ja unser System des Parlamentarismus. Dieses System vertritt aber nicht die Interessen der Arbeiterklasse, sondern die der Klasse der Kapitalisten. Deswegen strebe ich eine Rätedemokratie, die die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in den Vordergrund stellt, an. Das ist eine bessere Alternative zum Parlamentarismus.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium des Marxismus und der Arbeiterbewegung
Gibt es nicht da...
Ich denke das Demokratie wohl nicht die allerbeste Staatform ist die es gibt

Nicht? Welche Staatsformen kennst du denn? Und warum "denkst" du so negativ über die Demokratie?

jedoch würde ich gerne Ideen Sammeln welche alternativen es denn gibt.

In der geschichtlichen Vergangenheit wurden alle bekannten Staatsformen schon ausprobiert. Wirkliche "alternativen (!)" zur Demokratie, die wie diese den Menschen Freiheiten, rechtliche und soziale Sicherheit sowie politische Mitwirkung einräumen, gibt es bis heute nicht.

Okey ich sehe ein Klares Bild das Demokratie wohl der beste Quatsch ist den wir bisher haben.

Ich sehe nicht, was du sehen willst, zumal du dein negatives Urteil nicht einmal ansatzweise begründest!

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Obwohl sie nur eine fiktive Gesellschaft ist, die von Karen Traviss erdacht und definiert wurde, so finde ich die Mandalorianische Lebensweise als die Beste. Es ist eine Mischung zwischen Demokratie und Diktatur. Es wird vom Volk ein Diktator gewählt, der für die Dauer seiner Herrschaft die endgültige Entscheidungsmacht über den Kurs des Staates hat. Allerdings sollte der Gewählte sich als Unwürdig für die Führung erweisen steht es jedem Mandalorianer frei den amtierenden Mandalore heraus zu fordern und zu eleminieren. Keine Wächter, keine Vertreter, nur der Anführer und sein Herausforderer.

Der Grundgedanke dahinter ist, das ohnehin jeder Mandalorianer für seine eigenen Handlungen uneingeschränkt die Verantwortung übernehmen muss (Götter oder andere Glaubensausreden werden niemals akzeptiert). Es gibt keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, nichtmals in der Sprache und jeder hat die gleichen Rechte. Ebenso ist ausnahmslos jeder sowohl im militärischen, wie auch im zivilen ausgebildet um sowohl einen produktiven Beruf aus zu üben der seinen Anlagen und Neigungen entspricht, wie auch im Notfall sich selber und Angehörige verteidigen zu können. Doch sollte einmal das ganze Volk in Gefahr sein, ist es der Mandalor der die Führung übernimmt und den Kurs aller bestimmt. Dem beugt sich dann aber auch jeder um für den Erhalt der Gemeinschaft zu kämpfen.

Das setzt natürlich das uneingeschränkte Mitwirken aller Beteiligten Vorraus. Es ist also nicht nur eine Staatsform, sondern auch eine Lebensweise die man aus voller Überzeugung leben muss. Leider sieht die Realität so aus, das wir uns in Gesellschaften und Kulturen unterteilen in denen solch eine Denkweise eher ausgestoßen denn gefördert wird. Besonders die Religionen diese Erde sind ja bekanntermaßen die größten Feinde von Freiheit, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit.

Ich finde die Demokratie schon gut, aber auch in Deutschland wäre sie verbesserungswürdig. Es gab doch vor Kurzem eine Abstimmung über die Widerspruchslösung bei der Organspende. Obwohl die meisten Menschen diese Sache befürwortet haben, hat der Bundestag recht deutlich dagegen gestimmt. Das ist nicht gerade das, was ich unter "Vertretung des Volkes" verstehe.

"Ähnlich das Bild bei der FDP: Während hier laut ZDF-Politbarometer die Zustimmung unter den Anhänger für die Widerspruchslösung mit 73 Prozent am höchsten von allen Parteien war, stimmte die Fraktion mit ziemlich ähnlichen 73,8 Prozent gegen die Widerspruchslösung."

(https://www.zdf.de/nachrichten/politik/auswertung-der-organspende-abstimmung-afd-und-gruene-einig-100.html)

Wenn die Mehrheit abstimmt "Dass alle Juden raus aus Deutschland sollen", wird das hoffentlich trotzdem nicht umgesetzt und der Bundestag stimmt dagegen. Ansonsten übernimmt hoffentlich der Verfassungsschutz den Rest.

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@Tonis9706

Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Finde nicht, dass man sie so vergleichen kann.

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@MitFrage

Mhhh ich finde schon. Den Bürger zu irgendwas zwingen soll immer lange Wege der Gegenwehr beinhalten. Beispielsweise eine Impfpass-Pflicht.

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@Tonis9706

Ich finde wenn die Mehrheit das zB will (das Beispiel mit den Juden, egal wie absurd es ist), muss es auch umgesetzt werden. Wenn alle das wollen würden, würde es sich eh durchsetzen und alles was im Weg ist, würde früher oder später abgebaut werden.

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Wenn du dir die Umfragen genauer ansiehst, relativiert sich diese Mehrheit: Da kommt nämlich ein "im Prinzip ja. .." heraus. Auf die konkrete Nachfrage: "Wenn Sie sich damit unwiderruflich binden, würden Sie auch dann sofort den Ausweis unterschreiben?" sieht die Antwort anders aus.

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@Hardy3

Nur, dass der Ausweis eben, wie auch die Widerspruchslösung nicht unwiderruflich ist, die Frage ist also vollkommener Schwachsinn.

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@HansImGlueck178

Weißt du, als Betriebsrat habe ich den Wankelmut der Menschen - und das Abrücken von geäußerten Überzeugungen - zur Genüge kennengelernt. Vielleicht sehe ich deshalb solche Äußerungen zu kritisch, aber die Lebenserfahrung hat mir bisher Recht gegeben.

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@Hardy3

Du hast also völlig andere Fragen gestellt und dann eine andere Antwort bekommen? Na das ist ja ein Wunder...

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Wobei man ja auch sagt, dass jeder Abgeordnete nach seinem eigenen Gewissen entscheiden sollte. Das ist aber nicht "jeder muss sich nach Umfragen richten".
Entscheide ich mich nach meinem Gewissen, richte ich mich ehrlich gesagt auch nicht nach Umfragen oder der Mehrheit.  

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Gibt es nicht da...

Diese sogenannten Demokratien sind doch mehr Lobbykratien, wo die Geschäftswelt das Sagen hat. In manchen Staaten herrscht geradezu eine Wirtschaftsdiktatur.

Eigentlich müsste man Politik und Wirtschaftsinteressen trennen, so wie in Demokratien die drei grundlegenden Staatsgewalten auch voneinander getrennt sind. Bei uns betont das aber nur die ÖDP in ihrem Programm.

Außerdem verkommt eine Demokratie leicht zur Mehrheitdiktatur, in der die mehrheitlichen Interessen und Meinungen maßgebend für alle sind. Es ist aber unerläßlich für eine Demokratie, auch die Rechte von Minderheiten zu wahren und ihnen Freiheit zur Lebensgestaltung zu belassen.

Ferner muss so weit wie nur irgend möglich die Natur verschont werden und es müssen überall auch Naturgebiete erhalten bleiben. Das erscheint mir aus Gründen des Einklangs mit den Lebensgrundlagen und seelischen Grundlagen wesentlich für eine Demokratie.

Das Problem ist, dass Demokratie in unserem Denken untrennbar mit Kapitalismus verbunden ist. Dem ist aber eigentlich nicht zwingend so.

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@Panazee

Dem Kapitalismus könnte man sinnvolle und soziale Regeln auferlegen, damit sozial- und naturverträglich wird; man nannte das einmal "soziale Marktwirtschaft". Aber wenn der Kapitalismus regiert und die Macht hat, schaut es schlecht aus, und demokratisch ist das schon gar nicht.

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@Panazee

Ich meine ich bin ja nicht gegen Demokratie oder so aber machen denke ich mir das mache Dinge für die Menschheit besser ist auch wenn man diese gegen den Willen der Menschen einführen müsste

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