Eine Apothekerin hat vor einigen jahren meine mutter angerufen und gefragt, warum ich ein medikament nehme, darf sie das und was hätte ihr geblüht?

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6 Antworten

Es gehört zu den Aufgaben einer Apothekerin, die Mischung von eingenommenen Präparaten hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen etc. zu hinterfragen und den Kunden entsprechend zu beraten, wenn ihnen etwas auffällt. Sie sind hier als zweite Sicherung für den Kunden neben dem Arzt gedacht, bei rezeptfreien Präparaten sogar die einzige Instanz. Leider nehmen dies kaum noch Apotheker ohne konkrete Nachfrage wahr.

Andererseits gibt es die Schweigepflicht nach § 203 StGB auch für Apotheker, die, abhängig von Alter (nicht unter 14) und individueller Einsichtsfähigkeit, auch für Minderjährige gilt. Allerdings sind für Minderjährige die Erziehungsberechtigten antragsberechtigt, hier bisse sich die Katze in den Schwanz.

Deine Frage ist deshalb schwierig zu beantworten, denn hierzu müßten wir Dein Alter zu dem Zeitpunkt und ggf. ein Gutachten über Deine damalige Einsichtsfähigkeit kennen. Je gravierender die mögliche Schadwirkung bei Einnahme ist, desto stärker wäre dies auch zu beachten, z.B. wenn Du 500 Packungen Paracetamol kaufen wolltest (das hätte suizidäre Dimensionen und dann wäre die Einsichtsfähigkeit zulässig in Frage zu stellen).

§ 203 Abs. 1 StGB sieht dabei eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe vor. Es handelt sich dabei aber um ein absolutes Antragsdelikt, ein Antrag wäre 3 Monate nach Bekanntwerden zu stellen, ansonsten findet keine Verfolgung statt (§ 77b StGB). Hinzu kommt eine Verfolgungsverjährung von 3 Jahren nach Verübung der Tat.

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Wenn der betreffende Patient häufiger in die Apotheke kommt, wissen die Apotheker oftmals schon, welche Medikamente besagter Patient verordnet bekommt. Manchmal ergeben sich hier unerwünschte Wechselwirkungen. Ein verantwortungsvoller Apotheker wird dann sehr wohl nachfragen, warum, wieso und weshalb diese Medikamente (in dieser Kombination) eingenommen werden sollen.

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Fragen ja, ob man wahrheitsgemäß antworten muss, ist etwas anderes. Vielleicht hat sie ja Gründe gehabt, z.B. weil das Medikament eigentlich nicht für Kinder zugelassen war.

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ja sie darf es und ihr hätte nichts "geblüht". Deine Mutter so wie auch die Apothekerin kennen deine Medikation!

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Und warum kommst du jetzt, nach Jahren, mit dieser Frage?

Der Apothekerin und deiner Mutter hätte nichts "geblüht".

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ja das darf Sie

Wenn sie einen bestimmten verdacht hat das man diese Medikamente Missbruacht.

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