Eine 6 im Religionsunterricht wegen seiner Religion?

26 Antworten

Hans ist in Deutschland. Wenn er sich für Religionsunterricht entscheidet - oder eben seine Eltern--- dann muss sich Hans damit abfassen , dass er eben den lieben Herrgott malen soll und nicht Allah. Die Lehrerin ist also voll im Recht. Wenn Hans - oder seinen Eltern das nicht passt, dann muss Hans eben statt Religion Ethik- Unterricht machen.

So ist es.

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@beast: Unabhängig davon, dass die Frage offensichtlich ein Fake ist, muß ich Dir aber auch sagen, dass die Lehrerin keineswegs im Recht ist!!!!!! Und zwar geht es hier nicht um die Frage ob Gott oder Allah, also um das viel diskutierte Thema Chritentum - Islam.

Es geht darum, dass alleine die Frage bezüglich Gott als Person eine Frage darstellt, die Kinder prinzipiell nicht beantworten geschweige denn zeichnen können.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Frage nach Gott um eine philosophische Frage, die je nach familiärer und religiöser Erziehung völlig unterschiedlich beantwortet wird oder auch nicht beantwortet werden kann. Das gilt für deutsche Kinder gleichermaßen wie für Muslime.

Eine meiner Töchter (evangelisch getauft) hatte in Religion in der 5. Klasse am Gymnasium in einer Ex ebenfalls eine 6 bekommen, in der folgende Frage gestellt wurde:

"Glaubst du an Gott und wie ist Gott beweisbar".

Meine Tochter war mit dieser Frage nicht einverstanden, weshalb sie auf das Blatt schrieb "ich glaube nicht an Gott und deshalb ist er für mich auch nicht beweisbar". Meine Tochter ist wie gesagt evangelisch getauft und wuchs durchaus mit christlichen Werten auf. Aber sie hat sich nie identifizieren können mit den "Figuren", die über die christliche Lehre aufgebaut und genannt werden. Dazu zählte eben auch Gott.

Sie hat die christlichen Werte durchaus geschätzt und auch gelebt, aber Gott war für sie ein nicht faßbares Wesen, weshalb sie auch nicht an ihn glaubt.

Die Antwort war also ehrlich. Ich bin daraufhin in die Elternsprechstunde des Religionslehrers gegangen und habe mir erst mal die Ex meiner Tochter angeschaut sowie die exakte Fragestellung.

Da ich zu dem Schluß kam, dass die Darstellung der Figur Gottes für jede Person letztlich eine grundsätzliche philosophische Frage darstellt, mit der Schüler in der Altersstufe 11 Jahre schlicht und ergreifend überfordert sind, das schaffen teils nicht einmal Religionstheoretiker, intervenierte ich gegen die Ex im allgemeinen und sorgte dafür, dass sie seitens der Schulleitung für ungültig erklärt wurde, und zwar für alle Schüler.

Bei einer entsprechenden Nachfrage bekommt man jederzeit auch beim Kultusministerium Auskunft.

Auch im Falle der hier genannten Frage - wenn der Vorfall tatsächlich echt wäre - wäre eine Intervention jederzeit möglich gewesen und die Ex hätte für ungültig erklärt werden müssen.

Die Lehrerin hatte also keinerlei Vorgabe und demzufolge auch kein Recht für eine Benotung dieser Art mit der Begründung der Arbeitsverweigerung!

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Ich denke, hier liegt einfach ein Missverständnis vor. Ich vermute, die Lehrerin glaubte, er lehne es ab ihre Arbeitsaufträge durchzuführen oder er lehne Gott ab. Wenn sie gefordert hätte, dass er Allah malt, hätte er es getan.

Ihr scheint die Information zu fehlen, dass im Islam kein Bild von Gott gemalt werden darf. Oder ihr ist es in der Hektik des Unterrichtsgeschehens nicht eingefallen.

Zu deiner Frage, ob er aufgrund der Religion eine 6 bekommen darf: NEIN.

Zur Frage, die du nicht gestellt hast, wie man am besten damit umgeht: Diplomatisch. Gestehe der Lehrerin zu, dass der Unterrichtsalltag oft sehr schnelle Entscheidungen erfordert und nicht erst nach allen Seiten alles durchleuchtet werden kann. Sprich von einem Missverständnis und sag, dass sie sicher nicht wusste, dass es Kinder des Islams wirklich verboten ist, Bilder von Gott zu malen und dass der Junge in einem inneren Konflikt war. Bleib freundlich und lächele und sag dir im Hinterkopf, dass es sicher zu klären ist. Biete an, dass er dafür den anderen Kindern etwas über das Bilderverbot im Islam erklärt und die Sure malt. Ich denke, sie wird drauf eingehen.

Zu den anderen, die meinen, ein islamisches Kind darf nicht am christlichen Religionsunterricht teilnehmen: Stimmt nicht. Es gibt genug Schulen, die bieten gar keine Alternative und da nehmen dann alle Kinder teil. Klar kann es verweigert werden...handelt es sich um eine christliche Schule (zb katholische Grundschule) bedeutet diese Verweigerung aber auch oft, dass das Kind gar nicht erst auf der Schule aufgenommen wird. Die müssen nur einen geringen Prozentsatz nichtkatholischer Schüler aufnehmen und da nehmen sie dann meist evangelische oder im Ausnahmefall muslimische, die sich zu allem bereit erklären, auch zu christlichem Religionsunterricht. In machen Gegenden gibts auch nur eine einzige Schule für Schüler aller Bekenntnisse, die wegen Sprachprobleme dann im Untterichtsstoff weit hinter den anderen SChulen hinterherhinkt. Hat man ein kluges muslimisches Kind (das zB mal auf ein Gymnasium will), ist manchmal ein solcher Kompromiss zwingend nötig, will man auch eine gute Schule für es haben.

In meinen Augen ist das Diskriminierung. Man kann ja mal mit einem Vertrauenslehrer sprechen. Wenn ein Kind verletzt ist und nicht über einen Bock springen kann, wegen der Verletzung (wegen des Glaubens kein Bild malt über Gott), und die Lehrerin dem Verletzten Kind noch eine 6 gibt, wie siehst du das?

fall doch nicht auf den moslemheuler rum

schon mal etwas vom 3. gebot gehört?

du sollst dir kein bild von deinem gott machen

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@rotgrueneruga

Aha. Schönes Gebot. Von welcher Religion stammt dieses Gebot? Bei den Christen jedenfalls ist das dritte ein anderes Gebot.

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@MarcoAH

Völlig egal ob 2. oder 3.. es steht nun mal in den 10 Geboten, dass man sich kein Gottesbild machen soll, kein (christlicher) Religionslehrer würde daher seinen Schülern den Auftrag geben, ein Bild von Gott zu malen. Da braucht wohl jemand Aufmerksamkeit, DHs oder was auch immer.

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@mapmap96

Meinst du, jeder Lehrer unterrichtet nur sein studiertes Fach? Oder hat IMMER Recht?

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