Eindrücke aus dem Rettungsdienst?

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3 Antworten

Wenn du volljährig bist, kannst du gern ein Praktikum im Rettungsdienst absolvieren.
Einfach per Email nachfragen und vielleicht auch dazu schreiben, dass du gern die Ausbildung zum NotSan machen möchtest. 

Ich hatte auch große Bedenken was die Einsätze angeht. 
Anfangs war es für mich doch "etwas belastend" die Patienten und v.a. die aufgelösten Patienten zu sehen - egal ob es ein dramatischer Fall war oder nicht. 
Aber man gewöhnt sich an solche Situationen - es kommt Routine rein. 

Man muss jeden Tag darauf gefasst sein etwas "negatives" zu erleben.
Es ist völlig in Ordnung sich selber im Vorfeld die Frage zu stellen ob man es verkraftet. 

Meinen Erfahrungen zu folge hat man während einer solchen Extremsituation keine Zeit nachzudenken. 
Nach dem Einsatz sieht es natürlich etwas anders aus- aber auch da hat man immer Kollegen/ KIT die einem zur Seite stehen.
Es gibt auch die Möglichkeit,, sich noch während dem Dienst "austauschen" zu lassen wenn man das Gefühl hat, man kann in den nächsten Stunden nicht mehr klar denken.
Es ist nur wichtig, Hilfe rechtzeitig anzunehmen- nicht alles in sich reinfressen bis man nicht mehr kann.

Ich will mich meinem Vorredner noch anschließen:
Man kommt nicht jeden Tag in solche Extremsituationen. Meistens sind es wirklich "nur" internistische o. chirurgische Einsätze. Auch manchmal komplette scheiß Einsätze auf die man überhaupt keine Lust hat:
Sonntag, 3 Uhr morgens, Rückenschmerzen (das schon 4 Wochen lang) - Patient hat aber noch die Kraft + Zeit 20 Minuten durch die Wohnung zu springen und die Tasche fürs Krankenhaus zu packen packen. Stell dich auch auf sowas ein ;) 

Viel Erfolg und Spaß! 

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Kommentar von xXGrisux
06.09.2016, 19:45

Und wie sieht es aus, das ist jetzt blöd gefragt aber ich habe wenn es zum Impfen kommt oder beim Blut abnehmen ein komisches Gefühl. Eventuell sogar ein bisschen Angst... Liegt das am eigenen Körper oder wird das bei einer Ausbildung im Rettungsdienst ein Hindernis? :(

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Guten Morgen

Um ein Praktikum im Rettungsdienst zu machen musst du in den meisten Regionalverbänden mindestens 16 Jahre alt sein. Dan kannst du auf dem Krankenwagen als 3. Mann (Praktikant) mitfahren. Für den Rettungsdienst (Rettungswagen) der zu Notfalleinsätzen fährt musst du oft schon 18 Jahre alt sein. Einige Wachen verlangen für ein Praktikum auf dem Rettungswagen auch schon eine Qualifikation wie den Sanitätshelfer oder den Rettungsdiensthelfer. 

Was das allerdings betrifft wende dich einfach an einen Ortsverband in deiner Nähe. 

Ich meine Damit extreme Einsätze, Verletzungen oder sonstige.

Das ist der große Irrglauben der Bevölkerung das man im Rettungsdienst ständig zu schweren Unfällen und Erkrankungen gerufen wird. Klar gibts Rettungswachen die in der nähe zu Autobahnen liegen die öffter zu Verkehrsunfällen gerufen werden wie andere. 

Aber im normalfall hast du zum größten Teil Internistische Notfälle abzuarbeiten wie schlechter Allgemeinzustand, Kreislaufkollaps, Herzinfarkt und Krankentransporte. Zwischendurch kommt mal n kleinerer Sturz oder ne leichte Schnittwunde. 

Das ist das Alltagsgeschäft im Rettungsdienst. 

Wen man wirklich mal zu nem Einsatz kommt der sich im Verlauf als belastend rausstellt. Gibt es erstens die Kollegen an die man sich jederzeit wenden kann. Und zweitens gibt es das Krieseninterventionsteam (KIT) das für die Einsatzkräfte zur Verfügung steht und die Nachbetreuung übernimmt. 

An deiner Stelle würd ich mir eher überlegen ob du mit dem Schichtdienst und der Bezahlung zurecht kommen würdest. Das sind für die meisten eher Probleme als die eventuellen belastenden Einsätze.

VG Anemone95

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Frage doch einfach einmal bei einem Rettungsdienst nach, vielleicht kannst du so eine Art Praktikum machen.L.G.

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