Eindeutige Symptome - Anzeichen einer Depression?

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7 Antworten

Geist über Körper. Psyche kann so einiges mit dem Körper anstellen.

eine depression kann viele begleitsymptome hervorrufen. die hauptsyntome sind jedoch freudlosigkeit (die unfähigkeit freude zu empfinden), konstante traurigkeit, intressensverlust (an allem), hoffnungslosikeit (jemals wieder gesund zu werden) und antriebslosigkeit (keine oder fast keine kraft zu haben den alltag zu bewältigen). diese symptome müssen mindestens 2 wochen dauerhaft in einer relativ starken intensität vorhanden sein. sogenannte sekundär bzw. nebensymptome gibt es wie sand am meer: angst, depersonalisierung/deralisierung, libidoverlust, kopfschmerzen, konzentrationsstörungen, schlafstörungen usw. usf. es gibt zudem verschiedenste arten von depression wie z.b. major depression, bipolare störungen, erschöpfungsdepressionen (burn out), wochenbett depressionen, psychotische depressionen (sehr selten), somatisierende depressionen, agitierte depressionen usw. neben psychotherapie werden depressionen oft mit antidepressiva und stimmungsstabilisatoren behandelt.

angststörungen werden einer depression untergeordnet, sofern diese ausgeprägt vorhanden ist. dennoch sind angststörungen eine der häufigsten ursachen für psychiatrische und/oder psychologische behandlungen. es gibt diverse formen der angststörungen, welche auch gemischt auftreten wie z.b. generalisierte angststörung, panikattacken, agoraphobie, zwangsstörungen usw. diese haben diverse nebensymptome, ihr gemeinsamer nenner ist die angst. ängste gelten im verglich zu anderen psychischen erkrankungen meist als gut behandelbar. neben psychotherapie werden meist benzodiazepine zur kurzfristigen therapie angewannt. da diese ein hohes abhängikeitspotenzial besitzen kommen längerfristig vorallem antidepressiva der SSRI/SSNRI klasse zum einsatz, welche ironischerweise gegen ängste zuverlässiger wirken als gegen depressionen.

eine borderline störung ist eine persönlichkeitsstörung. sie ist vorallem gekennzeichnet durch die wechselhafte idealisierung und ablehnung des gleichen themas, person usw. zudem sind symptome von minimalem selbstwert-gefühl, fehlende kontrolle über wut, selbstverletzungen, impulsivität (sexualität, umgang mit geld, essen, suchtmittel usw), chronische innere leere, kurz andauernde paranoide vorstellungen usw. sehr häufig. diese können zu depressionen und angststörungen führen, was in diesem falle jedoch eine untergeordnete diagnose ist (hauptdiagnose persönlichkeitsstörung). medikamente gegen eine persönlichkeitsstörung ansich existieren nicht, nur gegen die begleitsymptome. intensive psychotherapie ist bis heute die einzige behandlungsmöglichkeit.

es treten bei keiner erkrankung immer alle symptome auf, jedoch ist eine gehäufte anzahl der symptome für eine diagnose von belangen.

grundsätzlich ersetzen medikamente in keinem dieser fälle eine psychotherapie und sind zudem mit starken nebenwirkungen verbunden (keine glückspillen). sie sind lediglich das kleinere übel.

diese zeilen ersetzen keine fachmännische diagnose, sie sind lediglich als anhaltspunkte gedacht. ich empfehle dir dringend, dich durch eine fachperson beraten zu lassen. manchmal ist es auch nötig eine zweitdiagnose einzuholen, also zu einem unabhänigen psychiater/psychologe zu gehen und die erstdiagnose nicht im detail zu erwähnen sondern lediglich zu sagen, dass du eine zweitmeinung willst.

somit sollte deine frage ansatzweise beantwortet sein. ich erwähne es nochmals: kein forum dieser welt ersetzt dir eine diagnose/behandlung durch eine fachpersen.

Hi also ich bin auch 16 und nicht gerade Fachlich die beste. Allerdings kann ich dir sagen das wenn Körperlich alles gut ist hängt es mit deiner Psyche zusammen und das solltest du untersuchen lassen und zwar dringend. Am besten zum Arzt gehen und nach einer überweisung in eine Klinik(psychatrie) nachfragen. Es hört sich schlimmer an als es ist. da können sie dir aber wenigstens weiter helfen und dir auch vielleicht sagen was du genau hast. Und all diese Beschwerden können damit zusammenhängen das nennt man auch "Phantomschmerzen" und diese können sehr schlecht enden also bitte lasse dir in einer klinik oder so weiter helfen. 

ArabellaMeyer 27.06.2015, 13:47

Ich dachte, Phantomschmerzen sind Schmerzen in Gliedmaßen, die nicht mehr vorhanden sind..

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In Behandlung war ich schon oft, muss ich aber wahrsheinlich wieder.

Das sehe ich genau so. Ob du deine Krankheit nun Borderline, Neurose oder Depression nennst, ist doch echt egal. Das ist allenfalls für den Behandler wichtig, um mit der Krankenkasse die Therapie abzurechnen.

Psyche und Körper kann man nicht trennen, das eine beeinflusst das andere. Jede psychische Erkrankung hat körperliche Auswirkungen und umgekehrt.

Es kann gut sein, dass das anzeichen einer Depression sind, jedoch glaube ich eher, dass du eine Psychose hast oder eine art "hypochondrischen wahn" entwickelst Allenfalls kannst du gerne mal zu einem psychologen gehen

Wow.. irgendwie beschreibst du haargenau mein Leben.

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