Einbruch, Versicherung hilft nicht wenn...?

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8 Antworten

Ist das wahr?

Wenn die Klausel "Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit (bis X €)" nicht mitversichert ist, kann das passieren.

Das wäre ja ein Witz wenn es stimmt.

Nein, das sind nunmal die Sorgfaltspflichten. Wer den Schadenfall durch eigenes (Fehl)verhalten begünstigt muss mit Leistungsverweigerung oder Kürzung rechnen.

Wo ist bitte das Problem vor dem Verlassen der Wohnung zu schauen, ob alle Fenster zu sind und beim Hinausgehen zweimal abzuschließen?

Wer keine Probleme hat, macht sich eben welche...

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Kommentar von Esxalon
23.04.2016, 22:26

Weiß nicht, klingt für mich total unlogisch. Als ob es Leute gibt die irgendwo versuchen einzubrechen, aber dann genau nur das Werkzeug dabei haben, womit man nicht richtig abgeschlossen Türen öffnet statt gleich Werkzeug dabei zu haben, welches auch abgeschlossene Türen öffnen kann. Ist doch kompletter Schwachsinn. Wenn schon jemand versucht bei mir einzubrechen, dann wird das schon irgendwie machen und dafür bereit sein, egal ob ich ein mal, zwei mal oder 40 mal abgeschlossen habe. Genau wie mit den Fenstern, wenn ich im zweiten/dritten Stock meines Hauses (nicht Wohnung) das Fenster gekippt lasse, als ob dann jemand ZUFÄLLIG eine passende Leiter dabei hat, da rein klettert und mir alles klaut. Was machts da für ein Unterschied ob das Fenster zu oder gekippt war? Kann natürlich sein, dass ich die Dinge falsch sehe, aber für mich bleibt das alles Einbruch, ist ja nicht so, dass ich ein großes Schild auf der Straße aufgestellt habe "ICH HABE HEUTE NUR EIN MAL STATT ZWEI MAL ABGESCHLOSSEN, HOFFENTLICH BRICHT NIEMAND EIN ZWINKER"

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Es ist nicht so, dass jeglicher Verstoß gegen Sorgfallspflichten eine grobe Fahrlässigkeit ist. Es kommt auf die einzelnen Umstände an. So jedenfalls OLG Hamm in RuS90,246; BGH VersR89,582 + 840.

Das Fehlverhalten muss auch ursächlich sein. Dafür trägt der Versicherer die Beweislast. So das Beispiel  "Tür nicht abschließen"  bei  LG Hamburg, VersR84,752.

Das gekippte Fenster im OG ist auch so ein Mythos der generellen  groben Fahrlässigkeit. Darauf haben die LG in Dortmund, Essen, Köln, Hamburg, München, Nürnberg, FFM, Dresden u.a. hingewiesen. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Dafür hat der Versicherer die Beweislast.

Der Hinweis von Kevin 1905 ist aber vom Versicherungsnehmer zu beachten. Man sollte die Einrede und die Einwendung der groben Fahrlässigkeit im Vertrag ausschließen.

Um einen guten bis sehr guten Versicherungsschutz zu erhalten, bedarf es der Beratung beim Vertragsabschluss und beim Schaden durch einen ausgewiesen Fachmann.

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Kann man so pauschal nicht beantworten. Kommt auf den Einzelfall an.

Allerdings sollte man dafür eine Hausratversicherung haben, wo die grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist.

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Wer weiß wo dein Kumpel versichert ist.

Natürlich gibt es solche Versicherer die alles ausschließen. Schau mal in deiner Police nach grober Fahrlässigkeit (wenn man das überhaupt so einstufen kann) . Sollte in Hausrat mit versichert sein. Dann bist du auf der sicheren Seite.

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Auf dem Stand bin ich aber auch. Wenn du das Haus verlässt und nicht abschließt, sondern die Tür nur zuziehst und das nach dem Einbruch nachgewiesen werden kann, dann übernimmt die Versicherung keine Kosten.

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Fenster ohne Leiter? Keine Ahnung. Tür nicht zugeschlossen: Ja. Eine Tür die nicht richtig verschlossen ist, kriegt man u.U. mit einem Schraubenzieher, zumindest aber ohne großes Werkzeug auf. Da sind die Versicherungen pingelig. Ruf doch Deine Versicherung mal an.

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Ja das stimmt leider Gottes. Liebe Grüße, Michael Pröll

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Das Fenster sollte man vlt schliessen, es gibt immer einen weg dorthin.

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